Dammbruch bei Solartechnik und Solarbatterien?

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dammbruch-solartechnik-solarbatterienGefahr für das große Geschäft der Versorger:

Günstige Solaranlagen und Batteriesysteme werden einen massiven Einschnitt in der Energiewelt haben. Dies erwartet die Unternehmensberatung Roland Berger. Dabei erklärt Partner Torsten Henzelmann, weshalb die deutsche Industrie hierbei viel zu gewinnen hat.

Beispielsweise haben die G7-Statten den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen beschlossen und es wird davon ausgegangen, dass die großen Versorger das Nachsehen haben werden.

G7-Staaten haben den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beschlossen

Bekanntermaßen haben die sieben größten westlichen-Industriestaaten den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in diesem Jahrhundert beschlossen. Fraglich ist, ob dies ein Grund zum Jubeln für die Solarindustrie ist. Henzelmann erklärt, dass der Beschluss keine Revolution darstellt, aber ein klares Signal ist. Hiermit wird die europäische Energiepolitik der vergangenen Jahre bestätigt. Ganz klar ist der Weg zu erneuerbaren Energien richtig.

Diese Entwicklung kommt allen deutschen Unternehmen zugute. Hiervon profitieren nicht nur die Unternehmen aus der Solarindustrie. Bei diesem Thema geht es um Elektroautos, effiziente Maschinen und moderne und sparsame Heizsysteme. Davon profitieren viele Branchen hierzulande.

Soll es noch mehr Staatshilfen in Form eines Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geben?

Auf die Frage, ob noch weitere staatliche Hilfen erforderlich seien, teilt Henzelmann mit, dass staatliche Förderungen immer eine marginale Rolle spielen. Wie jeder weiß, sind viele Technologien, wie zum Beispiel die Photovoltaik, in den vergangenen Jahren deutlich preiswerter geworden. Dies ist auch einer der wichtigsten Gründe, weshalb man im Solarsektor so ein rasantes Wachstum erwarten darf.

Man geht davon aus, dass allein in Europa sich der Anteil an Solarstrom am Energiemarkt auf mindestens 12% steigen, sich also in den kommenden Jahren vervierfachen wird.

Die großen Versorger könnten das Nachsehen haben

Eigentlich hört es sich gar nicht so viel an, wenn sich der Solarstrom vervierfachen wird. Schon heute liegt der Anteil in Deutschland bei etwa 7%. Interessant ist auch, dass Deutschland nicht gerade zu den sonnigsten Regionen Europas gehört. Henzelmann teilt mit, dass der Trend ausschlaggebend ist und ausreicht, um die traditionellen Energieversorger in eine besonders schwierige Lage zu bringen. Dabei ist vor allem das hochprofitable Geschäft mit Privatkunden und kleinen Gewerbebetrieben in Gefahr. Schon jetzt steigen viele auf Sonnenstrom mit hohem Eigenverbrauch um.

Weiterhin stellt sich die Frage, ob sich eine Solaranlage ohne gesetzlichen Einspeisetarif lohnt. Henzelmann erklärt, dass dies der Fall ist, wenn die Besitzer ihren Sonnenstrom überwiegend selbst verbrauchen. Dies könnte durch Batteriespeicher ermöglicht werden. Diejenigen, die eine Solaranlage mit Batteriespeicher kaufen, erwerben ein System, welches sich früher oder später von selbst trägt. Eine solche Investition ist überaus sinnvoll.

Batteriesysteme sind immer noch teuer

Momentan sind Batteriespeicher noch recht teuer. Sogar in den Kalkulationen der Hersteller ist gespeicherter Sonnenstrom nur wenige Cent billiger als vom Netzversorger. Sogar die Elektrizität im Stromnetz ist in letzter Zeit wieder preiswerter geworden. Henzelmann teilt mit, dass in den aktuellen Untersuchungen zum Speichermarkt damit gerechnet wird, dass die Preise für Batteriespeicher in den kommenden Jahren noch weiter fallen werden. Aktuell kostet eine gespeicherte Kilowattstunde Strom im Akku noch etwa 12,3 Eurocent. Man geht davon aus, dass diese in fünf Jahren nur noch 2 Cent kosten werden.

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Der Preisverfall bei Solarbatterien erinnert generell an die Solarbranche. Fraglich ist, ob die deutschen Batteriehersteller bald die Segel streichen werden, weil der US-Elektroautobauer Tesla mit seiner Gigafactory und China viel billiger produzieren können. Henzelmann gibt Entwarnung. In verschiedenen Bereichen der Batterie-Wertschöpfung ist die deutsche Industrie gut vertreten. So stehen am Anfang der Kette die großen Chemiekonzerne, die gewaltig in den Aufbau von Kathodenmaterial und Elektrolyte investieren.

Des Weiteren spielen aber auch die deutschen Automobilhersteller eine bedeutende Rolle. Diese benötigen Qualitätsprodukte für ihre Elektroautos und haben etablierte Vertriebskanäle entwickelt. Insoweit nimmt sich die deutsche Industrie entlang dieser Wertschöpfungskette des Themas auf breiter Front an. Dabei stehen die Chancen gut, dass es nicht zu einer negativen Entwicklung, wie beispielsweise bei der Solarindustrie kommt.

Bildquelle: © Uwe Schlick / pixelio – www.pixelio.de

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