Elektroautos sind sauberer! Ein Vergleich (Video)

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Elektroautos verursachen über den gesamten Lebenszyklus, von der Produktion über den Betrieb bis zur Verschrottung, signifikant weniger Treibhausgasemissionen als benzinbetriebene Fahrzeuge – zu diesem Ergebnis kommt die Union of Concerned Scientists, eine US-amerikanische Wissenschaftlervereinigung. Ein Video zeigt den Vergleich.

Wie im nachfolgenden Video dargestellt wird, haben Elektroautos im Herstellungsprozess wegen der energieaufwendigen Produktion der Batterie zwar eine etwas schlechtere Energiebilanz als Autos mit Verbrennungsmotoren – ein Elektroauto mit einer Reichweite von 84 Meilen (ca. 135 Kilometer) verursacht 8 Tonnen Treibhausgase bei der Herstellung, ein vergleichbarer Benziner nur 7 Tonnen. Betrachtet man die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge, schneiden Elektroautos jedoch deutlich besser ab, vor allem wenn der Strom, mit dem sie betrieben werden, aus erneuerbaren Quellen stammt. Während der Nutzung verursachen Elektroautos demnach nur etwa 50 Prozent der Emissionen, die benzinbetriebene Fahrzeuge produzieren – Treibhausgase werden nicht nur bei der Verbrennung, sondern auch bei Herstellung und Transport des Benzins freigesetzt. Die zusätzlichen Emissionen, die bei der Batterieherstellung anfallen, macht ein Elektroauto bereits nach einem Jahr Nutzung wieder wett. Bei der Entsorgung fällt bei beiden Fahrzeugen etwa dieselbe Menge an Treibhausgasen an.

Wenn nun die Akkus von Elektroautos einer zweiten Verwendung, beispielsweise in Großspeicher-Batterieparks zugeführt werden, dann verbessert sich die CO2-Bilanz von Elektroautos nochmals dramatisch. Beispielsweise bündelt ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler, The Mobility House und dem Energieversorger Getec gebrauchte Akkus aus Elektrofahrzeugen in einem stationären Batteriespeicher mit 13 MWh, welcher 2016 in Betrieb gehen soll. Dies wird in dem hier gezeigten Beispiel noch nicht berücksichtigt. BMW arbeitete zusammen mit Bosch und Vattenfall an dem „Second Life Batteries“-Projekt, welches ab 2016 in Hamburg mit einem Großspeicher mit 2 MWh nutzbare Energieleistung in Betrieb gehen soll. Ein weiteres Projekt, das in eine ähnliche Richtung zielt und Speicherbatterien aus Hybrid-Fahrzeugen, den Toyota Camry Hybrid Nickel Metallhydrid Akkus, recycelt, wird derzeit im Yellowstone Nationalpark in den USA realisiert.

Die im Beispiel betrachteten Elektroautos mit einer Reichweite von 135 Kilometern verursachen demnach nur etwa halb so viele Treibhausgase wie Benziner vergleichbarer Größe. Und diese Bilanz, so die Wissenschaftler, wird sich mit dem Ausbau von erneuerbaren Energiequellen noch weiter verbessern.


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Quelle: Union of Concerned Scientists – Wikipedia
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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

3 KOMMENTARE

  1. Interessant hier sind nur die schädlichen Co2 Gase für die Admosphäre berücksichtigt!
    Was ist mit all den Flüssigkeiten wie Motoröl,Getriebeöl,Kühlmitteln für Motorkühlung etc.
    das sind zu dem Benzin oder Dieselverbrauch Stoffe die dauernd erneuert werden müssen !
    Ferner kommt der Feinstaub hinzu der durch Stickoxyde und Bremsen erzeugt wird.
    Der Tägliche Stau von Autos mit laufenden Motor ist ebenso nicht berechnet. In Berlin sollen die autofahrer 13 tage/Jahr im Stau stehen.Hierbei verbrauchen sie min 1-2 Liter/H. E- Autos hingegen garnichts!
    Ferner ist der Umweltschaden/ Lärmbelästigung für menschliche Gesundheit und atemluft nicht berücksichtigt. In Deutschland sollen ca. 10-13 Tausend Menschen durch Verkehr verursachte Krankheiten sterben. Herzinfakt,Schlafstörungen,Atemwegserkranungen etc. Diese ließen sich durch E-Autos stark reduzieren.
    Es ist aber nur ein „volkswirtschaftlicher Schaden“ den die Allgemeinheit besonders in den Ballungsgebieten tragen muss.

  2. Hab ich das jetzt richtig verstanden dass die Berechnungsgrundlage der derzeitige Strommix in den USA ist? Dann wäre da ja noch ganz viel Potenzial nach unten. Dann mal ran an den Ausbau der Erneuerbaren!

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