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2019 bringen etliche Hersteller neue Elektroautos auf den Markt. Darunter sind viele große Hersteller wie Audi, Mercedes und Porsche, die elektrische Luxusmodelle herausbringen. Bei den Kleinwagen sind es dagegen verstärkt Start-ups, die auf bezahlbare Elektromobilität in der Stadt setzen. Das sind die neuen Modelle.

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flickrjunaidaro

Elektro-Sportwagen Porsche Taycan

Der erste vollelektrische Porsche wird Ende 2019 vorgestellt und soll Sportwagen-Fans vom Elektroantrieb überzeugen. Er basiert auf der Fahrzeugstudie Mission E. Der Taycan kommt mit 400 kW/600 PS und erreicht Tempo 100 in 3,5 Sekunden. Porsche verspricht 500 Kilometer Reichweite nach dem WLTP-Zyklus. Zum Preis ist noch nichts bekannt, dieser dürfte aber um 100.000 Euro liegen.

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flickrAudi AG

Audi e-tron quattro: Der erste vollelektrische Audi

Auch für Audi ist der vollelektrische Antrieb eine Premiere. Das Luxus-SUV e-tron mit 300 kW Leistung wird seit Ende 2018 in Brüssel gebaut, bekommt 400 Kilometer Reichweite und ist mit 4,5 Sekunden Beschleunigung ebenfalls sportlich unterwegs. Versionen mit mehr oder weniger Leistung sind ebenfalls geplant. Bei der Fertigung gibt es allerdings Verzögerungen, so dass sich Kunden bis zu 8 Monate gedulden müssen. 2020 will Audi jedoch fünfstellige Produktionszahlen erreichen. Der Audi e-tron quattro kostet ab 79.900 Euro.

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Wikipedia – Von Alexander MiglEigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Mercedes EQC zum Start als Sonderedition

Der Mercedes EQC ist ebenfalls ein Luxus-SUV, das auf dem GLC basiert. Die Leistung gibt Mercedes mit 300 kW/408 PS und 180 km/h Höchstgeschwindigkeit an. Die Reichweite nach WLTP liegt bei 390 Kilometern. Die Bestellbücher hat Mercedes gerade geöffnet, die Auslieferungen sollen Ende 2019 starten. Die Basisversion gibt es ab 71.281 Euro, für die Sonderedition 1886 mit umfangreicher Ausstattung werden 84.930 Euro fällig.

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© Tesla Motors

Tesla Model 3: Langes Warten auf den 35.000 Euro-Tesla

Tesla ist ebenfalls für Elektroautos im Luxus-Segment bekannt, zielt mit dem Model 3 aber erstmals auf den Massenmarkt. Nach langen Verzögerungen bei der Produktion rollt der Mittelklasse-Tesla jetzt endlich zu den Kunden. Lange warb Tesla mit dem günstigen Preis von 35.000 Euro, doch dieses Basismodell ist noch gar nicht zu haben. Aktuell werden nur Modelle mit höherer Reichweite gebaut, die ab 55.000 Euro kosten. Auf das Einstiegsmodell müssen Käufer also wohl noch Monate warten.

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© NISSAN INTERNATIONAL SA

Nissan Leaf+ 2019 mit größerer Batterie

Im Kompakt- und Mittelklassebereich kommen 2019 viele Elektroautos aus Asien zu uns. Die neue Generation des beliebten Nissan Leaf kommt jetzt mit 62-kWh-Akku und 385 Kilometern Reichweite nach WLTP. Sein E-Motor leistet 160 kW/210 PS. Der Nissan Leaf+ ist ab 46.500 Euro erhältlich.

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© Kia Motors Deutschland GmbH

Kia e-Soul: Hohe Nachfrage verzögert Auslieferung

Den Kia Soul gibt es künftig nur noch als Elektroauto. Der kompakte Crossover e-Soul mit dem leicht kastenhaften Design hat eine Motorleistung von 136 oder 204 PS. Er wird auch mit zwei Akkugrößen (39,2 kWh und 64 kWh) angeboten. Mit der großen Batterie soll der e-Soul 452 Kilometer weit kommen. Wer ihn haben will, muss sich allerdings auf lange Wartezeiten einstellen. Der offizielle Marktstart war zwar im April 2019, doch die Auslieferungen lassen auf sich warten – die Nachfrage hat Kia offenbar überrollt. Schon zum Bestellstart war die Wartezeit mit einem Jahr angegeben. Der e-Soul ist ab 33.900 Euro zu haben.

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© Kia Motors Deutschland GmbH

Kia e-Niro: Der große Bruder des e-Soul

Der e-Niro ist ebenfalls ein Kompaktwagen, der technisch und in Bezug auf seine Reichweite dem e-Soul entspricht. Der e-Niro ist allerdings etwas größer. Leider haben Käufer hier aber dasselbe Problem mit den langen Lieferzeiten wie beim e-Soul.

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© CITROËN DEUTSCHLAND GmbH

DS 3 Crossback E-Tense: Französisches Premium-Crossover

In der zweiten Jahreshälfte 2019 starten die Vorbestellungen für den DS 3 Crossback E-Tense, einem Kompakt-SUV von DS Automobiles. DS ist die Premiummarke der PSA-Gruppe, der jetzt auch Opel gehört. Der DS 3 Crossback E-Tense ist das erste vollelektrische SUV des Konzerns und bekommt einen 50 kWh-Akku und über 300 Kilometer Reichweite. Sein Elektromotor leistet 100 kW. Neben vielen Möglichkeiten der Individualisierung soll der DS 3 Crossback zudem als eines der ersten Autos mit dem Smartphone zu öffnen und zu starten sein. Marktstart für den DS 3 Crossback ist im Mai. Er wird mindestens 23.490 Euro kosten.

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© Volkswagen AG

VW ID.3: Marktstart mit Limited Edition

Der erste elektrische VW heißt ID.3. Der kompakte Stromer kann seit Anfang Mai bestellt werden, allerdings nur in der limitierten Einführungs-Edition ID.3 1st. Das Laden ist dabei für ein Jahr inklusive. Der ID.3 1st bietet mit seinem 58-kWh-Akku bis zu 420 Kilometer Reichweite und kostet unter 40.000 Euro. Wenn die 30.000 geplanten Exemplare verkauft sind, legt VW neue Versionen mit 45 kWh und 77 kWh nach. Die Auslieferungen werden allerdings erst Mitte 2020 stattfinden.

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© e.GO Mobile AG

e.Go Life – bezahlbares Elektroauto made in Aachen

Lange erwartet, geht der Kleinwagen aus dem Hause e.Go Mobile 2019 endlich in Serie. Das Besondere an dem Mini-Elektroauto aus Aachen ist der günstige Preis. Der e.Go Life ist schon ab 15.900 Euro zu haben, die teuerste Version kostet 19.900 Euro. Die Basisversion mit 20 kW hat eine Alltagsreichweite von 104 Kilometern, bei der am besten ausgestatteten Variante sind es 154 Kilometer. Sein Erfinder Günther Schuh ist mit dem Ziel angetreten, Elektromobilität für jeden bezahlbar zu machen. Schuh hat außerdem den Elektro-LKW Streetscooter der Deutschen Post entwickelt.

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© Micro Mobility Systems AG

Microlino – die Isetta mit Elektroantrieb

Von Isetta-Fans sehnlich erwartet wird der Kabinenroller Microlino. Der Schweizer Hersteller Micro Mobility Systems will die Neuauflage der Isetta als elektrisches Mini-Stadtauto auf den Markt bringen. Je nach Batterievariante kommt der Microlino 126 bis 200 Kilometer weit und passt mit seiner Kugelform und 2,40 Metern Länge in jede Parklücke. Leider verzögert sich der Serienstart: Grund sind Streitigkeiten über Qualität und Produktion, nachdem der italienische Serienfertiger TMI an den deutschen Hersteller Artega verkauft wurde. Brisant ist dabei, dass Artega offenbar einen ähnlichen Kabinenroller plant.

Die Auslieferungen sollen laut Microlino-Webseite jedoch weiterhin 2019 starten. In Deutschland kostet er ab 12.000 Euro.

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© SONO MOTORS GmbH

Solarauto Sion von Sono Motors

Das kompakte Solarauto Sion des Münchener Start-ups Sono Motors soll dieses Jahr in Serie gebaut werden. Der Clou: Über Solarzellen in der Karosserie erzeugt das Elektroauto Extra-Strom. Die Grundreichweite liegt bei 250 Kilometern, die Solarzellen sollen immerhin bis zu 34 Kilometer pro Tag zusätzlich liefern. Zum Marktstart kostet der Sion 25.500 Euro, wovon allerdings 9.500 Euro auf die Batterie entfallen. Ohne Batterie, die auch geleast oder gemietet werden kann, kostet der Sion 16.000 Euro.

Update: Sono Motors teilte uns mit, dass die Serienproduktion für den Sion erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 beginnt.

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© BMW Group

Mini Electric – der erste elektrische Mini

Der legendäre Mini bekommt 2019 endlich einen Elektroantrieb und kommt als dreitüriger Mini Electric auf den Markt. Er wird ebenfalls ab Ende 2019 gebaut. Der 33 kWh-Akku stammt vom Konzernbruder BMW i3, die Reichweite gibt BMW mit 200 Kilometern an. Akku und Antrieb liefert BMW direkt nach Oxford in die Produktion. Der Preis für den Mini Electric wird bei ca. 31.000 Euro liegen.

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Quellen / Weiterlesen


Startversion für unter 40.000 Euro schwer gefragt | auto motor und sport
Elektroautos 2019: Das sind die Neuen | ADAC
Audi e-tron: Produktionszahlen sollen 2020 „deutlich im fünfstelligen Bereich“ liegen | ecomento.de
Billig-Tesla braucht noch mindestens drei Jahre | golem.de
Kia Soul: Der neue fährt nur noch elektrisch | ADAC
DS3 Crossback kommt im Mai ab 23.490 Euro | Hamburger Abendblatt
Microlino kann jetzt konfiguriert werden, Auslieferung „2019“ | ecomento.de
Diese Elektroautos kommen 2019 auf den Markt | golem.de

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

2 KOMMENTARE

  1. Laut dieser Daten scheint der DS 3 von PSA das beste Preis/Leistungsverhältis zu haben. In dieser Autoklasse spielt der Preis eine wichtigere Rolle als technischer Schnik-Schnak-.Wer mit dem ersten Angebot nicht richtig liegt wird es nicht leicht haben um s überleben. GM hatte Schiffbruch obschon das letzteren perfekt geklappt hätte.

  2. Ihre Angaben zum Model 3 von TESLA sind falsch. TESLA kündigte das Basisfahrzeug nicht für 35.000 € an, sondern für 35.000 $ vor Steuern. Umgerechnet in Euro wäre der Preis somit knapp 31.000 €, zuzüglich MwSt knapp 37.000 €. Der deutsche Zoll ist aktuell mit 10 % anzusetzen, also 40.700 € – abzüglich Umweltbonus/Herstelleranteil also 38.700 €.

    Stattdessen ist in Europa als günstigstes Model 3 die Standardversion plus erhältlich – zum Preis: 44.500 €, inklusive MwSt, Zoll und mit Berücksichtigung von minus 2.000 € Umweltbonus/Herstelleranteil – also nicht wie in Ihrem Beitrag genannt, für 55.000 €.

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