Smart Grid: Stabilisierung des Stromnetzes

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smart-grid-stabilisierung-stromnetzDie deutsche Energiewende mit den wachsenden Einspeisemengen erneuerbarer Energien erfordert neue Konzepte. Beim Ausbau grüner Stromerzeugung werden die lokalen Abnahmemengen und die Transportkapazität der Netze derzeit nicht berücksichtigt. Das führt dazu, dass Energieerzeuger zur Sicherung der Netzstabilität immer häufiger abgeregelt werden müssen. Die Lösung dieses Problems sehen Cottbusser Forscher in einem Smart Grid. Im „intelligenten Stromnetz“ sollen Verbrauch und Produktion aufeinander abgestimmt werden.

Erneuerbare Energien so effizient wie möglich nutzen

Auf dem Zentralcampus der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg bauen die Forscher im Rahmen des Projekts „SMART Capital Region“ einen Smart Grid auf. Dieser soll als Modell für die künftige Stromversorgung in der Hauptstadtregion dienen. In Brandenburg werden beinahe täglich konventionelle und regenerative Erzeugungsanlagen abgesenkt oder abgeschaltet, wenn hohe regenerative Einspeisemengen einem geringen Verbrauch gegenüberstehen. Im Nordosten Deutschlands beträgt der Anteil erneuerbarer Energien schon jetzt 90 bis 100 Prozent. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 27 Prozent.

Wie kann der Ausgleich zwischen schwankender Einspeisung und Nachfrage in Zukunft gestaltet werden und wie kann erneuerbare Energie so effizient wie genutzt werden? Der Smart Grid in Cottbus stellt ein mögliches zukünftiges Stromversorgungssystem für den Raum Berlin-Brandenburg dar. Verschiedene Stromerzeuger, Stromspeicher und Stromverbraucher aus Berlin und Brandenburg werden dazu messtechnisch erfasst und ausgewertet. Gleichzeitig werden verschiedene Modellanlagen auf dem Campus miteinander verknüpft und zentral gesteuert. Dazu gehören eine Solaranlage und ein Blockheizkraftwerk, die Energie erzeugen. Als Abnehmer stehen ein Stromspeicher, Elektroautos und Ladesäulen sowie eine Power-to-Gas-, eine Power-to-Heat- und eine Power-to-Cold-Anlage zur Verfügung. So kann überschüssiger Strom in Wärme, Kälte und Gas umgewandelt und zum Laden von Elektroautos genutzt werden.

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© BTU Cottbus-Senftenberg

Auch Elektroautos können zur Netzstabilisierung beitragen

Vor allem Elektroautos eignen sich ideal als Abnehmer für regenerativen Strom. Die 15 im Rahmen des Projekts genutzten Stromer können jedoch etwas, das die meisten Elektroautos nicht können. Sie können bidirektional laden, das heißt, sie können sowohl be- als auch entladen werden. So werden sie zu mobilen Speichern und können bei Bedarf auch Energie ans Netz abgeben, wobei die Wünsche des Nutzers hinsichtlich verfügbarer Strommenge und Reichweite berücksichtigt werden. Um Elektroautos wirklich zur Netzstabilisierung einsetzen zu können, muss ihre Zahl in Deutschland jedoch weiter steigen, und das Laden der Fahrzeuge muss wie im Modell gesteuert erfolgen können.

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Brandenburg als Modell für ganz Deutschland

Im „Besucherzentrum Intelligente Energie Netze“ (BIENe) auf dem Campus werden die Daten visualisiert. So erhalten Besucher einen Einblick, wo und wann Energieüberschüsse entstehen und welche steuerbaren Verbraucher mit diesem Strom versorgt werden könnten. Aus wissenschaftlicher Sicht biete Brandenburg ein exzellentes Reallabor, um die Interaktionen im Energiebereich zu erforschen, so Prof. Dr.-Ing. Harald Schwarz, der das Projekt leitet. „Mit seinem gleichermaßen hohen Anteil an konventioneller und regenerativer Erzeugung, sowie Stromnetzen, in denen der Anteil an regenerativer Energie inzwischen 100 Prozent der Stromabnahme erreicht hat, finden wir hier eine Situation vor wie sie in Gesamtdeutschland etwa in 30 Jahren Realität sein wird.“

Quellen / Weiterlesen:
Smart Grid: Forscher bauen intelligentes Stromnetz – Wirtschafts Woche
Smart Capital Region – BTU Cottbus-Seftenberg
Bildquelle: © BTU Cottbus-Senftenberg

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13 Comments…

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  1. Henti, Du entwickelst Dich immer weiter zur absoluten Lachplatte.

    Nichts, aber auch gar nichts Sachliches zum SmartGrid, nur Gepöbel und Getrolle.

  2. Na klar doch, ich beziehe mich auf die Welt. Die globale Erwärmung ist eben global, sonst hieße sie ja „teutonische Erwärmung“. Oder?

    Dass Du aber – heuchlerisch wie immer – mit China ankommst und jetzt auf einmal im teutschen Mief hängen bleiben willst, DAS kann Jede selbst beurteilen.

  3. Mit Ihrem Kommentar, dass unser Seehofer den Ausbau des chinesischen Stromnetzes blockiert, haben Sie sich sogar selbst übertroffen. Ich hätte eigentlich nicht geglaubt, dass das möglich ist.

  4. Warum Sie sich bei Ihrer Lobhudelei auf die Energieerneuerungsanlagen auf den Weltmarkt stürzen, während ich mich offenkundig auf die „German Energiewende“, also den deutschen Markt, bezog, kann sich jeder selbst denken.

  5. Zur Solarenergie weltweit und Deutschland: http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/solarenergie-solarstrom-boomt-weltweit-ausser-an-rhein-und-elbe/11492176.html „Über Jahre war Deutschland Wegbereiter für die Fotovoltaik. Nun, wo sich Solaranlagen wie geschnitten Brot verkaufen, bricht der Markt hier ein. Das Geschäft mit der grünen Energie machen jetzt andere.“

    Dämlicher kann man Industriepolitik kaum machen.

    Zur Windenergie: http://www.stromtarife.de/news.php?id=30655 „Auch im Jahr 2015 hat sich der Zubau neuer Windkraftanlagen beschleunigt. Die Wachstumsrate erreicht rund 17 Prozent und ist damit erneut leicht angestiegen.“

    Also sogar die Anstiegsrate steigt. Keine Nachricht für Miesepeter á la Hentinger 😀

    Weiter: „…weltweit eine zusätzliche Windenergie-Leistung von rund 63.000 Megawatt (MW) installiert…“

    Also alles genau das Gegenteil von dem, was Hentitroll suggerieren will 😀

  6. MUAHAHAHAHA! Da kriegt man ja Muskelkater vom Lachen, wenn man Deinen letzten Absatz liest. Deutlicher hättest Du nicht zeigen können, dass Du von Physik ÜBERHAUPT NICHTS verstehst!

    Oh si tacuisses…

    Ach Hentitroll, sei froh, dass Unfähigkeit verstehenden Lesens nicht als Lügnerei gilt! Du kapierst ja nicht einmal, was in Deinen eigenen(?) Links steht:

    1. Link: Schlechte Planung (Diktatur halt…), Leitungen waren zu klein.
    2. Link: Windräder produzieren zu viel Energie. Siehe 1. Link…
    3. Link: „By the end of March, China had 134 gigawatts installed wind power capacity, up 33 percent compared to the figure by March last year, the NEA said.“

    Immer Dasselbe: Irgend so ein dussliger Seehofer blockiert mit seiner Sturheit das Netz und damit den Ausbau der Regenerativen. Aber China schreitet voran und ist jetzt schon Weltmeister bei den Regenerativen.

    Und wieder dumme hasserfüllte Lügen:
    – PV erfreut sich weltweit höchster Beliebtheit, da – zum großen Teil dank des deutschen EEG – die Module so billig geworden sind, dass sich dieser Strom sogar ohne das Internalisieren der Kosten der Fossilen für den Einzelnen lohnt. Und das nicht nur auf Berghütten.
    – BioGas/Sprit war eh eine Schnapsidee(!) Brot gehört auf den Teller und nicht in den Tank.
    – Windenergie verkauft sich weltweit immer besser, nur die dummen Deutschen Deines Geistes knüppeln diese saubere Energie nieder.

    Und noch so eine – mit Verlaub – saudumme Bemerkung: „…intelligentes Netz als Stromerzeuger…“ Ein Brüller, dieser Schenkelklopfer! Das Netz erzeugt Strom! Super, ymmd!

  7. Apropos China: Die haben Ihr Ausbauprogramm für Windindustrieanlagen ja beerdigt, nachdem sie bemerkt haben, welchen Schaden der Zufallsstrom bei der Energieversorgung anrichtet.
    http://www.china.org.cn/wap/2015-12/19/content_37355243.htm
    http://www.china.org.cn/business/2016-03/17/content_38056947.htm
    http://www.china.org.cn/business/2016-04/26/content_38333101.htm

    Die sprichwörtliche Weisheit der Chinesen ist also nicht unbegründet.

    Die Deutschen müssen dagegen Ihrem Ruf gerecht bleiben, einen einmal eingeschlagenen Weg bis zum bitteren Ende (oder wie man es früher nannte „bis zur letzten Patrone“) durchzuhalten. Wohin das führt, kennt man zwar schon zur Genüge – aber das muss einen ja nicht beirren.

    Dass Sie jetzt Ihre Hoffnung in die Wunderwaffe Smart Grid setzen, ist nachvollziehbar. Die PV-Blase ist geplatzt, wegen dem Abfall aus den Biogasanlagen haben wir eine Klage beim EuGH an der Backe und beim Bau von Windindustrieanlagen hat längst der Endspurt begonnen, bevor auch dieses Thema mit dem EEG 2017 beerdigt wird.

    Viel mehr als ein Trümmerhaufen wird also auch diesmal nicht übrig bleiben.

    Aber mal schauen, wie sich so ein intelligentes Netz als Stromerzeuger schlägt…

    (Warum hat eigentlich noch niemand PV-Anlagen erfunden, die mit der Gegenstrahlung des Treibhauseffektes funktionieren? Die Gegenstrahlung ist doch angeblich nicht nur um ein vielfaches größer, als die Strahlung von der Sonne, sondern trifft vor allem nicht nur am Tag auf die Erde, sondern auch nachts.)

  8. Wenn der Wind der Veränderung weht, baut Hentinger Mauern, die Anderen Windräder (frei nach einer chinesischen Weisheit).

    Ach Hentinger, kannst Du auch was Anderes als Hasskommentare?

    Auf der Sachebene hast Du ja längst nichts mehr zu bieten. Bleiben noch Verschwörungstheorien und persönliche Angriffe. Enttäuschend.

    Bei SmartGrids stört Dich wahrscheinlich das „smart“. Aber Du könntest dazulernen. Wenn Du nur wolltest…

  9. Ich hab doch schon geschrieben, dass ich nicht weiß, woher Ihr Hass auf unser Land kommt, Alex1. Sie müssen mir Ihre Gesinnung also nicht beweisen, indem Sie noch mehr über dieses angeblich so rückständige Land herziehen.

    Damit sind Sie ja auch ganz auf der Linie von den Herren Schellnhuber und Co., die eine „große Transformation“ der Gesellschaft herbeiführen wollen, bei der demokratische Strukturen abgeschafft und durch eine Art Wissenschaftlerregierung ersetzt werden soll.

    Möglicherweise versprechen auch Sie sich davon ja einen persönlichen Vorteil. Das Mitläufertum und Speichellecken um des lieben Pöstchens willen hat ja in Deutschland eine ausgeprägte Tradition.

    Jetzt müssen Sie nur noch die physikalischen Gesetze ändern, damit der Plan auch gelingen kann.

  10. Haha, Hightech! Kohledreckschleudern sind für Hentinger Hightech! Super!

    Und Kohledreckschleudern sind alternativlos! Außer gegenüber Nordkorea!

    Sag mal, kurbelst Du immer noch Dein Telefon, wenn Du ein Amt willst? Mit Technik von vorgestern kannst Du heute keinen Blumentopf gewinnen. Außer bei AfD oder Pegida… :rolleyes:

  11. Jaja, Alex1, dass Sie Ihren Spaß daran haben, wenn die Grundlage unseres Hochtechnologiestandortes mutwillig vernichtet wird, habe ich bereits mitbekommen. Was Ihren Hass auf unsere Gesellschaft ausgelöst hat, weiß ich nicht – ist mir aber auch herzlich egal. Für Anhänger der zufallsbasierten Stromversorgung soll es aber durchaus alternative Nationen als neue Heimat geben – meines Wissens kann diesbezüglich z.B. Nordkorea auf eine langjährige Erfahrung verweisen (die haben ja auch ausgiebig von der DDR gelernt).

    Apropos „Wind“: Wie viel Nennleistung aus Windenergieanlagen wird denn nun benötigt, um 1.000 MW aus einem konventionellen Kraftwerk zuverlässig zu ersetzen?

  12. Na Hentinger, alter Klimatroll, der nix als meckern kann, wieder langweilig?

    Wir wissen ja, dass Du die alten Kohlekraftwerke so liebst, die ja ach so zuverlässig sind (hoffentlich bald waren…).

    Aber auch an Dir wird der Wind der Veränderung nicht spurlos vorbeigehen. Akzeptier es einfach, dass die Zeiten des „ich will alles und das sofort und kostenlos“ vorbei sind. Werd erwachsen.

  13. Den Abgleich von Stromerzeugung und Stromverbrauch hatten wir in Westdeutschland schon lange vor der sogenannten „Energiewende“. Man hat einfach zu jeder Zeit genau so viel Strom erzeugt, wie auch zeitgleich verbraucht wurde. Das Prinzip müsse man lediglich auf die Zufallsstromerzeuger WInd- und PV-Anlagen übernehmen und schon wäre das Problem gelöst.

    In der DDR hat man es anders herum gelöst: Da musste sich der Stromverbrauch an die Stromproduktion (und somit einer in weiten grenzen Schwankenden Netzspannung) anpassen. Viele der „neuen Bundesbürger“ kennen sicher noch den Stelltransformator des VEB Feutron, mit dem man die Spannung von Hand nachregeln konnte (um z.B. das durchlaufende oder zusammenfallende Bild des Fernsehers wieder einzufangen).

    Nachdem wir schon das Ampelmännchen, die Bundeskanzlerin und den Bundespräsidenten aus der DDR übernommen haben, übernehmen wir nun also zunehmend auch noch deren Stromversorgungs-Philosophie.

    Mal schauen, wer uns mit einem „Solidaritätszuschlag“ wieder aufpeppelt, nachdem das System zusammengebrochen ist. Vielleicht ja die Chinesen…

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