China stoppt 100 Gigawatt Kohlekapazität

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china-schaltet-kohlekapazitaet-abWährend der neue US-Präsident Trump den menschengemachten Klimawandel leugnet und künftig wieder verstärkt auf Kohle setzen will, lässt sich der Rest der Welt davon nicht beeindrucken. China hat der Luftverschmutzung und dem Klimawandel den Kampf angesagt: Die zuständige Regulierungsbehörde hat gerade über 100 geplante Kohleprojekte gestoppt. Damit bewegt sich der größte Energiemarkt der Welt weiter hin zu sauberen Energieträgern. China und die USA sind zusammen für 38 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Einige Projekte waren bereits im Bau

Die betroffenen Projekte sollten in insgesamt 11 Provinzen entstehen und eine Gesamtkapazität von über 100 Gigawatt haben. In einigen Fällen hatte der Bau bereits begonnen, als die National Energy Administration (NEA) die Projekte Mitte Januar stoppte. Der Gesamtwert der betroffenen Kraftwerke liegt bei etwa 430 Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 58 Milliarden Euro.

Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen in China. Derzeit kommt der größte Teil der dortigen Energie aus Kohle. „Laufende Projekte zu stoppen erscheint unwirtschaftlich und teuer, doch Geld und Ressourcen für die Fertigstellung dieser völlig unnötigen Kraftwerke aufzuwenden, wäre noch unwirtschaftlicher“, lobte Greenpeace die Entscheidung der chinesischen Regierung.

Bereits im letzten Jahr hatte China ähnliche Projekte gestoppt. Die Regierung in Peking hatte im November angekündigt, bis zum Jahr 2020 Kohleprojekte mit einer Gesamtkapazität von mindestens 150 Gigawatt verhindern oder verzögern zu wollen. Insgesamt sollen in China maximal 1.100 Gigawatt Strom aus Kohle erzeugt werden.

13 Millionen neue Jobs im Bereich Erneuerbare

Gleichzeitig sollen bis 2020 etwa 130 Gigawatt an installierter Solar- und Windkapazität hinzukommen. Das entspricht etwa der Kapazität an erneuerbaren Energien, die derzeit in Frankreich vorhanden ist. Die chinesische Regierung will in den nächsten vier Jahren umgerechnet 341 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investieren. Dadurch sollen in der Branche schätzungsweise 13 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen.

Die fallenden Preise für Solarenergie machen diese Form der Energieerzeugung immer attraktiver. Bloomberg New Energy Finance zufolge könnte Solarstrom schon 2025 im Mittel weltweit günstiger als Kohle sein.

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Quellen / Weiterlesen:
China kills over 100 coal projects as it moves toward clean energy | Daily Kos
In latest move, China halts over 100 coal power projects | Reuters
China scraps construction of 85 planned coal power plants | The Independent
Bildquelle: © Bettina Stolze / pixelio – www.pixelio.de


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7 KOMMENTARE

  1. Die frischen Meldungen von heute passen exakt zu den „uralten“ Meldungen von vor etwas über 2 Jahren. China geht den regenerativen Weg konsequent weiter, auch wenn es Klimatrollen wie Henti nicht in den reaktionären Kram passt. Manchmal haben Diktaturen auch was Gutes. Oh nein, Hentitroll wird jetzt gleich wieder in üblicher verdreherischer Manier mir unterstellen, dass ich Chinas Diktatur gut finde 😆

    Ach ja, und für Henti ist ja bekanntlicherweise Wikipedia zu hoch. Er kapiert ja nicht einmal die Artikel über Globale Erwärmung und Treibhauseffekt. Hätte er doch mal seinen Physiklehrer gefragt 😆

  2. Warum wundert es mich nicht, dass Alex1 den uralten Meldungen aus dem Jahr 2014 nachtrauert?

    Naja, das ist halt das Schicksal der Leute, die sich ausschließlich per Wikipedia informieren.

  3. Für die, die es wirklich wissen wollen: „China investiert erstmalig mehr in Regenerative als in Kohle“ laut Huffington Post: http://www.huffingtonpost.de/hansjosef-fell/china-investiert-erstmals_b_4831415.html und das war schon 2014. Seitdem (natürlich nicht ohne entsprechenden Druck) ist noch viel mehr geschehen.

    „Zum ersten Mal überstieg 2013 in China die neu installierte Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen die von Kernkraftwerken und fossilen Kraftwerken“ laut Wiki.

    Wie sehr China uns inzwischen noch mehr den Rang abgelaufen hat, kann man hier lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare_Energien#China

    Aber ja, Henti kommt wieder mit seiner x-mal beantworteten Kinderfrage 🙄 😆

    Und natürlich verdreht er als alter Troll jegliche Aussage. Die Aussage „Kernenergie emittiert weniger CO2 pro kWh als Kohleenergie“ sagt nun mal gar nichts aus, ob ich ein Freund der Kernenergie sei. Aber Hentitroll ist entweder zu doof, das zu kapieren oder misinterpretiert das absichtlich falsch.

  4. War ja eh klar, Alex1, dass Sie ein Freund der Kernenergie werden, sobald ich die Dinger kritisiere.

    Und dass China auch den Ausbau der Zufallsstromerzeuger weitestgehend in die Tonne gekloppt hat, haben Sie tatsächlich noch gar nicht mitbekommen?

    Dort konnte offenbar auch niemand die Kinderfrage beantworten, wie viel Nennleistung aus Windenergieanlagen benötigt wird, um 1.000 MW Nennleistung eines konventionellen Kraftwerks zuverlässig zu ersetzen.

  5. Was das CO2 angeht – und das ist ja bei Weitem das Wichtigste – ist Kernkraft tatsächlich wesentlich „cleaner“ als Kohlekraft.

    Noch besser ist natürlich regenerative Energie. Aber gerade Klimatrolle wie Henti diffamieren ja die Regenerativen nach Kräften, weil sie ihrer persönlichen Vorstellung von Ästhetik nicht entsprechen 🙄 😆

    Insofern ist dieser Kommentar von Hentitroll bloßes Alibigelaber. Natürlich nicht beachtend, dass China
    – Mehr regenerative Kraftwerke laufen hat als jedes andere Land,
    – Mehr regenerative Kraftwerke baut als jedes andere Land,
    – Mehr regenerative Kraftwerke exportiert hat als jedes andere Land.

    Und nein, ich will nicht in China wohnen. Aber die Fakten sollte man anerkennen. Außer man ist Klimatroll wie Hentinger…

  6. Schon schön, wie man den Inhalt einer Meldung zurechtbiegen kann, indem man den Begriff „clean energy“, mit dem die Chinesen insbesondere auch Kernkraftwerke meinen, einfach mit „erneuerbare Energien“ übersetzt.

  7. Na also! Geht doch 😀

    Der dusselige Trumpel wird sich noch umschauen.

    Das gilt aber auch für unsere ex-Klima-Kanzlerin oder Marianne „Kohle-„Kraft 🙄

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