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Vattenfall bringt seinen bisher größten Batteriespeicher ans Netz. Der neue Speicher aus Autobatterien liefert 22 Megawatt und wird in Wales in der Nähe eines Vattenfall-Windparks installiert. Im Rahmen des Projektes „Enhanced Frequency Response“ (EFR) setzt der britische Übertragungsnetzbetreiber auf Batteriespeicher zur Netzstabilisierung.

Wie Vattenfall mitteilte, soll der „battery@pyc“ getaufte Speicher am Standort Pen y Cymoedd in Südwales künftig Regelleistung erbringen. Insgesamt 500 Lithium-Ionen-Batterien mit je 33 kWh Kapazität sind auf fünf Container verteilt. Es handelt sich dabei um dieselben Batterien, die auch im BMW i3 verbaut sind, aber für die stationäre Nutzung adaptiert wurden. Am gleichen Standort betreibt Vattenfall einen 228-MW-Windpark mit 76 Windturbinen, die 15 Prozent des Jahresstromverbrauchs walisischer Haushalte erzeugen können.

Bei einer Ausschreibung für Regelenergie setzen sich Batteriespeicher durch

„Dies ist bislang unser größtes Batterieprojekt und die kombinierte Nutzung der elektrischen Infrastruktur eines Windparks mit einer Batterie ist eine spannende Aufgabe, bei der wir unsere ganze Expertise zeigen können“, sagte Claus Wattendrup, Leiter der Geschäftseinheit Solar & Batteries bei Vattenfall. Vor zwei Jahren hatte der Stromkonzern im Rahmen einer Ausschreibung vom britischen Netzbetreiber National Grid den Zuschlag für den Speicher erhalten. An dieser Ausschreibung für insgesamt 200 Megawatt neuer Regelleistung hatten sich rund 70 Bieter beteiligt. Obwohl die Ausschreibung technologieoffen war, hatten sich am Ende ausschließlich Batteriespeicher durchgesetzt.

Batteriespeicher als Baustein der Energiewelt von morgen

Gunnar Groebler, Senior Vice President und Chef des Geschäftsbereichs Wind von Vattenfall kommentierte dies so: „Dieses Batterieprojekt gibt einen Einblick, wie die digitalisierte und smarte Energiewelt von morgen aussehen wird. Es ist zudem ein weiterer Baustein in unserem Bestreben, innerhalb einer Generation fossil-frei zu werden.“ Claus Wattendrup ergänzte, Vattenfall werde diese Synergien auch an anderen Standorten nutzen, an denen der Konzern erneuerbaren Strom erzeuge. Solche erneuerbaren Hybridkraftwerke würden künftig eine wichtige Rolle im Energiesystem spielen und Vattenfall wolle diese Entwicklung in führender Rolle begleiten.

Vattenfall setzt auf BMW als Batterie-Lieferanten

Es ist nicht der erste Speicher aus BMW-Autobatterien, den Vattenfall betreibt. In den Niederlanden hat der Stromversorger kürzlich einen 3,2 MW-Speicher am Windpark „Prinzessin Alexia“ in der Nähe von Amsterdam installiert. Außerdem geht demnächst ein kleinerer Batteriespeicher mit 1 MW in der Nähe eines Solarparks nördlich von Meißen in Betrieb. Alle Speicher bestehen aus Autobatterien von BMW.

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Quellen / Weiterlesen:
Vattenfall nimmt 22-MW-Batteriespeicher in Betrieb | Vattenfall
Vattenfall startet 22-MW-Batteriespeicher in Großbritannien | Sonne Wind & Wärme
Vattenfall’s battery storage project will support the Pen y Cymoedd wind farm | electrans
Vattenfall setzt auf BMW-Batterien | IWR
Bildquelle: © Vattenfall GmbH

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Prof. Dr. Johann Nagengast
Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und Promotion zum Thema „Outsourcing von Dienstleistungen“ an der Universität Regensburg war Johann Nagengast in verschiedenen internationalen Unternehmen in führenden Positionen tätig. Seit 2001 ist er Professor für Internationales Management und Project Management an der Technischen Hochschule Deggendorf. Als Trainer, Coach und Berater ist er intensiv in verschiedenen internationalen Projekten tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der praxisnahen und pragmatischen Vermittlung und unternehmensspezifischen Anwendung aller Aspekte des Projektmanagements.

1 KOMMENTAR

  1. Geht doch! Trotz hartnäckigen hinhaltenden Widerstands von Mutti am Gängelband der Kohle- und Verbrennerindustrie läuft die Energiewende immer besser.

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