Sachsen-Anhalt fördert ab sofort Solarspeicher: Private Haushalte und Unternehmen erhalten einen Investitionszuschuss von bis zu 5.000 Euro, wenn sie eine neue Photovoltaik-Anlage mit Speicher kaufen oder eine bestehende Anlage erweitern. Für Ladestationen für Elektroautos gibt es einen zusätzlichen Bonus. Auch Teilnehmende an Mieterstrommodellen können die Speicherförderung in Sachsen-Anhalt beantragen.

Voraussetzungen für die Speicherförderung in Sachsen-Anhalt

Die Förderung in Sachsen-Anhalt beträgt bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Um den Stromspeicher fördern zu lassen, müssen Antragsteller entweder eine neue PV-Dachanlage in Betrieb nehmen oder ihre bestehende Anlage so erweitern, dass sich ihre Leistung mindestens verdoppelt. Die Förderung bezieht sich allerdings nur auf den Stromspeicher, nicht auf die Solaranlage selbst. Die Fördersumme ist bei 5.000 Euro gedeckelt. Wenn Antragsteller zusätzlich einen Ladepunkt für Elektrofahrzeuge installieren, der mindestens 3,7 Kilowatt Ladeleistung hat, erhalten sie einen zusätzlichen Bonus von 1.000 Euro.

Die Leistung der Photovoltaik-Anlage, die mit dem Stromspeicher verknüpft ist, darf höchstens 30 Kilowattpeak betragen. Bei Mieterstrommodellen liegt diese Grenze bei 100 Kilowattpeak. Der Speicher muss außerdem eine nutzbare Kapazität von mindestens 2 Kilowattstunden haben. Bei der Dimensionierung gilt zudem ein Verhältnis von 1,2 kWp (Nennleistung der PV-Anlage) zu 1 kWh (Kapazität des Speichers). Mindestens 50 Prozent des Stroms, den der Haushalt oder das Unternehmen verbraucht, müssen nach der Installation des Speichers nachweislich von der Anlage gedeckt werden.

Wer die Förderung in Sachsen-Anhalt in Anspruch nehmen möchte, muss den Antrag unbedingt vor Beginn der Maßnahme stellen. Das heißt, dass auch der Liefer- oder Leistungsvertrag noch nicht geschlossen sein darf. Angebote darf man sich aber schon einholen. Die Anträge sind an das Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt zu richten.

Sachsen-Anhalt will mehr selbst verbrauchten Solarstrom

Mit der Speicherförderung will das Sachsen-Anhalt den Eigenverbrauch an Solarstrom im Land erhöhen. Solarenergie hat dort seit Jahren einen Anteil von 14 Prozent an den erneuerbaren Energien und liegt nach Windenergie und Biomasse auf Platz 3. Die in Sachsen-Anhalt installierten Photovoltaik-Anlagen leisten insgesamt 2.503 Megawatt, den größte Teil produziert der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit 366,6 Megawatt.

Energieministerin Claudia Dalbert sagte zum neuen Förderprogramm: „Jeder kann etwas zum Klimaschutz beitragen. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und einem Stromspeicher im Keller kann der klimaneutrale Sonnenstrom direkt im eigenen Haushalt oder für das E-Auto genutzt werden. Das schützt das Klima und den Geldbeutel.“

Quellen / Weiterlesen

Sonnige Zeiten für die Sonnenenergie | Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt fördert Stromspeicher | Solarwatt
Sachsen-Anhalt legt Förderprogramm für Photovoltaik-Speicher auf | pv magazine
Bildquelle: flickrgreenXmoney
Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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