Seit Oktober 2019 gibt es die Speicherförderung in Sachsen-Anhalt, und sie ist ein voller Erfolg. Von den 500.000 Euro, die als Fördermittel zur Verfügung stehen, ist schon fast die Hälfte ausgeschöpft. 123 Anträge gingen ein, wie das Landesverwaltungsamt im Januar meldete.

Sachsen-Anhalt fördert auch Stromspeicher für Mieterstrommodelle

Das Land Sachsen-Anhalt fördert mit dem Programm Stromspeicher für neue Photovoltaikanlagen bis zu einer installierten Leistung von 30 Kilowattpeak (kWp). Antragsberechtigt sind Unternehmen und Privatpersonen sowie Teilnehmer an Mieterstrommodellen. Bei Mieterstrommodellen kann die installierte Leistung 100 kWp betragen.

Mitte Januar waren schon 216.000 Euro bewilligt, sie gingen etwa zur Hälfte an Unternehmen und Privatpersonen. „Noch können Anträge gestellt werden. Allerdings sollte man nicht zu lange damit warten“, sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes Thomas Pleye. Sachsen-Anhalt will die Zahl der Stromspeicher und damit den Eigenverbrauch erhöhen. Gleichzeitig treibt die Regierung auch den Ausbau der Dachphotovoltaik voran. In Sachsen-Anhalt sind aktuell Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 2.503 Megawatt installiert.

Die Förderbedingungen für Solarspeicher in Sachsen-Anhalt

Damit der Stromspeicher bezuschusst wird, muss gleichzeitig eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen bzw. die Leistung einer bestehenden Photovoltaikdachanlage mindestens verdoppelt werden. Allerdings ist nur der Speicher selbst förderfähig, nicht die PV-Anlage. Der Speicher muss zudem eine nutzbare Kapazität von mindestens 2 kWh haben. Es werden bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben als Zuschuss gezahlt, bis 5.000 Euro je Vorhaben. Zusätzlich fördert die Landesregierung auch Ladestationen für Elektroautos. Antragsteller, die gleichzeitig eine Ladestation mit mindestens 3,7 Kilowatt Ladeleistung installieren, erhalten einen Bonus von bis zu 1.000 Euro.

Weiter schreiben die Förderbedingungen vor, dass der Reststrom, der nicht aus der eigenen PV-Anlage kommt, ebenfalls aus erneuerbaren Energien stammen muss. Die Anlage muss durch den Netzbetreiber fernsteuerbar sein, damit dieser die Einspeiseleistung bei Bedarf reduzieren kann. Der Eigenverbrauch an Solarstrom muss außerdem bei mindestens 50 Prozent liegen.

Nicht förderfähig sind dagegen gebrauchte Photovoltaikanlagen bzw. neue Anlagen mit gebrauchten Teilen. Außerdem darf das Förderprojekt bei Antragstellung noch nicht begonnen worden sein, das beinhaltet auch den Vertragsabschluss.

Quellen / Weiterlesen

Sonnige Zeiten für die Sonnenenergie | Sachsen-Anhalt: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Förderung für erneuerbaren Strom und Ladesäulen sind beliebt | Süddeutsche Zeitung
Photovoltaik-Speicherförderung in Sachsen-Anhalt bereits fast zur Hälfte ausgeschöpft | pv magazine
Sachsen-Anhalt: Großes Interesse am Förderprogramm für Solarspeicher | EUWID
Bildquelle: pxhere
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here