Teil der legendären Route 66 wird zur Solarstraße (Video)

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route-66-solarstrasse-solarroadwaysEin Teil der legendären Route 66 wird mit Solarmodulen ausgestattet. Das Start-Up Solar Roadways aus Idaho und die Verkehrsbehörde des Bundesstaates Missouri haben eine entsprechende Zusammenarbeit angekündigt. Die Solarzellen werden dabei direkt auf der Straße verlegt und mit Sicherheitsglas geschützt. Sie wurden so entwickelt, dass sie dem Straßenverkehr standhalten. Doch die Module können mehr als nur Strom erzeugen.

Weniger Glätte im Winter und LED-Straßenmarkierungen

Die Solarmodule von Solar Roadways können mit LED-Leuchten ausgestattet werden, die Straßenmarkierungen ersetzen. Im Winter verhindern sie dank spezieller Heizelemente Glätte durch Eis und Schnee. Außerdem können Straßenschäden schneller behoben werden, da die Beläge modular aufgebaut sind und daher einfach ausgetauscht werden können. Asphaltschäden zu reparieren ist deutlich aufwendiger, langwieriger und damit teurer. Die Module werden auch mit Mikroprozessoren ausgestattet, wodurch sie miteinander und mit den darüber rollenden Fahrzeugen kommunizieren können.

Elektrofahrzeuge können während der Fahrt geladen werden

Das Projekt soll im Rahmen der Initiative “Road to Tomorrow” bis zum Jahresende umgesetzt werden. Wie lang der entsprechende Streckenabschnitt sein wird, ist noch nicht klar. Der Leiter der Initiative Tom Blair hofft, dass sich dank des erzeugten Solarstroms Straßen in Zukunft selbst finanzieren. Auf für Besitzer von Elektroautos ist ein solcher Ansatz sehr interessant. Auf der Website von Solar Roadways heißt es: „Unser Ziel ist die Modernisierung der Infrastruktur mit modularen, smarten Elementen und die gleichzeitige Erzeugung von grüner Energie für Bürger und Unternehmen. Wir werden Elektroautos mit sauberem Sonnenstrom versorgen können, zunächst auf unseren Solarparkplätzen und dann, wenn ausreichend Highway-Infrastruktur vorhanden ist, während der Fahrt.“

Finanzierung der Solarstraße scheint gesichert

Zur Finanzierung des Projektes setzen die Projektpartner nun auf Crowdfunding. Bereits 2009 hatte das Team von Solar Roadways einen Zuschuss von 100.000 US-Dollar von der Federal Highway Administration erhalten, einer Unterabteilung der US-Verkehrsbehörde. Damit konnte ein Prototyp teilweise finanziert werden. Die US-Verkehrsbehörde selbst gewährte dem Start-Up weitere 750.000 Dollar an Forschungsgeldern, und eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo brachte über 2 Millionen an zusätzlichem Kapital.

Nachfolgendes Video gibt einen ersten Eindruck über Solar Roadways:

Kritiker bemängeln Kosten und Anfälligkeit der Module

Ein ähnliches Projekt läuft derzeit in Frankreich. Hier will die französische Regierung zusammen mit dem Unternehmen Colas in nächsten Jahren bis zu 1.000 Kilometer Solarstraße bauen. Es gibt neben Lob jedoch auch viel Kritik an derartigen Projekten. Gegnern zufolge könnten Solarmodule weitaus kostengünstiger installiert werden, zum Beispiel auf ungenutzten Gebäudedächern. Zudem sind die Module witterungsanfällig, vor allem im Winter könnte sich Eis in den Zwischenräumen bilden und die Module beschädigen. Auch Abnutzung kann ihre Funktion beeinträchtigen.

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Quellen / Weiterlesen:
SolarRoadways
Solar Roadways | Indiegogo
A Highway That Will Produce Power Instead of Roadkill | Entrepreneur
Solar Roadways Coming To Route 66 In Missouri | CleanTechnica
Bildquelle: SolarRoadways

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2 KOMMENTARE

  1. Noch hört es sich wie die ferne Zukunft an – es bleibt abzuwarten, in was für einem Zeitraum es umgesetzt werden kann!

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