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Elektroautos werden sich nur durchsetzen, wenn sie so alltagstauglich wie Verbrenner sind – so viel ist klar. Die entscheidende Voraussetzung dafür ist ein gut ausgebautes Netz von Ladestationen – auch klar. Doch genau hier liegt das Problem. Wie eine neue Studie zeigt, werden Betreiber noch sehr lange kein Geld mit Ladestationen verdienen können. Deshalb haben sie keinen Anreiz, in diesen Markt einzusteigen.

Elektroautos setzen sich zu langsam durch

Die Studie stammt vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). Gerade 5.000 öffentliche Ladestationen gibt es deutschlandweit, heißt es darin. Tankstellen gibt es dreimal so viele, und das schrecke viele potentielle Käufer von Elektroautos ab. Momentan sind in Deutschland 68.000 E-Autos zugelassen, weitere 58.400 Hybridfahrzeuge kommen hinzu. Damit der Straßenverkehr aber deutlich weniger CO2 verursacht, wie es die Bundesregierung anstrebt, muss sich ihre Zahl schnell deutlich erhöhen. Das Angebot ist da – alle großen Hersteller bieten mittlerweile elektrische Modelle mit passablen Reichweiten an oder haben neue Modelle angekündigt.

Bestehende Ladesäulen werden zu wenig genutzt

Doch die Stromer werden nur gekauft, wenn man sie auch problemlos flächendeckend laden kann. Dieses Henne-Ei-Problem ist schon lange bekannt – keiner wird in Ladestationen investieren, solange diese nicht intensiv genutzt und damit refinanziert werden. In deutschen Großstädten kommen momentan aber nur wenige Elektrofahrzeuge auf eine öffentliche Ladesäule. In Hamburg sind es 2,25, in Dortmund 2, in Berlin 3,2 Stück, wie das IW ermittelt hat. Fahrer von Elektroautos dürfte es freuen, wenn sie die vorhandenen Ladesäulen für sich allein haben. Doch genau deshalb will eben keiner umfangreich in dieses Geschäft investieren.

Staatliche Förderung reicht derzeit nicht aus

Und daran wird auch der langsam steigende Absatz von Elektroautos erstmal nichts ändern, heißt es in der Studie. Das Geschäft mit den Stromtankstellen werde für die Betreiber über viele Jahre nicht rentabel sein. Zwar fördere der Staat schon heute den Aufbau öffentlich zugänglicher Ladesäulen mit bis zu 60 Prozent der Investitionskosten, schreiben die Autoren. Doch es sei heute praktisch nicht möglich, diese Kosten durch den Verkauf von Strom zu decken. Das heißt: Wenn Betreiber keine zusätzlichen Dienstleistungen anbieten, müssten sie hohe Zuschläge auf den Strompreis erheben, um ihre Ausgaben zu refinanzieren.

Benzin könnte billiger werden als Strom

Das würde bedeuten, dass Garagenbesitzer mit Elektroauto zuhause zum normalen Strompreis laden können. Wer ein Elektroauto kauft und in einer Mietwohnung lebt, ist dagegen ausschließlich auf öffentliche Ladepunkte angewiesen und müsste mehr für seinen Strom zahlen. Außerdem ist einer der Vorteile von Elektroautos eben, dass sie im Betrieb weniger kosten als herkömmliche Fahrzeuge. Dieser Vorteil wäre dann vermutlich ebenso dahin – es könnte so weit kommen, dass Benzin oder Diesel günstiger sind als öffentlicher Ladestrom.

Appell an die Politik

Das IW sieht die Politik in der Pflicht: Die Autoren der Studie empfehlen eine höhere staatliche Förderung der Infrastruktur. Wenn die Bundesregierung die Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von PKW ständig verschärfe und den Wechsel zum E-Auto wolle, dann müsse sie sich auch am Aufbau von Ladepunkten beteiligen. „Man kann von Unternehmen nicht erwarten, dass sie in Bereichen wie Stromtankstellen aktiv werden, mit denen sich über Jahre kein Geld verdienen lässt“, sagte Thomas Puls, Energie- und Infrastrukturexperte beim IW sowie Verfasser der Studie, gegenüber der WELT. Das IW bringt auch eine mögliche Finanzierung über Netzentgelte ins Spiel. Als erstes müsse sich aber die Erkenntnis durchsetzen, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur die wohl wichtigste Stellschraube für den Markterfolg von Elektroautos sei. Die Bundesregierung solle daher deutlich mehr Energie auf dieses Thema richten, lautet das Fazit.

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Quellen / Weiterlesen:
Ein Henne-Ei-Problem | Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Ladenetz durch Stromverkauf nicht finanzierbar | energate messenger
Es gibt einen absurden Grund, warum sich E-Autos in Deutschland nicht durchsetzen | Business Insider
Die Ladesäule ist das perfekte Alibi für alle E-Auto-Muffel | Welt
Bildquelle: Pixabay

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

26 KOMMENTARE

  1. Blähblähbläh. Da kann ich nur wiederholen:

    Können wir also – hochoffiziell von Hentinger verifiziert – festhalten:

    – 4 Cent pro kWh bei Diesel
    – 7 Cent pro kWh bei Super

    Da die 16 Cent pro kWh bei Strom undiskutierbar sind, kommt raus:

    – Super zahlt nur die HÄLFTE der Abgaben wie Strom
    – Diesel zahlt nur ein VIERTEL der Abgaben wie Strom

    Danke, dass Du das so prima ausgerechnet hast.

    Willst Du auch noch die Verhältnisse für das CO2 wissen? Ausrechnen kannst Du das ja wohl nicht, zu hohe Mathematik für Klimatrolle…

    Ach je, das würde ja noch viel peinlicher werden für einen aufgeplusterten Klimatroll ohne geistigen Hintergrund…

  2. Schon wieder lügt unser bösartiger Klimatroll nachweislich.

    Dass Du das mit dem europäischen Stromhandel nicht kapierst, war ja schon länger klar.

  3. Ist schon gut, Alex1. Wir wussten schon aus früheren Beiträgen von Ihnen, dass Sie mit Mathematik nichts am Hut haben. Das müssen Sie nicht immer wieder unter Beweis stellen.

    Dass ausgerechnet Sie die horrenten Kosten für die Erneuerbaren Energien leugnen wollen, ist natürlich verständlich – macht Ihre verlogene Position aber auch nicht besser. Aber auch das wussten wir ja schon lange.

  4. Ihr „echter“ Ökostrom kommt nachweislich aus ALTEN skandinavischen Kraftwerken – bzw. er käme von diesen, wenn er denn überhaupt bis nach Deutschland, geschweige denn bis zu Ihrer Steckdose, käme.

  5. Dank des bösartigen Klimatrolls Hentinger wissen wir jetzt ja, dass

    – Auf Super nur die Hälfte der Abgaben pro kWh wie auf Strom lasten,
    – Auf Diesel nur ein Viertel der Abgaben pro kWh wie auf Strom lasten.

    Danke nochmal dafür!

  6. Schon wieder völlig gelogen, bösartiger Klimatroll.

    Du lügst hier immer mehr nur noch rum, beleidigst, verleumdest und unterstellst.

    Du bist ja sogar zu doof, zu kapieren, dass ich echten Ökostrom aus NEUEN regenerativen Kraftwerken beziehe.

    HÖR ENDLICH MIT DEINEN VERDAMMTEN VERLEUMDUNGEN UND BELEIDIGUNGEN AUF, SONST WIRST DU GEMELDET!

  7. Ich kann mich da nur nochmal wiederholen:

    „Hier ist es zu lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#H%C3%B6he_des_Strompreises_f%C3%BCr_private_Haushalte
    55 %, also etwa 15 oder 16 Ct pro kWh.
    Sprit: „Gesamt staatlicher Anteil an den Kraftstoffkosten
    Von 1,55 Euro für Benzin gehen rund 90,7 Cent an den Staat.
    Von 1,36 Euro für Diesel gehen rund 69,36 Cent an den Staat.“
    Quelle: https://www.avd.de/kraftstoff/staatlicher-anteil-an-den-krafstoffkosten/

    Geteilt durch ca. 8,5/9,9 kWh/Liter kommt cum grano salis die Hälfte raus.“

    Der Brüller von Dir: Du nimmst den Brennwert! Herrlich! Dann wird es ja noch peinlicher für den Dinosaft!

    Können wir also – hochoffiziell von Hentinger verifiziert – festhalten:

    – 4 Cent pro kWh bei Diesel
    – 7 Cent pro kWh bei Super

    Da die 16 Cent pro kWh bei Strom undiskutierbar sind, kommt raus:

    – Super zahlt nur die HÄLFTE der Abgaben wie Strom
    – Diesel zahlt nur ein VIERTEL der Abgaben wie Strom

    Danke, Hentinger, für diese Ergebnisse! Die werde ich mir einrahmen und Dir bei jeder sich bietenden Gelegenheit (Du gibst mir ja jede Menge) vor die Nase halten. Danke!

    Es war mir ein Fest 😀

  8. Na, alter bösartiger Klimatroll, Verstehendes Lesen ist ja nicht so Deins.

    Zu Deiner Bildung (auch wenn Du das ganz schnell wieder vergisst): Im Winter braucht ein eAuto ca. 30 % mehr Strom, wenn der Akku kalt ist.

    Außerdem sag mir mal, mit welchem Auto der besagte Forist gefahren ist.

    Hätte mich ja auch gewundert, wenn Du einmal was verstanden hättest.

  9. Ich hab grad zufällig in einem Forum eine Beschreibung gefunden, in der ein Zoe-Fahrer beschreibt, wie er auf 12,9 kWh pro 100 km kommt – also nach Alex1-Rundung vermutlich 11 kWh pro 100 km:

    „Ich habe meistens Langstrecken, das hilft, weil der Akku dann länger auf Betriebstemperatur ist.
    Ich beschleunige möglichst mit max. 10 kW, wenn niemand folgt, sonst 20 kW.
    Tempo auf Landstraßen 70, wenn niemand folgt, sonst 80.
    Auf BAB meist hinter dem langsamsten Lkw (außer bei größeren Steigungen)
    Reifen 15″ im Winter und 3 Bar.
    Möglichst segeln (also N), wenn es leicht bergab geht.
    Ausrollen in N vor Ortschaften, Ampeln etc.
    Im Notfall halt rekuperieren, aber dann auch mit möglichst konstanter Leistung, d.h. weniger Bremsdruck am Anfang, am Ende mehr (vor Allem im Winter, wenn die max. Reku-Leistung ziemlich begrenzt ist).
    Und natürlich ziehe ich mich warm an, vor Allem, wenn die RW knapp zu werden droht. Vorheizen hilft natürlich auch…
    Aber das Fahrlicht hab ich immer an, auch wenn das einige Meter RW bringen sollte… Hinten hat die Zoe ja kein Tagfahrlicht (ist wohl auch nicht vorgeschrieben, wie jemand hier schrub), und die Automatik schaltet das Fahrlicht recht spät ein
    Alles natürlich mit Blick auf die Verkehrssicherheit…
    So hab ich diesen Winter bisher mit 12,9 kWh/100 km überstanden “

    Diese Beschreibung sollte jeder Elektroautohändler als Flyer an seine potentiellen Kunden verteilen…

  10. Von mir aus – dann also die ganze Rechnung nochmal mit Energiemenge:

    Brennwert von Diesel: 54,4 MJ/kg
    Dichte: 0,83 kg/l
    Also: 54,4 MJ/j : 3,6 MJ/kWh : 0,83 kg/l = 18,2 kWh/l

    Abgaben pro Liter Diesel (siehe Diskussionsverlauf): 68,42 Cent

    Abgaben pro kWh: 68,42 Cent/l : 18,2 kWh/l = 3,76 Cent/kWh

    Brennwert von Benzin: 46,7 MJ/kg
    Dichte: 0,75 kg/l
    Also: 46,7 MJ/kg : 3,6 MJ/kWh : 0,75 kg/l = 17,3 kWh/l

    Abgaben pro Liter Benzin: 88,54 Cent

    Abgaben pro kWh: 88,54 Cent/l : 17,3 kWh/l = 5,12 Cent/kWh

    Abgaben pro kWh Strom: 6,71 Cent

    Nein, ich sehe auch diesmal nicht, wie Sie auf Ihre „doppelt so viele Abgaben“ für den Fahrstrom kommen.

    Aber wie sieht die Rechnung eigentlich aus, wenn wir auch beim Strom den Wirkungsgrad mit berücksichtigen? Von mir können wir auch „echten Ökostrom“ annehmen und berücksichtigen da den Wirkungsgrad der Biogasanlagen, Windräder, Solaranlagen und Wasserkraftwerke. Aber lassen Sie mich raten: Das wäre natürlich nicht zulässig.

  11. Wie stellt Ihr Lieferant denn sicher, dass Ihr sogenannter Ökostrom aus Skandinavien in Ihre Steckdose fließt?

    Und welchen Strom verwenden die Skandinavier stattdessen, um trotz dem an Sie verkaufen Strom auch den Strombedarf im Land decken zu können?

    Letzteres muss man nicht raten, sondern kann man für Norwegen nachlesen:
    https://www.nve.no/energy-market-and-regulation/retail-market/electricity-disclosure-2015/

    Der Ökostromanteil im eigenen Land sinkt durch Schmarotzer wie unseren Alex1 von satten 98 % auf popelige 15 %. Und all das nur, damit unser Alex1 in den Elektroautoforen damit angeben kann, wie CO2-neutral er angeblich mit dem deutschen Kohle- und Gasstrom durch die Gegend fährt.

  12. Och wie süß. Jetzt werden also die horrenten Erzeugungs- und Verteilungskosten der Zufallsstromerzeuger mal einfach als staatliche Abgaben deklariert.

    Vor einigen Jahren, als das EEG eingeführt wurde und die EU das nicht lustig fand, hat man noch argumentiert, dass das ja gar keine Steuer sei – und somit erlaubt wäre.

    Und unsere Alex1, der keine Gelegenheit auslässt, hier rumzutönen, wie spottbillig doch der Strom von den Zufallsstromerzeugern hergestellt wird und dass er sowieso keine Kosten und Mühen scheut, wenn es darum geht, die Welt ein klein wenig besser zu machen, heult Literweise Krokodilstränen, weil sein Elektroauto irgendwie nicht billig genug sein will.

  13. Natürlich geht es um die Abgaben auf die Energiemenge, um was denn sonst?

    – Der Preis ist bekanntlich willkürlich, abhängig von den Launen einiger Despoten,
    – Der Verbrauch ist bekanntlich abhängig von der Technologie und dem Fahrverhalten:
    o Die veraltete Verbrennertechnologie verschleudert bekanntlich 80% der Energie,
    o eMotoren und Akkus haben bekanntlich über 90 % Zykluswirkungsgrad,
    o Die Fahrweise bringt locker 30 % Mehr- oder Minderverbrauch.

    Ich z.B. fahre mit um die 11 kWh/100 km, Andere mit dem selben Auto um 20 kWh/100 km. Neuere eAutos sind auch meistens noch effizienter (cW-Wert, Reifen).

  14. Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast, gelle, Hentinger? Hier steht die Wahrheit:

    – Ca. 16 Cent pro kWh Abgaben auf Strom,
    – Ca. 8 Cent pro kWh Abgaben auf Sprit.

    Was können die eAutos denn dafür, dass Verpester einen so jämmerlich schlechten Wirkungsgrad haben?

    Du argumentierst ja mit dem Versagen der Motorenbauer, mehr als 20% Wirkungsgrad im Realbetrieb zu erreichen und nimmst dieses Versagen als Entschuldigung für Deine abstrusen Rechnungen.

  15. Wie jeder problemlos nachlesen kann, haben Sie nichts von kWh oder CO2 geschrieben, sondern behauptet:

    „Solange auf Fahrstrom noch doppelt so viele Abgaben liegen wie auf Sprit, wird sich das Problem kaum lösen.“

    Aber von mir aus können wir das Spielchen gerne weiter spielen:

    Ein Elektroauto braucht im Schnitt 16,5 kWh pro 100 km.
    Den Durchschnittswert habe ich aus den am Ende dieses Artikels aufgelisteten 10 Fahrzeuge ermittelt:
    http://zoepionierin.de/was-taugen-verbrauchsangaben-beim-elektroauto/

    Ein Benziner braucht angeblich im Schnitt 8 Liter, ein Diesel im Schnitt 7 Liter auf 100 km.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/484054/umfrage/durchschnittsverbrauch-pkw-in-privaten-haushalten-in-deutschland/

    Die Eneregiesteuer beträgt bei Diesel 47,04 Cent/Liter, dazu kommen noch ca. 21,38 Cent Umsatzsteuer (bei einem Preis von 1,339 Euro pro Liter), also pro Liter: 68,42 Cent.

    Im Durchschnitt bezahlt ein Dieselfahrer pro 100 km also 7 Liter × 68,42 Cent/Liter = 478,94 Cent.

    Die Energiesteuer auf Benzin beträgt 64,45 Cent/Liter, bei einem Preis von 1,509 Euro pro Liter kommen nochmal 24,09 Cent Umsatzsteuer dazu. Macht zusammen also 88,54 Cent pro Liter.

    Im Durchschnitt bezahlt ein Benzinfahrer pro 100 km also 8 Liter × 88,54 Cent/Liter = 708,32 Cent.

    Die Stromsteuer beträgt 2,05 Cent/kWh. Dazu kommen bei einem Strompreis von 29,16 Cent/kWh nochmal 4,66 Cent Umsatzsteuer. Zusammen sind das 6,71 Cent pro kWh.

    Im Durchschnitt bezahlt ein Stromfahrer pro 100 km also 16,5 kWh × 6,71 Cent/kWh = 110,72 Cent.

    Und nun erklären Sie uns doch bitte, warum Ihrer Meinung nach die Abgabe von 110,72 Cent auf 100 km doppelt so hoch ist, wie die Abgabe von 478,94 Cent bzw. 709,32 Cent auf 100 km.

    Umgekehrt wird allerdings doch noch ein Schuh draus: Stellen Sie sich doch mal vor, wie günstig die Elektromobilität sein wird, wenn die Bundesregierung die aktuellen Steuereinnahmen auf die zukünftige Marktanteile umschichtet.

    Achja: Die von Ihnen genannte Idee mit der CO2-Steuer für alle, die ja aktuell bereits vom Bundesumweltamt auch mittels des „CO2-Rechners“ aktiv vorbereitet wird, könnte gerade für die Elektroautoliebhaber sehr schnell nach hinten los gehen, weil auch die dann endlich beigebracht bekommen, wie wenig Unterschied der Umstieg vom Verbrenner auf Elektroauto beim eigenen Gesamtausstoß ausmacht… Einfach mal selbst testen:
    http://www.uba.co2-rechner.de/

    Richtig blöd wird das Ganze natürlich, wenn wir das alles tatsächlich durchziehen sollten, und die knapp 1/3 der Klimawissenschaftler, die heute der Meinung sind, dass der Mensch irgend etwas mit den Klimaveränderungen zu tun haben müsse, eingestehen, dass sie sich lediglich geirrt haben…

  16. Hier ist es zu lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#H%C3%B6he_des_Strompreises_f%C3%BCr_private_Haushalte
    55 %, also etwa 15 oder 16 Ct pro kWh.
    Sprit: „Gesamt staatlicher Anteil an den Kraftstoffkosten
    Von 1,55 Euro für Benzin gehen rund 90,7 Cent an den Staat.
    Von 1,36 Euro für Diesel gehen rund 69,36 Cent an den Staat.“
    Quelle: https://www.avd.de/kraftstoff/staatlicher-anteil-an-den-krafstoffkosten/

    Geteilt durch ca. 8,5/9,9 kWh/Liter kommt cum grano salis die Hälfte raus.

    Gefunden nach weniger als 5 Minuten Suche 😀

  17. Hallo Alex1
    Ich fand die Argumentation von Hentinger recht überzeugend. Wie sehen denn die konkreten Zahlen aus, wenn das nicht in % sondern in kWh oder in kg CO2 gerechnet wird?
    Viele Grüße

    Stephan Hiller (Energyload)

  18. Oh je, schon wieder eine große Blamage beim Verstehenden Lesen.

    Wer hatte denn von % gesprochen? Es geht doch um die Abgaben pro kWh. Aber das wirst Du wieder nicht verstehen.

    Noch peinlicher wird es, wenn man pro kg CO2 rechnet. Aber auch das wirst Du erst recht nicht kapieren.

    Du kapierst ja nicht einmal die Grundlagen Arrhenius´ der Gasstrahlung.

    Setzen. Sechs. Schon wieder.

  19. Tja Alex1, wie immer bei Ihren Beiträgen ist es Möglichkeit 4: Sie erzählen kompletten Blödsinn und wenn man darauf Hinweist, dass Ihre Aussagen rein gar nichts mit der Realität zu tun haben, dann werden Sie ausfällig. Wobei – ausfällig werden Sie inzwischen ja in jeder Ihrer Wortmeldungen, ein Indiz für weitere Exacerbation.

    Dabei finden sich selbst bei Ihrem Wikipedia alle wichtigen Informationen, um festzustellen, dass Sie wie üblich Märchen erzählen.

    Von mir aus können wir aber auch mal alle Abgaben gemeinsam betrachten und nicht nur die Energiesteuer. Diesmal extra für Sie sogar feinsäuberlich aufgeschlüsselt:

    Strom:
    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Strompreis-zusammensetzung_2017.jpg

    Erzeugungs- und Vertriebskosten:
    Stromerzeugung, Vertrieb: 19,3 %
    EEG-Umlage: 23,6 %
    Sonstige Umlagen: 2,8 %
    Konzessionsabgabe: 5,7 %
    Netzentgelte, Messung, Abrechnung: 25,6 %
    Zusammen: 77 %

    Abgaben:
    Stromsteuer: 7 %
    Umsatzsteuer: 16 %
    Zusammen: 23 %

    Bei der Zusammensetzung von Benzin- und Dieselpreis befindet sich Ihr Wikipedia leider noch auf dem Stand von 2012:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dieselkraftstoff#Steuern_und_Abgaben_in_Deutschland

    Deshalb habe ich stattdessen aktuellere Quellen gewählt:

    Benzin:
    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Bilderstrecken/Infografiken/Infografiken-Steuern-Allgemein

    Erzeugungs- und Vertriebskosten: 37 %

    Abgaben:
    Energiesteuer: 47,1 %
    Umsatzsteuer: 15,9 %
    Zusammen: 63 %

    Diesel:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/803/umfrage/zusammensetzung—verbraucherpreis-fuer-diesel/

    Erzeugungs- und Vertriebskosten: 36,49 % + 11,24 % = 47,55 %

    Abgaben:
    Energiesteuer: 36,49 %
    Umsatzsteuer: 15,96 %
    Zusammen: 52,45 %

    Also selbst unter diesen Bedingungen gilt:

    Abgaben auf Strom: 23 %
    Abgaben auf Benzin: 63 %
    Abgaben auf Diesel: 52 %

    Und trotz dieser Zahlen behaupten Sie rotzfrech, dass die Abgaben auf Strom doppelt so hoch sind, wie auf Benzin oder Diesel. Aber sowas passiert halt, wenn man Prozentrechnung nur vom Hörensagen kennt…

  20. Und wieder glänzt unser bösartiger Klimatroll durch Versagen beim verstehenden Lesen.

    Ich sprach von Abgaben, Du verengst das auf Steuern. KANNST DU WIRKLICH NICHT LESEN?
    ODER BIST DU SOGAR DAZU ZU DÄMLICH?
    ODER LÜGST DU MAL WIEDER BEWUSST?

    Keine der 3 Möglichkeiten würden mich wirklich überraschen.

  21. Soso Alex1, und nun erklären Sie uns noch, wer die 9 Milliarden Subventionen für den Diesel bezahlt.

    Aktuell beträgt die Energiesteuer auf Benzin ca. 45 % und auf Diesel ca. 35 % des Gesamtpreises, während die Stromsteuer gerade einmal ca. 7 % vom Gesamtpreis ausmacht. Unser Mathegenie Alex1 berechnet daraus, dass auf Fahrstrom doppelt so viele Abgaben liegen wie auf Sprit. Bemerkenswert.

    Oder beschwert er sich womöglich indirekt, dass auch der GröAnEw – also Größte Anhänger der Energiewende – die Kosten der Energiewende mitfinanzieren soll? Kann aber nicht sein, denn die sind ja seiner Überzeugung nach so gering, dass sie gar nicht der Rede wert sind.

    Vielleicht hätte er halt doch in eine PV-Anlage investieren sollen, um sein Auto über Nacht mit kostenlosen Strom danken zu können, statt diesen teuer aus Skandinavien beziehen zu müssen…

  22. Solange auf Fahrstrom noch doppelt so viele Abgaben liegen wie auf Sprit, wird sich das Problem kaum lösen.

    Und vor allem, dass wir allein für den Dieselsprit 9 Milliarden Subventionen jährlich bezahlen. Und das 3 Jahre, nachdem die Dieselsauerei offiziell wurde.

    Abgesehen davon ist für 95 % der Fälle die Infrastruktur überhaupt kein Problem, da selbst die Notladekabel mit 2 kW reichen, um die täglichen Fahrleistungen zu ermöglichen. Steckdosen gibt es ja schließlich überall, und Straßenlaternen sind billig nachrüstbar.

    „Problematisch“, also teuer, werden die „richtigen“ Schnelllader. Das wird richtig teuer. Autobahntankstellen waren ja auch schon immer etwas preisbewusster…

  23. Ich kann aus dem Bericht das Problem nicht nachvollziehen, vor allem fehlt eine Angabe, welche Auslastung (z.B. Fahrzeugladungen/Tag) für einen profitablen Betrieb notwendig wären.
    Ich habe deshalb mal ein wenig mit den Zahlen gespielt., Also erst mal gibt es nach Auskunft von statista (de.statista.com) im dritten Quartal 2018 in Deutschland bereits mehr als 10.000 Ladestationen (nicht 5.000). Statistitisch kommen also ca 10 Fahrzeuge (E-Fahrzeuge und Plug-In Hybrid) auf jede öffentliche Ladestation. Maximal würde jedes Fahrzeug jeden Tag einmal für 1 – 2 Stunden „volltanken“. Dann wäre die Auslastung grenzwertig voll. Offensichtlich scheinben einige dann doch lieber an nicht öffentlichen Stationen also entweder in der Nähe der eigenen Wohnung oder z.B. beim Arbeitgeber zu tanken. Darum gibt es derzeit keinen „Stau“ an den Zapfstellen. Wenn nun mehr E-Fahrzeuge zugelassen werden, wird sich die Auslastung und damit die Provfitabilät erhöhen. Es werden weitere Ladepunkte geöffnet, vor allem dort, wo es zu Wartezeiten kommt. Wo ist also das Problem?

  24. für E Autofahrer mit eigenem Haus oder Garagenplatz wird es kein Problem sein über Nacht etc. zu laden.
    Der Blödsinn ist z.B. das Wohnungseigentumsgesetz in dem Einzelne jede „sinnvolle Neuerung für die Zukunft“ blockieren können.
    Sowie die Stromkonzerne die es verhindern das Wohnungseigentümer Gemeinschaften auf dem Dach nachträglich Photovoltaik Anlagen für die Gemeinschaft errichten.
    Ich fahre seit 2 Jahren einen Tesla S 70D und haben noch nie zu hause geladen. Für die wöchendliche Fahrstrecke etc. sowie Aufladen für Reichweite von 50km/h dh. in 3 std Sport 150km reicht kostenlose Ladestation im Einkaufcenter . Es gibt dort mehrere E Autos/ Hybrid die dort ihren Wochenbedarf kostenlos laden Parkgebühr 2,50€/tag . Den 12km entfernten Tesla Supercharger habe ich schon lange nicht mehr genutzt. Ferner gibt es noch 4 Ladesäulen für KostenlosesLaden bei IKEA in Schöneberg .
    In Städten wie Berlin haben viele Arbeitnehmer Dauerparkplätze in Parkhäusern auch dort gibt es schon viele Ladesäulen. Die laden mit max 22kw es gibt aber keine E-Autohersteller die ihr Auto mit 22kw Laden können.
    Ein deutscher Schwachsinn der sich seit Einführung von Videokassetten Handy etc. wiederholt.

  25. Na klar doch – die Lösung der Probleme der Planwirtschaft ist noch mehr Planwirtschaft. Die Geschichte lehrt ja, dass das bisher immer sehr gut funktioniert hat…

    So lange Kommunen und Lebensmitteldiscounter die Ladesäulen quersubventionieren um sich ein pseudogrünes Image zu kaufen und damit den langsam wachsenden Markt der Ladestation-Anbieter bereits ruinieren, bevor er sich überhaupt entwickeln kann, helfen auch neue Subventionen nicht – denn die stecken diese Anbieter, die an einer sinnvollen Entwicklung der Ladeinfrastruktur gar kein Interesse haben, natürlich auch ein, ohne dass sich daraus irgend ein positiver Effekt ergeben würde.

    Richtig spaßig wird die Sache aber sowieso erst dann, wenn der Staat spürbare Einbußen bei der Energiesteuer hat und deshalb auch eine Energiesteuer auf „Fahrstrom“ erhebt (den Namen der Steuer hat man vorsorglich ja bereits angepasst.

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