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Audi testet ein neues Geschäftsmodell mit mobilen Ladestationen. Die Idee ist, Ladesäulen an Orte zu liefern, an denen es keine festen oder zu wenige Lademöglichkeiten gibt. Denkbar sind große Veranstaltungen, Einkaufszentren, Wohnanlagen oder Hotels. Die Idee könnte helfen, Autokäufern die Reichweitenangst zu nehmen.

Erste Tests der Audi-Ladesäule beim TSG 1899 Hoffenheim

Audi hat die mobile Ladesäule „ParkE“ in der Audi Denkwerkstatt in Berlin entwickelt. Der Autobauer testet sie bereits an verschiedenen Standorten, unter anderem am Stadion des TSG 1899 Hoffenheim und in einem Einkaufszentrum. Dort bietet Audi einen Rundum-Service an, den Elektroauto-Besitzer für ihr Fahrzeug buchen können. Nach dem Fußballspiel oder Einkauf können sie mit geladener Batterie weiterfahren. Die Audi-Ladesäulen sind mit einem 23,85 kWh-Akku ausgestattet und haben eine DC-Ladeleistung von 25 kW.

Für Audi ist die mobile Ladestation ein mögliches neues Geschäftsfeld. „Wir sehen viele potenzielle Anwendungsfelder, um mit dem Service neue Einnahmequellen zu generieren“, sagte Projektleiter René Valnion. Wenn die Möglichkeiten mit Kunden aus unterschiedlichen Branchen erfolgreich erprobt wurden, will Audi ein genaues Serviceprogramm entwickeln. Die ersten Rückmeldungen sind Audi zufolge positiv. „Uns ist mit den aktuellen Testläufen wichtig, nah am Kunden zu sein, direktes und authentisches Feedback zu bekommen und dadurch unseren Service schnell verbessern zu können“, sagte Valnion.

Das Ende der Reichweitenangst?

Das Konzept könnte helfen, potenziellen Käufern von Elektroautos endlich die Reichweitenangst zu nehmen. Die Befürchtung, es nicht rechtzeitig an eine Ladesäule zu schaffen, ist Untersuchungen zufolge immer noch eines der größten Kaufhindernisse bei Elektroautos. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen aber auch, dass dieses Problem rein psychologisch bedingt ist, weil im Alltag meist nur kurze Strecken mit dem Auto zurückgelegt werden. Dennoch betonen Experten, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur entscheidend ist, um die Reichweitenangst aus den Köpfen der Verbraucher zu bekommen.

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Quellen / Weiterlesen

Neckarsulmer Audi-Logistiker testen Geschäftsmodell für mobile Ladesäule | Audi AG
Audi testet neue Geschäftsidee mit mobilen Ladegeräten | EFahrer.com
Audi testet Geschäftsmodell für mobile Elektroauto-Ladesäule | ecomento.de
Ladesäule als Geschäftsmodell | Auto Presse
Bildquelle: © Audi AG

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

5 KOMMENTARE

  1. Aud will halt auch mal was reißen, nachdem seine „Tesla-Fighter“ sämtlich mit Pauken und Trompeten untergegangen waren 😆

  2. Das ist wieder mal nur so eine Marketingfloskel. Bei Tesla gibt es die sog. Destinationcharger (Hotel etc.) schon seit Jahren. Prima Sache. Da sollte Audi nicht so tun, als wenn sie das „Rad neu erfunden würden“.

  3. Wenn die das kostenfrei anbieten würden, wäre das was. Bei Ikea kriegt man praktisch die selbe Leistung kostenfrei.

    Wenn sie wirklich was wuppen wollten, wären 100 kWh eine Hausnummer.

  4. „Nach dem Fußballspiel oder Einkauf können sie mit geladener Batterie weiterfahren. Die Audi-Ladesäulen sind mit einem 23,85 kWh-Akku ausgestattet“

    Und das passende Auto dazu soll der Audi e-tron sein? …der eine 95 kWh große Batterie an Board braucht, weil er ein enorm ineffizientes Auto ist (und daher trotzdem nur 400km weit kommt). Passt irgendwie nicht zusammen. Vielleicht sollte Audi lieber ein paar e-trons stationär hinstellen und diese als „Ladestation“ umfunktionieren, damit sparsamere e-Autos oder Roller/Fahrräder/Scooter sich hier Strom ziehen können. Wäre deutlich alltagstauglicher 😛

  5. „Die Audi-Ladesäulen sind mit einem 23,85 kWh-Akku ausgestattet und haben eine DC-Ladeleistung von 25 kW.“
    Und was geschieht, wenn das Ding nach nicht mal einer Stunde leergesaugt ist? Springt dann der Diesel-Generator an?

    „Gleichzeitig zeigen Untersuchungen aber auch, dass dieses Problem rein psychologisch bedingt ist, weil im Alltag meist nur kurze Strecken mit dem Auto zurückgelegt werden.“
    Das erinnert mich an den Witz mit dem Statistiker, der in einem durchschnittlich nur 20 cm tiefen See ertrunken ist…

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