Der Umstieg auf ein Elektroauto ist teuer – zum höheren Kaufpreis kommen noch die Kosten für die Ladestation hinzu. Das kann ganz schön ins Geld gehen. Doch es gibt Fördermöglichkeiten, mit denen sich jede Menge Geld sparen lässt.

Noch bis zum 30. Juni die staatliche Kaufprämie nutzen!

Wer jetzt auf saubere Mobilität umsteigen will, sollte schnell sein: Denn noch bis zum 30. Juni läuft die staatliche Kaufprämie für Elektroautos. Das heißt: Beim Neukauf eines reinen Elektroautos kann sich jeder einen Rabatt von 4.000 Euro sichern. Bei Plug-in-Hybriden sind es 3.000 Euro. Voraussetzung ist, dass das Wunschmodell auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle steht. Voraussetzung dafür ist, dass der Listenpreis nicht über 60.000 Euro liegt. Die Prämie gibt es auch dann, wenn das Auto finanziert oder geleast wird.

Förderprogramme der Länder und Kommunen für Ladeinfrastruktur

Als nächstes ist die Ladestation dran. Die Kosten für Kauf und Installation können schnell einige tausend Euro betragen. Leider gibt es hier keine bundesweite Förderung, doch einige Bundesländer haben eigene Förderprogramme.

Das Land Nordrhein-Westfalen beispielsweise fördert private Ladestationen mit bis zu 1.000 Euro, Unternehmen bekommen bis zu 5.000 Euro Zuschuss. Mit dem „Sofortprogramm Elektromobilität“ sind maximal 50 Prozent der Anschaffungskosten förderfähig. Bedingung ist unter anderen, dass Ökostrom getankt wird – nachweisbar über einen entsprechenden Stromliefervertrag. Auch einzelne Städte wie München fördern die Anschaffung und Installation einer Ladesäule oder Wallbox. In München gibt es bis zu 40 Prozent der Nettokosten (maximal 3.000 Euro) dazu, Schnellladesäulen werden sogar mit bis zu 10.000 Euro gefördert. Auch hier ist der Bezug von Ökostrom zwingend erforderlich.

In Sachsen bekommen Besitzer von Elektroautos 1.000 Euro, wenn sie sich einen Stromspeicher zulegen. Für jede Kilowattstunde Speicherkapazität gibt es weitere 200 Euro.

Für Elektroautos entfällt die Kfz-Steuer

Was viele nicht wissen: Wer ein Elektroauto oder einen Plug-Hybriden fährt, spart auch bei der Kfz-Steuer. Denn in den ersten zehn Jahren nach der Erstzulassung fällt keine Kfz-Steuer an. Das gilt für alle Elektrofahrzeuge, die zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2020 erstmalig zugelassen wurden. Und auch danach gilt für Elektroautos nur der halbe Steuersatz, der für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren fällig wird.

Beim Energieversorger nach Zuschüssen fragen

Inzwischen zahlen auch schon einige Energieversorger Zuschüsse, wenn sich Kunden ein Elektroauto und/oder eine Wallbox anschaffen. Schließlich werden diese Kunden in Zukunft weitaus mehr Strom verbrauchen als zuvor. Hier lohnt es sich, auf Zuschüsse und günstige Tarife zu achten.

Wer all das beachtet, kann beim Umstieg auf das Elektroauto am Ende doch einiges sparen. Es gibt außerdem mittlerweile elektrische Modelle, die preislich schon fast mit herkömmlichen Fahrzeugen mithalten können. Mit etwas Glück ist das neue Elektroauto dann vielleicht sogar günstiger als ein vergleichbarer Verbrenner.

Quellen / Weiterlesen


Pfennigfuchser? Mit dieser Förderung kannst auch du dir ein Elektroauto leisten | futurezone.de
Förderung für Elektroautos: Hier gibt es Geld | ADAC
Landesregierung erweitert Sofortprogramm Elektromobilität | Land NRW
Förderung für Ladeinfrastruktur (Ladesäule, Wallbox) für Elektrofahrzeuge beantragen | Stadt München
Bildquelle: flickrJakob Härter

Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

2 KOMMENTARE

  1. Kosten bei E Autos im Vergleich zu Verbrennern:
    Tesla S 70D würde mit einem großen BMW, Audi, Mercedes von 5x 2 m mit Spitzengeschwindigkeit 225kmH und Beschleunigung 5sec auf 100kmh vergleichbar sein.
    Bei normalem vorrausschauenden Fahrstil und den Geschwindigkeit begrenzungen unser Europäischen Nachbarn verbraucht man im Stadtverkehr ca. 18kWh/100km auf Landstrassen ca. 20kwh auf Autobahnen bis 130kmh ca 21kwh/100km . das bedeutet bei 30c/kwh 5,40 bis 6,30€ /100km .
    Der Verbrauch bei Tesla mit einem Gewicht zw. 2,3 und 2,5 to ist durch den sehr niedrigen cw Werte so gering beim BMWi3 liegt er bei min 16Kwh obwohl dieser 1000kg weniger wiegt und Höchstgeschw. 160kmh
    die meisten anderen E Autos haben sehr schlechte cw-Werte sind teilweise „fahrende Kleiderschränke“
    Bei einem Verbrenner gleicher Ausstattung mit ca. 10L/100km wären es min. das doppelte ca 13€/100km
    Bei meiner letzten Rundreise von Berlin entlang der franz. Kanal und Atlantikküste und zurück. war der Durchschnittsverbrauch bei einer Strecke von 5400km 18,4 kwh/100km. Das Laden bei Übernachtung in Hotel war kostenlos. An Tesla Superchargern weltweit kann ich Baujahr bedingt das Fahrzeug kostenlos laden. Durch Rekuperration statt bremsen werden Bremsen geschont und Batterie aufgeladen.
    Schmierstoffe ,Motor- Getriebeöl entfallen , Ebenso ist die Wartung nicht werkseitig vorgeschrieben Garantie Fahrzeug 80TKM/4 Jahre Batterie 8 Jahre/200Tkm vorgeschlagene Wartungen bei 20,40,60 Tkm kosten im Paket ca. 1700€. Fremdstrom bei 40.000km hat mich bisher max. 130€ gekostet.
    Es gibt inzwischen viele kostenlose Lademöglichkeiten in Einkaufscentern bei IKEA etc.
    Nach dem Motto „wer beim Laden wartet, kauft inzwischen ein oder verzehrt etwas, übernachtet“ etc. eine winwin Situation.

  2. Vielen Dank für die Übersicht.
    Ließe sich nicht einmal ein konkreter Kostenvergleich aufzeigen für ‚Otto-Normalverbraucher‘ ähnliche Rahmenbedingungen?
    (Z.B. 15.000 Km p.a., Fahrzeug in der Klasse 30k-40k EUR vor Subventionen, 10 Jahre, kein Gratisstrom, Installation einer 22kW Wallbox zuhause)
    Das wäre doch interessant. Oder gibt es so etwas schon irgendwo – vielleicht sogar als Excel-Sandbox?

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