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Der Berliner Senat will die Luft in der Hauptstadt verbessern, ohne Fahrverbote aussprechen zu müssen. Gewerbetreibenden soll deshalb der Umstieg aufs Elektroauto leichter gemacht werden. Dafür zahlt Berlin ab sofort eine Kaufprämie für Elektroautos, Brennstoffzellenfahrzeuge, leichte E-Nutzfahrzeuge und E-Bikes sowie die Ladeinfrastruktur. Kleine Betriebe, Freiberufler und gemeinnützige Betriebe können damit bis zu 13.500 Euro an Zuschüssen erhalten.

6 Millionen Euro für die Berliner Kaufprämie

Dieses Angebot ist bisher bundesweit einmalig: Unter dem Motto „Wirtschaftsnahe E-Mobilität“ plant die Senatsverwaltung für Wirtschaft insgesamt 6 Millionen Euro ein, um mehr Elektroautos auf Berlins Straßen zu bringen. Zusätzlich zur Kaufprämie zahlt Berlin eine Abwrackprämie von 1.500 Euro, wenn der Käufer gleichzeitig ein Euro-4-Diesel oder –Benziner verschrottet.

Beim Kauf eines reinen Elektroautos oder leichten Nutzfahrzeuges bis 2,25 Tonnen (neu oder Jahreswagen) gibt es eine Prämie von 4.000 Euro, bei leichten Nutzfahrzeugen bis 4,25 Tonnen sind es 8.000 Euro. Neben batteriebetriebenen Elektroautos fördert Berlin auch Brennstoffzellenfahrzeuge mit 4.000 Euro Prämie. Für einen Plug-in-Hybriden gibt es 3.000 Euro, für ein E-Bike 500 Euro. Auch Ladestationen werden gefördert: Normalladesäulen mit 2.500 Euro, Schnellladesäulen mit bis zu 30.000 Euro.

Unternehmen zum Umstieg motivieren

All das gewährt das Land Berlin zusätzlich zur Kaufprämie des Bundes. Das bedeutet, dass beispielsweise ein Handwerksbetrieb 13.500 Euro sparen kann, wenn er sich einen Nissan e-NV200 oder einen Streetscooter anschafft. Zusätzlich zu den 8.000 Euro Förderung des Landes Berlin bekommt er 4.000 Euro Kaufprämie vom Bund plus 1.500 Euro, wenn er seinen alten Diesel verschrottet. Das Angebot ist interessant für Taxibetriebe, Fahrschulen, Handwerksbetriebe, Carsharing-Anbieter, Pflege- oder Lieferdienste. Denn gerade diese Betriebe würde ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge besonders hart treffen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop erklärte dazu: „Die Elektrifizierung des Wirtschaftsverkehrs ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Mobilitätswende. Wir lassen die Berliner Unternehmen nicht allein mit der Herausforderung.”

In Berlin drohen Dieselfahrverbote

Verantwortlich für die Verteilung der Gelder ist die Investitionsbank Berlin (IBB). Für 2018 und 2019 sind jeweils drei Millionen Euro vorgesehen. Das Förderprojekt läuft bis Ende 2019 und ist Teil diverser Strategien, mit denen der Senat gegen die Luftverschmutzung mit Stickoxiden und Feinstaub in Berlin vorgeht. Weil die Höchstwerte für die gefährlichen Stickoxide immer wieder überschritten werden, drohen auch in der Hauptstadt Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Doch diese Maßnahme will der Senat unbedingt vermeiden. Deshalb gibt es bereits eine Abwrackprämie für Taxis und Testläufe mit Tempo 30 auf ausgewählten Hauptstraßen. Ein neues Mobilitätsgesetz soll außerdem den Verbund aus ÖPNV, Fahrrad und Mietfahrzeugen insgesamt stärken und verbessern.

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Quellen / Weiterlesen


Berlin fördert Elektroautos für kleinere Betriebe | ZfK
Berlin legt eigene Elektroauto-Prämie für Gewerbetreibende auf | ecomento.de
Senat zahlt 8000 Euro Prämie für ein Elektroauto. Ist das sinnvoll? | B.Z.
Berlin will Kaufprämien für E-Autos zahlen | rbb 24
Berlin stockt Zuschüsse für E-Fahrzeuge spürbar auf! | Elektroauto-News.net
Berliner Unternehmen bekommen doppelt Prämie | moz.de
Bildquelle: © Volkswagen AG
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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