Tesla Autopilot rettet Fahrer mit Lungenembolie

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tesla-autopilot-rettet-fahrerNach all den Negativschlagzeilen über den Tesla Autopilot gibt es jetzt eine Meldung, die das Potential der Technologie aufzeigt. Im US-Bundesstaat Missouri hat der Tesla Autopilot eines Model X seinem Fahrer möglicherweise das Leben gerettet. Der Rechtsanwalt Joshua Neally war gerade auf dem Highway unterwegs nach Hause, als er einen stechenden Schmerz spürte, der seine Brust hinaufwanderte. Er schaffte es noch, den Autopiloten seines nagelneuen Tesla Model X zu aktivieren und ließ sich die 32 Kilometer zum nächsten Krankenhaus fahren.

Das Potential vom autonomen Fahren

An den Weg ins Krankenhaus erinnert sich der Mann kaum, da er immer wieder das Bewusstsein verloren habe. Doch eingeparkt habe er noch selbständig, berichtete er. Im Krankenhaus diagnostizierte man eine Lungenembolie, die unbehandelt schnell zum Tode führen kann. Er könne von Glück sagen, die Fahrt überlebt zu haben, heißt es von den Ärzten, die Neally behandelten. Er konnte das Krankenhaus noch in der Nacht verlassen. Der Anwalt selbst räumt ein, dass es wohl vernünftiger gewesen wäre, anzuhalten und den Notarzt zu rufen. Er habe aber gedacht, so schneller zu sein und habe nicht beim Spurwechsel mit einem anderen Fahrzeug kollidieren wollen. Seiner Meinung nach war es ein Glück, dass er den Autopiloten zur Verfügung hatte. Der Vorfall zeigt grundsätzlich das Potential des autonomen Fahrens. Der Mann hätte den Wagen keineswegs mehr selbständig bis ins Krankenhaus steuern können.

Der Autopilot wird derzeit von verschiedenen Behörden überprüft

Die positive Nachricht kommt für Tesla zur rechten Zeit. Nachdem im Mai ein Model S-Fahrer bei einem Unfall mit aktiviertem Autopilot ums Leben gekommen war, hat die amerikanische Verkehrsbehörde eine Untersuchung der Technologie angeordnet. Auch das deutsche Verkehrsministerium ordnete eine Prüfung an.

Elon Musk zeigt sich trotz der Kritik an seinem Autopiloten davon überzeugt, dass dieser Leben rettet und Unfälle vermeidet, wenn Fahrer gleichzeitig aufmerksam und eingreifbereit bleiben. Musk sieht die Zukunft des Transports im autonomen, elektrischen Fahren in Verbindung mit Carsharing-Modellen.

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Quellen / Weiterlesen:
Tesla autopilot helps bring sick driver to the Hospital – CBS News
Tesla car drives owner to hospital after he suffers pulmonary embolism – BBC
Lungenembolie am Steuer: Teslas Autopilot fährt Mann in Klinik – Augsburger Allgemeine

Bildquelle: Tesla Motors

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

2 KOMMENTARE

  1. Wenn das Krankenhaus nicht direkt am Ende eines Highways lag, ist die Geschichte völliger BS. Der Autopilot führt keine Anweisungen des Navis aus. Der Fahrer MUSS JEDE Abfahrt selbst genommen haben.

  2. In den USA hab ich mir mal sagen lassen, ist es tatsächlich besser, schneller ins Krankenhaus zu fahren, da die Sanis offensichtlich nicht so gut ausgestattet sind, sondern auch nach der Taktik „scoop and run“ den Patienten meist so schnell wie möglich ins Krankenhaus bringen.

    Als Nächstes aktivieren die Infarkthandys automatisch den Autopiloten zum nächsten Krankenhaus 😀

    So ein Fall aktiver Lebensrettung macht natürlich viel mehr her als Hunderttausende vermiedener Unfälle 😀

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