Rivian hat eine weitere große Finanzspritze über 2,5 Milliarden US-Dollar erhalten. Das Start-up gehört zu denjenigen, die als erstes einen Elektro-Pickup herausbringen wollen. Das frische Geld stammt unter anderem von Amazon und BlackRock, aber auch von großen neuen Investoren.

Rivian arbeitet an drei elektrischen Modellen

Zu den neuen Investoren bei Rivian gehören unter anderem Soros Fund Management LLC, Coatue, Fidelity Management and Research Company und die Baron Capital Group. Angeführt wurde die neue Finanzierungsrunde von der Fondsgesellschaft T. Rowe Price.

Rivian hat drei Modelle in der Pipeline: Den Elektro-Pickup R1T, das E-SUV R1S sowie einen Elektro-Transporter, den Rivian für Amazon herstellt. Alle drei Modelle sollen 2021 auf den Markt kommen. Rivian teilte mit, man sei dankbar für den starken Rückhalt durch die Investoren, der es dem Start-up ermögliche, sich auf die Fertigstellung der Produkte zu konzentrieren. „Unsere Teams arbeiten hart daran sicherzustellen, dass unsere Fahrzeuge, Lieferketten und Produktionssysteme auf einen soliden Produktionsanlauf vorbereitet sind“, sagte Rivian-CEO RJ Scaringe.

Großauftrag von Amazon

Anfang April hatte Rivian mitgeteilt, dass sich die Auslieferungen seiner Fahrzeuge auf 2021 verschieben würden. Wegen des Coronakrise musste der Hersteller den Betrieb wie viele andere vorübergehend einstellen. Besonders der Auftrag für Amazon wird Rivian einiges abverlangen, denn der Online-Riese hat insgesamt 100.000 Elektro-Transporter für seine Zustellflotte bestellt. Bis 2022 will Rivian bereits 10.000 Stück ausgeliefert haben, bis 2030 sollen sämtliche bestellten Fahrzeuge ausgeliefert sein. Die ersten Prototypen will Rivian noch in diesem Jahr bauen, es gibt allerdings noch keine genauen Informationen über die Fahrzeuge.

Wettlauf um den ersten Elektro-Pickup

Auch Ford ist mit mehr als 500 Millionen US-Dollar an Rivian beteiligt. Ursprünglich wollte Ford auch ein Elektro-SUV unter der Marke Lincoln herausbringen, das auf Rivians Elektroplattform aufbaut. Diese Pläne stoppte Ford vor kurzem, ohne genaue Gründe dafür zu nennen. Ford arbeitet auch an einer Elektroversion seines Pickup-Bestsellers F-150. Weitere Konkurrenten im Wettlauf um den ersten E-Pickup sind Tesla, Lordstown Motors und Bollinger.

Quellen / Weiterlesen

Rivian announces $2.5 billion investment round | Rivian
Rivian sammelt nochmals 2,5 Milliarden US-Dollar ein | electrive.net
Tesla-Rivale: Rivian erhält 2,5 Milliarden US-Dollar von Investoren | Automobilwoche
Bildquelle: © Rivian Automotive
Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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