Honda bezieht Batteriezellen vom chinesischen Hersteller CATL, doch die Zusammenarbeit der Unternehmen soll künftig noch weiter gehen: Die beiden Konzerne wollen gemeinsam Batterien entwickeln und sich mit Recycling und Second-Life-Ansätzen beschäftigen. Dazu hat Honda kürzlich ein Prozent der Anteile an CATL erworben.

Langfristige Zusammenarbeit

CATL und Honda teilten mit, sich gegenseitig in ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit unterstützen zu wollen. Neben der Batterieentwicklung soll dabei es auch um neue grundlegende Technologien in diesem Bereich gehen. Die Zusammenarbeit ist langfristig geplant.

Mit der Beteiligung an CATL, die bei 2,5 Milliarden Euro liegen soll, will sich Honda als führender strategischer Partner etablieren. Eine gesicherte Versorgung mit Batteriezellen für E-Autos ist wichtig für Honda. CATL will mit dem frischen Kapital seine Produktion ausbauen: Konkret soll sich Kapazität des Herstellers auf über 100 GWh fast verdoppeln.

Erster Honda mit CATL-Batterie kommt 2022

Der erste Honda mit Batteriezellen von CATL soll 2022 auf den Markt kommen, zunächst in China. Künftig will Honda solche Modelle aber weltweit verkaufen. Von der Zusammenarbeit erhofft sich der japanische Hersteller auch eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit seiner Elektrofahrzeuge. Honda will bis zum Jahr 2030 zwei Drittel seines Umsatzes mit Elektroautos machen.

Der chinesische Markt ist dabei besonders interessant, weil die Regierung in Peking die Elektromobilität massiv vorantreibt. Bis zur Mitte des Jahrzehnts soll dort ein Viertel aller Neuwagen einen Elektroantrieb haben. Seit Ende 2019 verkauft Honda in China den Elektro-SUV Everus VE-1, den die Japaner gemeinsam mit GAC bauen. Es handelt sich dabei um das erste Elektroauto von Honda.

Neuer Honda e in startet in Deutschland

Das erste elektrische Honda-Modell in Deutschland ist der Honda e, ein Kleinwagen mit 222 Kilometern Reichweite. Er wird in zwei Varianten verkauft und kostet in der Basisversion 32.996,64 Euro. Nach Abzug der neuen höheren Kaufprämie für Elektroautos sind es noch 23.516,64 Euro. Der Honda e ist bereits konfigurierbar, wann er geliefert wird, ist aber noch unklar.

Quellen / Weiterlesen

CATL and Honda Sign Agreement to Form Comprehensive Strategic Alliance on Batteries for New Energy Vehicles | Honda
Honda invests in China’s CATL to jointly develop EV batteries | Reuters
CATL und Honda schmieden Batterie-Kooperation | electrive.net
Honda e in zwei Ausstattungsvarianten ab 32.996,64 Euro erhältlich | ecomento.de
Bildquelle: flickrtony babcock
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. „Die beiden Konzerne wollen gemeinsam Batterien entwickeln und sich mit Recycling und Second-Life-Ansätzen beschäftigen. “

    Das ist genau, was ich mir dauernd wünsche: Gedanken muss man zu Ende denken und nicht mittendrin das Denken aufhören. Einfach und mit wenig Energie wiederaufbereitbare Akkus aus ungefährlichen und gut verfügbaren Rohstoffen sind der Schlüssel zur Energiewende. Giftige, problematische und schwer recycelbare Akkubestandteile sind absolut kontraproduktiv und bedeuten Umweltschutz durch anderweitige Umweltzerstörung.

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