Studie soll beweisen, dass sich die Tesla Powerwall erst nach fast 40 Jahren rechnet!

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studie-tesla-powerwall-rechnet-sich-erst-nach-40-jahrenTeslas Batteriespeicher Powerwall, der letzten Mai angekündigt wurde und in diesem Jahr auf den Markt kommt, soll eine kostengünstige Alternative zu den aktuell erhältlichen Solarbatterien darstellen. Eine Anfang Januar veröffentlichte Studie der Non-Profit-Organisation Institute for Energy Research (IER) soll zeigen, dass sich die Powerwall in den USA erst nach 38 Jahren rechnet – doch diese Zahlen stoßen auf Kritik.

Nur wenig bessere Prognose bei Nutzung der Powerwall mit eigener Solaranlage

Das IER rechnet mit Anschaffungskosten von insgesamt 7.340 US-Dollar für den Kauf und die Installation der Powerwall mit einem Wechselrichter von Solar City. Allerdings wurde kürzlich bekannt, dass Tesla eine Kooperation mit SMA zu Wechselrichtern eingegangen ist. Ein Nutzer, der über keine Solaranlage verfügt, könnte die Powerwall aufladen, wenn der Strom gerade günstig ist, um ihn dann zu nutzen, wenn die Preise nach oben gehen – nachmittags oder abends. Das IER kommt dabei auf eine mögliche Ersparnis von 0,53 Dollar pro Tag, was im Jahr gerade 193 Dollar ausmachen würde. Wird die Powerwall in Verbindung mit einer schon vorhandenen Solaranlage genutzt, hat das IER eine mögliche Ersparnis von 358 Dollar ermittelt. Dann würde es allerdings immer noch 31 Jahre dauern, bis der Käufer tatsächlich Gewinne erzielt – sofern die Batterie überhaupt so lange hält.

Tesla: Nutzer kaufen nicht aus wirtschaftlichen Gründen

Nachdem das Onlinemagazin Endgadget über die Studie berichtete, hat Tesla ein Statement dazu abgegeben. Das Unternehmen kritisiert, die zugrunde gelegten Stromtarife seien nicht realistisch und das IER habe keine Quelle dafür angegeben. Die Rechnung an sich sei korrekt, jedoch wollten Nutzer, auf die die genannten Preise zuträfen, ohnehin keine Gewinne mit der Powerwall erzielen, sondern sich energietechnisch unabhängiger machen, bei Stromausfällen absichern, seien an Umweltthemen oder an neuer Technik interessiert. All das sei in der Studie nicht berücksichtigt worden. Tesla erklärt weiter, dass Regionen, in denen der Nutzer eine Vergütung erhält, wenn er Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz einspeist, eine genauere Grundlage für solche Berechnungen darstellten. Dort könnten Besitzer mithilfe der Powerwall eine größere Menge des selbst erzeugten Stroms verbrauchen, so dass sich die Powerwall in unter 10 Jahren amortisiere.

Das Institute for Energy Research wiederum veröffentlichte eine Stellungnahme, in der die Quellen für die verwendeten Zahlen belegt werden und in dem das Institut zu dem Schluss kommt, dass die zuerst aufgestellte Rechnung sogar noch zu günstig für Tesla ausfalle. Die allermeisten Stromanbieter in den USA (99 Prozent) böten nämlich gar keine Tarife an, bei denen der Strom zu bestimmten Zeiten günstiger sei, so dass die Tesla Powerwall noch viel weniger ökonomisch sei als die ursprünglichen Zahlen belegten.

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Viele Nutzer dürften die Powerwall allerdings tatsächlich eher aus den von Tesla genannten Gründen denn aus wirtschaftlichen Erwägungen kaufen. Ob und wie schnell sich die Anschaffung der Tesla Powerwall in Deutschland rechnet, hängt neben dem (noch nicht bekannten) Anschaffungspreis auch davon ab, wie sich die Einspeisevergütung in den nächsten Jahren entwickelt und welche anderen Möglichkeiten Erzeuger von Solarstrom bekommen, mit ihrem Strom Geld zu verdienen.

Zwischenzeitlich wurde eine verbesserte Tesla Powerall 2.0 angekündigt. Diese hat einen deutlich reduzierten Preis, bei verbesserter Technik und integriertem Tesla Wechselrichter.

Quellen / Weiterlesen:
Study: A Tesla Powerwall pays for itself after nearly 40 years (Update) – engadget
How Long Does It Take to Pay Off a Tesla Powerwall? – IER: Institute For Energy Research
Tesla Fails to Refute IER’s Powerwall Article – IER: Institute For Energy Research

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio – www.pixelio.de

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