Tesla hat 3.000 Solarcity Mitarbeiter entlassen

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tesla-solarcity-mitarbeiter-entlassenBei SolarCity wurden im Vorfeld der Übernahme durch Tesla knapp 20 Prozent der Stellen gestrichen: Rund 3.000 Beschäftigte mussten gehen. Das geht aus Unterlagen hervor, die SolarCity bei der US-Börsenaufsicht eingereicht hat. Die Entlassungen hängen mit den angestrebten Einsparungen nach der Fusion zusammen, insbesondere Synergien in den Bereichen Vertrieb und Marketing , aber auch bei den Betriebskosten.

Mehrere Unternehmensbereiche wurden neu strukturiert

Seitdem SolarCity 2012 an die Börse ging, ist dies der erste Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen. Damals waren etwa 2.500 Menschen bei dem Solarunternehmen angestellt, bis zum Jahr 2015 war ihre Zahl auf 15.219 gewachsen. Dass nun Stellen wegfielen, war keine Überraschung: SolarCity hatte angekündigt, die Belegschaft vor dem Verkauf an Tesla umstrukturieren zu wollen. Wie viele Mitarbeiter man entlassen würde, dazu machte das Unternehmen zunächst keine Angaben. Zum Ende des Jahres 2016 waren noch 12.243 Angestellte in Vollzeit bei SolarCity tätig gewesen.

Tesla setzt auf Einsparungen durch Synergien

Bei SolarCity heißt es, die Entlassungen seien teilweise unvermeidbar gewesen. In Nevada fielen letztes Jahr 550 Stellen weg, nachdem dort Solarsubventionen gestrichen wurden. Im Zusammenhang mit der Übernahme durch Tesla verloren in den Bereichen operativer Betrieb, Installation und Herstellung sowie Vertrieb und Marketing die meisten Mitarbeiter ihren Job. Elon Musk erhofft sich bereits in den ersten 12 Monaten nach Übernahme 150 Millionen Dollar einzusparen. Das will er unter anderem durch Synergien genau in den Bereichen Vertrieb und Marketing erreichen, aber auch bei den Betriebskosten. Die Übernahme, mit der Elon Musk Tesla zum vertikal integrierten Energiekonzern machen will, wurde im Vorfeld kontrovers diskutiert. Vor allem die hohen Kosten der Übernahme und die angeschlagene Situation des Solarunternehmens wurden und werden kritisch gesehen.

Neben den mit 150 Millionen bezifferten Einsparungen durch Kostensynergien geht es Musk bei der Übernahme auch um Umsatzsynergien. Er setzt darauf, durch den gemeinsamen Verkauf von Elektroauto, Solaranlage und Heimspeicher ganz neue Wege zu gehen. Menschen sollen Solaranlagen ganz anders kaufen als bisher, nämlich als Teil eines integrierten Gesamtsystems, wodurch neue Verkaufskanäle erschlossen werden können und kostenintensive klassische Vertriebswege überflüssig werden. Wer sich für Elektroautos interessiert, der ist auch ein potentieller Interessent für selbst erzeugte Solarenergie, so die einfache Rechnung.

Geht Elon Musks Rechnung auf?

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Ob Elon Musk seine Vision so umsetzen kann und damit Erfolg hat, wird sich zeigen. Die Gesamtsysteme könnten leicht 70.000 Dollar und mehr kosten. Doch Musks Idee ist an sich vielversprechend. Genau wie bei den Elektroautos hängt der Erfolg bei Solaranlagen stark vom Wissen der Kunden ab, weswegen die bestehenden Vertriebsmethoden arbeitsintensiv und damit teuer sind. Wenn man nun Vertriebswege umgestaltet und gleichzeitig Kosten sparen muss, sind Entlassungen eine unvermeidbare Folge.

Quellen / Weiterlesen:
Tesla’s SolarCity Laid Off Tons of Staff Last Year | Fortune
Why Tesla Had to Lay Off 3,000 SolarCity Employees | The Motley Fool
SolarCity quietly cut 3,000 jobs ahead of Tesla sale | Silicon Valley Business Journal
Warum Tesla 3.000 Angestellte von SolarCity entlassen musste | The Motley Fool Deutschland
Bildquelle: flickrWalmart Corporate

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2 KOMMENTARE

  1. Für die, die es genauer wissen wollen: Hier kann man sich über die globale Erwärmung informieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung

    Und hier über den Treibhauseffekt und dessen Ursachen: https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt

    Und falls jemand an Wiki zweifeln sollte, Wiki hat bekannterweise eine geringere Fehlerquote als die Encyclopedia Britannica.

    Muahaha, Klimatroll und Hohlerde-Gläubiger Henti hat wieder zugeschlagen.

    Im Physikunterricht grad Kreide geholt, als Gasstrahlung dran war, und schon glaubt Henti dem Trump, dass die menschengemachte globale Erwärmung ein Trick der Chinesen ist 😆

    In Deutschland muss offensichtlich noch viel für die Erwachsenen(?)bildung getan werden. Dann würden vielleicht nicht so viele Menschen die Ergebnisse der Wissenschaft anzweifeln.

  2. „Genau wie bei den Elektroautos hängt der Erfolg bei Solaranlagen stark vom Wissen der Kunden ab,“

    Nein, genau wie bei den Elektroautos hängt der Erfolg bei Solaranlagen von Subventionen und sonstigen Begünstigungen durch den Gesetzgeber ab. Vor allem aber davon, dass die zahlende Masse diese Umverteilung von unten nach oben auch weiterhin mitmacht – also daran glaubt, dass ohne diesen Ablasshandel die ewige Verdammnis droht.

    Mal schauen, ob das IPCC mit seiner Volksverdummung erfolgreicher ist, als es Papst Leo X. war.

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