Die Kaufprämie für Elektroautos ist nach wie vor nicht gefragt

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kaufpraemie-elektroautos-floppDie Kaufprämie für Elektroautos soll eigentlich die Elektromobilität fördern, ist jedoch nach wie vor ein Ladenhüter. Von den bereitgestellten 1,2 Milliarden Euro für den sogenannten Umweltbonus wurden erst 55 Millionen abgerufen. Insgesamt wurden weniger als 16.000 Anträge gestellt, 56% davon für reine Elektroautos. Das Förderprogramm läuft seit Juli 2016 und reicht theoretisch für bis zu 300.000 elektrische Fahrzeuge. Mittel, die nicht bis 2019 abgerufen werden, verfallen.

15.348 Kaufprämien-Anträge in 9 Monaten

Bis Ende März hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) erst 15.348 Anträge entgegengenommen. 8.655 Antragsteller nahmen die Prämie für ein reines Elektroauto mit Batterie in Anspruch, für die insgesamt 4.000 Euro Prämie gezahlt werden. Diesen Betrag teilen sich Bund und Autohersteller je zur Hälfte. Die übrigen Anträge wurden für Plug-in-Hybridfahrzeuge gestellt, für die es 3.000 Euro Zuschuss gibt. Diese Fahrzeuge haben neben dem E-Antrieb einen zusätzlichen Verbrennungsmotor und können extern geladen werden. Am schwersten haben es Brennstoffzellenfahrzeuge, für die beim Bafa seit dem Start der Prämie gerade 3 Anträge eingegangen sind.

Am häufigsten nehmen den Zahlen des Bafa zufolge Unternehmen die Prämie in Anspruch, hier gingen insgesamt 8.044 Anträge ein. Zum Vergleich: 7.005 Privatpersonen beantragten die Förderung bis März, der Rest der Anträge entfällt unter anderem auf Stiftungen, Vereine und Körperschaften. Die meisten Anträge kommen übrigens aus Bayern und Baden-Württemberg.

Die Zulassungszahlen von Elektroautos gehen nach oben

Aktuell sind in Deutschland 165.405 Hybridfahrzeuge und 34.000 batterieelektrische Fahrzeuge zugelassen, meldet das Kraftfahrtbundesamt. Insgesamt rollen 45,8 Millionen Autos über Deutschlands Straßen. Der Anteil von Elektrofahrzeugen ist also weiterhin sehr gering, doch die Tendenz geht immerhin nach oben: Das Car-Institut an der Universität Duisburg-Essen ermittelte für März einen Zulassungsrekord mit 2.642 neuen reinen Elektroautos.

Welche Elektroautos sind am beliebtesten?

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Angaben des Bafa zufolge ist das am häufigsten geförderte E-Mobil der Renault Zoe mit 2.444 Anträgen. Auf Platz 2 folgt der BMW i3, für den 2.442 Anträge eingingen. Auf Platz 3 liegt der Plug-in-Hybrid Audi e-tron mit 2.096 Anträgen. Auch Tesla hat es in die Top Ten geschafft: Das Tesla Model S liegt mit 439 Förderanträgen auf dem siebten Platz. Damit schafft es der US-Elektropionier auch in der Hersteller-Rangliste auf Platz 8. Diese wird angeführt von BMW, der neben dem BMW i3 auch mit dem BMW 225xe in den Fahrzeug-Top-Ten vertreten ist. Auf Platz 2 und 3 der beliebtesten Hersteller finden sich Renault und Audi.

Quellen / Weiterlesen:
Die E-Auto-Prämie bleibt in Deutschland ein Ladenhüter | Badische Zeitung
Prämie für Elektroautos wird kaum in Anspruch genommen | Business Insider Deutschland
Prämie für Elektroautos weiter kaum gefragt | Traunsteiner Tagblatt
Prämie für E-Autos in Deutschland ein klarer Flop | futurezone.at
Kaufprämie: Deutsche wollen keine Elektroautos | Handelsblatt
Elektroauto-Prämie: Neue Zwischenbilanz & Rangliste (April 2017) | ecomento.tv
Bildquelle: Wikipedia – Von AvdaEigenes Werk, CC BY-SA 3.0


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  1. weil viele noch an ihren lauten stinkenden aufgemotzten autos hängen und noch kein e-Auto probe gefahren sind.
    die Reichweite von ca. 200 km ist für die meisten ausreichend . sie fahren oft nur 10 km eine strecke.
    dh damit können sie die ganze Woche fahren ohne nach zu laden.
    ferner ist der Strompreis und der verbrauch auf 100km meist nur 1/3 der kosten für Benzin.
    ferner werden Motoröl, Getriebeöl, Wasserpumpe und Frostschutzmittel , Bremserneuerung reduziert usw. Die Aufladung kann über Nacht oder beim Arbeitsplatz erfolgen wenn das Auto mion.8 std steht.
    es gibt in Berlin schon Schoppingcenter bei denen man kostenlos aufladen kann und zwar ca. 50km/h
    Die meisten machen nur Wochenendausflüge und Fliegen aus Zeitgründen in den Urlaub.

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