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Die deutschen Haushalte machen ihre Energiewende selbst: Über 100.000 Solarbatterien sind hierzulande inzwischen installiert. Es gibt so viele Anbieter, dass die Entscheidung für den passenden Speicher schwierig sein kann. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Wer eine Solaranlage anschafft, sollte den Stromspeicher gleich mit planen

Stromspeicher machen unabhängiger vom Energieversorger, denn der selbst erzeugte Solarstrom, den man tagsüber nicht verbraucht, steht abends und nachts zur Verfügung. Inzwischen sind Autarkiegrade von bis zu 80 Prozent möglich. Wer sich eine Photovoltaikanlage neu zulegt, sollte gleich von Anfang an überlegen, ob auch ein Speicher in Frage kommt. Denn Komplettsysteme werden von Anfang an optimal aufeinander abgestimmt. Mehr als die Hälfte aller neuen Solaranlagen wird heute direkt mit einem Speicher geliefert und installiert. Der Vorteil ist, dass von Anfang an ein großer Teil des Solarstroms im Haushalt verbraucht werden kann. Das lohnt sich auch finanziell, da selbst erzeugter Solarstrom inzwischen deutlich günstiger ist als der Strom vom Energieversorger. Überschüsse sollten also möglichst in einen Speicher fließen statt ins öffentliche Stromnetz.

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Warum sich auch die Nachrüstung eines Stromspeichers lohnt

Ein weiterer Vorteil von Stromspeichern: Sie helfen mit, das Stromnetz zu stabilisieren und werden künftig eine wichtige Rolle im Energiesystem einnehmen. Es lohnt sich oft, bestehende Photovoltaikanlagen mit einem Stromspeicher nachzurüsten – umso mehr, je neuer die Anlage ist. Solaranlagen kosten heute viel weniger als früher, gleichzeitig ist aber auch die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung niedriger. Für ältere Anlagen, die über 20 Jahre dieselbe Einspeisevergütung bekommen, ist die Einspeisung noch lukrativ. Bei neueren Anlagen ist es lohnender, möglichst viel Strom selbst zu verbrauchen. Das gilt auch für kleine PV-Anlagen mit einer Leistung von maximal 10 kWp, die ab 2009 in Betrieb gingen. Hier gilt ein Bonus für selbst verbrauchten Solarstrom bzw. liegt die Einspeisevergütung weit unter dem Preis für Netzstrom.

Wie Sie den Speicher richtig dimensionieren

Die Speichergröße richtet sich nach der Größe der angeschlossenen Photovoltaikanlage und nach dem Stromverbrauch im Haushalt. Als Faustregel sollte das Verhältnis 1:1 betragen. Eine Solaranlage mit 6 Kilowatt Leistung sollte also durch einen Speicher mit 6 Kilowattstunden Kapazität ergänzt werden. Je mehr Unabhängigkeit vom Energieversorger Sie sich wünschen, desto größer sollten Sie Anlage und Speicher wählen. Online-Speicherrechner können bei der Entscheidung helfen (zum Beispiel https://die-sonne-speichern.de/speicherrechner/). Was man beachten muss: Bei PV-Anlagen größer als 10 kW fällt eine anteilige EEG-Umlage auf den selbst verbrauchten Strom an. Solarinstallateure beraten vor Ort und helfen unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten und Bedürfnisse, die optimale Anlagen- und Speichergröße zu bestimmen. Qualifizierte Solarinstallateure finden Sie unter anderem über Plattformen wie die-sonne-speichern.de.

Über Notstromfähigkeit nachdenken

Fällt der Strom aus, kann ein Stromspeicher weiter Strom liefern – wichtig zum Beispiel, wenn Computerserver ohne Unterbrechung laufen müssen. Ist eine solche Funktion gewünscht, sollte man sich hierzu vom Solarinstallateur zu den technischen Unterschieden beraten lassen.

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Wie Sie über Stromclouds noch unabhängiger werden können

Bei der Wahl des Speichers sollte man sich auch über die Möglichkeit informieren, Mitglied einer Stromcommunity zu werden. Bei diesen virtuellen Gemeinschaften tauschen alle Mitglieder ihren Solarstrom untereinander aus. Erzeugt man selbst zu viel, bekommt ein anderes Mitglied den Strom. Angebot und Nachfrage gleichen sich in der Cloud aus, man ist maximal unabhängig vom Energieversorger – rechnerisch zumindest. Anbieter von Stromclouds sind die sonnen GmbH mit der SonnenCommunity oder der Stromanbieter Polarstern, bei dem die Teilnahme an der Cloud nicht an den Speicher eines bestimmten Herstellers gebunden ist.

Woran Sie Sicherheit und Qualität erkennen

Im Normalfall basieren Heimspeicher auf Lithium-Ionen-Batteriezellen, die bei vorschriftsmäßigem Umgang sicher sind. Dennoch sollte man auf bestimmte Merkmale achten, etwa darauf, dass der Speicher nach dem Sicherheitsleitfaden des Bundesverbandes Solarwirtschaft BSW-Solar (entwickelt in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und dem TÜV Rheinland) zertifiziert ist. Alternativ sollte er eine der Normen VDE-AR-E 2510-50, DIN EN 62619, UL 1973 oder DIN EN 62619 erfüllen.

Der Speicherpass schafft Transparenz

Ob die gewünschte Anlage oder das Speichersystem qualitativ hochwertig ist, können Laien nur schwer beurteilen. Eine Orientierungshilfe bieten der Photovoltaik-Anlagenpass und der Speicherpass. Dieses für Kunden kostenfreie, mehrseitige Formular erklärt, welche Informationen und Dokumente bei der Übergabe einer PV-Anlage oder eines Speichers vorliegen. Es enthält auch Informationen darüber, welche Richtlinien der Fachbetrieb bei Planung und Installation beachten sollte. Mit dem Pass, in dem der Handwerker die entsprechenden Punkte abhakt, bestätigt er dem Kunden, dass er fachgerecht gearbeitet hat. Inzwischen gibt es schon Versicherungsgesellschaften, die bei Vorliegen des Passes einen günstigeren Beitrag gewähren.

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Quellen / Weiterlesen

Wie man den richtigen Solarstromspeicher findet | Bundesverband Solarwirtschaft
Sicherheitsleitfaden Lithium-Ionen Hausspeicher veröffentlicht | Bundesverband Solarwirtschaft
Den richtigen Solarstromspeicher finden | Solarify
Photovoltaik Anlagenpass – Photovoltaik Speicherpass | Bundesverband Solarwirtschaft
Bildquelle: Pixabay
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