Berlin startet ein eigenes Förderprogramm für Solaranlagen und Stromspeicher. Es soll den Ausbau der Photovoltaik in Berlin unterstützen und richtet sich an Privatpersonen und Unternehmen, die sich eine neue PV-Anlage mit Solarspeicher anschaffen wollen. Sie können bis zu 15.000 Euro Förderung bekommen.

Erste Details zur neuen Richtlinie „Stromspeicher Berlin“

Das Förderprogramm soll nach der Sommerpause in Kraft treten. Der Berliner Senat hat die Umsetzung der Richtlinie Anfang Juli beschlossen und folgte damit einer Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop. Einer Pressemitteilung zufolge werden Stromspeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage mit 300 Euro je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität gefördert. Pro Speichersystem ist die Summe bei 15.000 Euro gedeckelt. Falls der Speicher oder das Energiemanagementsystem eine prognosebasierte Betriebsstrategie haben, gibt es einen zusätzlichen Bonus von 300 Euro.

Die Energiewende in Berlin beschleunigen

Senatorin Ramona Pop sagte, die Dächer Berlins müssten stärker für Solaranlagen genutzt werden, damit die Energiewende in Berlin gelinge. „Wir sind mittendrin in der Klimakrise. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an Klimaschutzmaßnahmen ist stark gestiegen. Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, sagte Pop. Dabei werde man Berlinerinnen und Berliner unterstützen. Die Förderung soll den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auch in sonnen- und windarmen Zeiten erhöhen.

Details zur Speicherförderung gibt der Senat im Herbst bekannt

Das Förderprogramm wird von der Investitionsbank Berlin (IBB) mit ihrer Tochter IBB Business Team GmbH umgesetzt. Die Vorbereitung dafür läuft derzeit. Die genauen Informationen zur Antragstellung und zur Richtlinie „Stromspeicher Berlin“ werden dann ab Herbst auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Bereich „Erneuerbare Energien“ bereitgestellt. Auch die Investitionsbank Berlin stellt dann entsprechende Informationen bereit. Bereits jetzt können Interessierte ihre Fragen an die Mail-Adresse stromspeicher@senweb.berlin.de richten.

Berlin erarbeitet den „Masterplan Solarcity“

Das Programm ist Teil des Masterplans Solarcity, den das Land Berlin gerade gemeinsam mit Partnern erarbeitet. Beteiligt sind Expertinnen und Experten aus der Energie- und Solarwirtschaft, der Wohnungswirtschaft, aus Verbänden, vom Verbraucherschutz und der Wissenschaft. Gemeinsam will man Maßnahmen identifizieren, die das Land Berlin ergreifen kann, um den Solarausbau voranzubringen – „trotz äußerst widriger regulativer Rahmenbedingungen auf Bundesebene“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Partner wollen den Masterplan im Herbst 2019 vorstellen.

Quellen / Weiterlesen
Förderprogramm für mehr Photovoltaikanlagen und Stromspeicher in Berlin | Berlin.de
Bildquelle: Pixabay
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. Alles alter Kaffe . Es gibt über Berlin seit mindestens. 2011 einen Solaratlas für Berlin!
    Nach diesem haben wir uns 2012 eine Solaranlage auf unseren Flachdachanbau und auf die Südseite unsers Satteldachs des Siedler-häuschens bauen lassen.
    Die Anlage hat nur eine Leistung von max 4,2 KW und Einspeisung darf nur 70% dh max 2,8 kwh betragen.
    Da die Siedlung „Neue Scholle“ in Berlin-Buckow von 1932 unter Milieuschutz steht und auf Pachtland der Stadt Berlin können nur auf den Siedlungstraßen abgewandten Seiten PHOTOVOLTAIK Anlagern errichtet werden . Dadurch können einige 40-50% Siedlungshäuser nur auf ihren Rückseitigen Flachdächern oder nur nach Ost und West Photovoltaik Anlagen montieren.
    Die meisten Siedler ( von 50 Doppelhäusern) sind Rentner oder finanziell nicht in der Lage eine Anlage zu errichten.
    Es gibt also schon sehr lange die Möglichkeit, aber die Politik hat den weiteren Ausbau der Photovoltaik durch Senkung der Einspeisepreise etc be- und verhindert.
    Die Anlagen wurden zwar preiswerte aber die Speicherbatterien sind sehr teuer und eine direkte Weiterleitung an Nachbar des Doppelhauses ist nicht vom Versorger erlaubt oder gewünscht.

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