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Der chinesische Solarhersteller LONGi erwartet weiterhin ein starkes Wachstum auf dem Markt für Photovoltaik. Mittelfristig erwartet LONGi ein weltweites Marktvolumen von 1.000 Gigawatt pro Jahr. Momentan liegt der jährliche Photovoltaik-Zubau mit etwa 100 Gigawatt noch weit darunter und könnte 2018 sogar zurückgehen.

Stammt 2050 sämtlicher Strom aus erneuerbaren Energien?

Der weltweite Strombedarf könnte 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden, sagte LONGi-CEO Zhenguo Li im Rahmen des „Future of Energy Summit“ im Oktober in London. 68 Prozent des Stroms könnten dabei aus Solarenergie stammen, sagte Li und berief sich dabei auf eine deutsch-finnische Studie. Dafür müssten mittelfristig 1.000 Gigawatt PV-Leistung im Jahr neu hinzukommen, wenn man das Bevölkerungswachstum und die Verbesserung der Lebensqualität miteinbeziehe. Bei dieser Prognose kalkuliert der Hersteller mit ein, dass Solarmodule nach 30 Jahren ausgetauscht werden müssen. Die LONGi-Gruppe stellt selbst monokristalline Solarmodule, -zellen und -wafer her.

Solarstrom ist in vielen Gegenden schon die günstigste Energiequelle

In vielen Gegenden ist Solarstrom schon heute die günstigste Methode der Stromerzeugung. Solarenergie sei auf dem Weg, die billigste Energiequelle der Welt zu werden, sagte Li. „In manchen Regionen der Welt kostet eine Kilowattstunde Solarstrom bereits heute weniger als 2 US-Dollar-Cent, zum Beispiel im Mittleren Osten und Lateinamerika.“ Zusammen mit Stromspeichern könne dies die ultimative Energieleistung für die Menschheit sein. LONGi investiert deshalb stark in Forschung und Entwicklung im Bereich monokristalliner Hocheffizienztechnologien. Im ersten Halbjahr 2018 waren das 105 Millionen US-Dollar, was 7,2 Prozent des Unternehmensumsatzes entspricht.

Internationale Energieagentur erwartet für 2018 einen Rückgang im PV-Markt

2017 hatte der weltweite Zubau bei der Photovoltaik bei knapp 100 Gigawatt gelegen. In diesem Jahr könnte es erst einmal deutlich weniger sein: Die Internationale Energieagentur IEA senkte erst kürzlich ihre Prognose und erwartet für 2018 ein Wachstum von 83 Gigawatt. Das sind 15 Prozent weniger als 2017, was vor allem an den Entwicklungen in China liegt. Die Regierung in Peking bremst den PV-Zubau im eigenen Land durch Anpassungen bei den Subventionen aus. Andere Analysten sehen genau diese Tatsache positiv: Wenn Modulhersteller ihre Produkte im eigenen Land nicht mehr loswerden, verkaufen sie sie günstig auf dem Weltmarkt und stimulieren so den Zubau außerhalb Chinas. Bei IHS ist man deshalb optimistisch und erwartet für 2018 ein Wachstum von 103 Gigawatt. Die gesamte weltweit installierte PV-Leistung lag Ende 2017 bei etwa 390 Gigawatt.

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Quellen / Weiterlesen:
LONGi prognostiziert 1.000 Gigawatt-Photovoltaikmarkt | Presseportal
Longi erwartet jährlich 1.000 Gigawatt neue PV-Leistung | IWR
IEA senkt Wachstumsprognosen für Photovoltaik | Wallstreet Online
Bildquelle: © LONGi Solar

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Prof. Dr. Johann Nagengast
Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und Promotion zum Thema „Outsourcing von Dienstleistungen“ an der Universität Regensburg war Johann Nagengast in verschiedenen internationalen Unternehmen in führenden Positionen tätig. Seit 2001 ist er Professor für Internationales Management und Project Management an der Technischen Hochschule Deggendorf. Als Trainer, Coach und Berater ist er intensiv in verschiedenen internationalen Projekten tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der praxisnahen und pragmatischen Vermittlung und unternehmensspezifischen Anwendung aller Aspekte des Projektmanagements.

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