Die Bundesregierung sieht in klimafreundlich hergestelltem, also grünem Wasserstoff einen wichtigen Baustein der Energiewende. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, soll Wasserstoff als Energieträger eine wichtige Alternative zu fossilen Brennstoffen werden und ist damit „entscheidend für die Dekarbonisierung wichtiger deutscher Kernbranchen, wie der Stahl- und Chemieindustrie, aber auch des Verkehrssektors“, so Wirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU). Hierzu hat das Bundeskabinett im Juni 2020 die Nationale Wasserstoffstrategie beschlossen, die einen Fokus auf der Produktion und Verwendung von grünem Wasserstoff vorsieht.

9 Milliarden Euro für Wasserstofftechnologien

Angeschoben wird die Strategie mit 7 Mrd. Euro, die im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets für die Nationale Wasserstoffstrategie bereitgestellt wurden. Weitere 2 Mrd. Euro sollen in den Ausbau internationaler Partnerschaften fließen. Die Regierung benannte weiterhin den Nationalen Wasserstoffrat, ein Expertengremium mit 25 Mitgliedern, das die Politik beraten soll.

Die Nationale Wasserstoffstrategie wird in 2 Phasen bis 2030 umgesetzt, wobei bis 2023 der Markthochlauf starten soll. Er soll anschließend national und international gestärkt werden. Der Plan sieht Maßnahmen in den folgenden Bereichen vor:

  1. Erzeugung von Wasserstoff
  2. Einsatz von Wasserstoff
    • Verkehr
    • Industrie
    • Wärme und Wasserstoff
    • Infrastruktur / Versorgung
  3. Forschung, Bildung und Innovation
  4. Europäischer Handlungsbedarf
  5. Internationaler Wasserstoffmarkt und außenwirtschaftliche Partnerschaften

Erzeugung von Wasserstoff

Insgesamt sollen Anlagen mit einer Elektrolyseleistung von 2 Gigawatt aufgebaut werden.

Um die wirtschaftliche und saubere Erzeugung von Wasserstoff voranzutreiben, sieht die Nationale Wasserstoffstrategie Maßnahmen in vier Bereichen vor. So sollen die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien verbessert werden, beispielsweise Sektorenkopplung. Hierbei spielen die Bepreisung von CO2 aus fossilen Brennstoffen und die Senkung der EEG-Umlage eine entscheidende Rolle. Es soll auch geprüft werden, ob der Ausbau von Erzeugungsanlagen von grünem Wasserstoff durch eine weitgehende Befreiung von Steuern, Umlagen und Abgaben gefördert werden kann. Insbesondere wird angestrebt, grünen Wasserstoff von der EEG-Umlage zu befreien.

Als zweite Maßnahme sollen die regulatorischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit Wasserstofferzeuger und Gasnetzbetreiber sinnvoll zusammenarbeiten können. Hierbei sollen ein bis zwei Modellprojekte durchgeführt werden, die eine signifikante Netzentlastung zu angemessenen Preisen ermöglichen sollen.

Weiterhin soll die Wasserstoffelektrolyse in der Industrie im Rahmen des „Industriepakts Klimaschutz“ gefördert werden. Die Bundesregierung fördert im Rahmen verschiedener Programme die Umstellung von konventionellen fossilen Technologien mit prozessbedingten Emissionen auf treibhausgasarme oder treibhausgasneutrale Verfahren in der Industrie. Dabei spielt die Umstellung auf den Grund- und Brennstoff Wasserstoff eine zentrale Rolle, insbesondere in der Stahl- und Chemieindustrie. Als Förderprogramme stehen hierfür der Fonds zur „Dekarbonisierung in der Industrie“ sowie die Programme zum „Wasserstoffeinsatz in der Industrieproduktion“ (2020–2024) und zur „CO2-Vermeidung und -Nutzung in Grundstoffindustrien“ zur Verfügung.

Als letzte Maßnahme zur Ausweitung der Erzeugung von grünem Wasserstoff sollen verstärkt Flächenausschreibungen für geeignete Offshore Windanlagen erfolgen. Dafür will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen auf politischer Ebene weiterentwickeln.

Einsatz von Wasserstoff

Um den Markt für Wasserstoff als Energieträger auszubauen, will die Bundesregierung nicht nur das Angebot von grünem Wasserstoff ankurbeln, sondern auch die Nachfrage nachhaltig ausbauen. Hierbei sollen Maßnahmen in den Bereichen Verkehr, Industrie, Wärme und Infrastruktur helfen.

Verkehr

Wasserstoff als Alternative zu Kraftstoff

Die EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) soll Wasserstoff im Verkehrswesen konkurrenzfähig machen. So sollen „ambitionierte“ Treibhausgasquoten Wasserstoff als Kraftstoffalternative attraktiver machen. Die Bundesregierung setzt sich daher zum Ziel, den Mindestanteil erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch des Verkehrssektors im Jahr 2030 signifikant über die EU-Vorgaben hinaus zu erhöhen.

Besonders bei der Herstellung von konventionellen Kraftstoffen sei ein besonders sinnvoller Einsatz von Wasserstoff zu finden. Daher soll bei der nationalen Umsetzung von RED II eine Anrechnung beim Einsatz von grünem Wasserstoff erfolgen. Auch für den Flugverkehr sollen Einsatzmöglichkeiten geprüft werden, wobei der Einsatz „flugbasierter Flugkraftstoffe“ realisiert werden soll. Bei dessen Herstellung spiele grüner Wasserstoff eine wichtige Rolle. Hierbei wird eine Quote von mindestens 2% bis 2030 erörtert, wobei es der Regierung wichtig ist, dass die deutsche Luftfahrtbranche keine Wettbewerbsnachteile erleidet.

Auf europäischer Ebene will sich die Bundesregierung für eine einheitliche und transparente Methodik zur Bestimmung der CO2-Bilanz von Energieerzeugnissen einsetzen.

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Förderung von Wasserstoff-Fahrzeugen und Brennstoffzellen

Im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie wird das Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) fortgesetzt. Gleichzeitig stehen auch Mittel aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) zur Verfügung (bis 2023). Hiermit sollen Marktaktivierungen zur Unterstützung von Investitionen in Wasserstofffahrzeugen, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Erstellung und Umsetzung integrierter regionaler Wasserstoffkonzepte gefördert werden.

Eine wichtige Rolle kommt dem Aufbau einer bedarfsgerechten Tankinfrastruktur zu. Insgesamt stehen hierfür Mittel aus dem EKF in Höhe von 3,4 Mrd. Euro (für alle alternativen Antriebe) zur Verfügung). Das Wasserstofftankstellennetz soll zügig wachsen. Hier soll auch auf europäischer Ebene auf den ambitionierten Ausbau hingewirkt werden.

Weiterhin will die Bundesregierung den Aufbau einer wettbewerbsfähi­gen Zulieferindustrie für Brennstoffzellensysteme unterstützen. Das beinhaltet auch, die indust­rielle Basis für eine großskalige Brennstoffzellen-Stack-Produktion für Fahrzeuganwendungen zu schaffen. Außerdem soll der Aufbau eines Technologie- und Inno­vationszentrums für Wasserstofftechnologien geprüft werden, um Fahrzeugplattformen für Brennstoffzellenantriebe zu ermöglichen. Die Regierung will zudem den Aufbau eines deutschen Anbieters für Brennstoffzellsysteme für die Logistik/Intralogistik prüfen.

Teil der Maßnahmen ist auch die Umsetzung der Clean Vehicles Direc­tive (CVD), die Null-Emissions-Fahrzeuge im kommunalen Verkehr unterstützen soll. Die Bundesregierung plant, sich bei der LKW-Maut für eine CO2-Differenzierung einzusetzen, die klimaschonende Fahrzeuge fördern soll. Der Plan sieht auch die internationale Harmonisierung der Standards bei Mobilitätsanwendungen für Wasserstoff- und Brennstoffzellensysteme vor.

Wasserstoff in der Industrie

Um der Industrie den Umstieg auf umweltfreundliche Technologien zu erleichtern, sieht die Nationale Wasserstoffstrategie entsprechende Förderprogramme vor. Auch hier soll Wasserstoff als Grund- und Brennstoff eine zentrale Rolle spielen. Neben Investitionskosten­zuschüssen will die Bundesregierung den Betrieb von Elektrolyseanlagen unterstützen und plant ein neues Pilotprogramm, das vor allem für die Stahl- und Chemieindustrie gedacht ist. Das Programm „Carbon Contracts for Difference (CfD)“ soll Anreize schaffen, Klimaschutz-Projekte vorzuziehen, die Anreize zur Erzeugung von Wasserstoff schaffen und zu einem Markthochlauf von Wasserstofftechnologien führen.

Auch die Nachfrage nach so erzeugten Produkten soll gestärkt werden, wozu unter anderem eine aussagekräftige Kennzeichnung nötig ist.

Um langfristige Dekarbonisierungsstrategien auf Basis von Wasserstoff zu entwickeln, will sich die Bundesregierung außerdem intensiv mit Vertretern verschiedener Branchen austauschen: Los geht es mit der Chemie-, Stahl-, Logistik- und der Luftfahrtbranche. Weitere Branchen sollen folgen.

Wärme und Wasserstoff

Bei Gebäuden spielt das Thema Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Auch hier kommt Wasserstoff ins Spiel: Die Bundesregierung prüft, die seit 2016 bestehende Förderung für hocheffi­ziente Brennstoffzellenheizgeräte auszuweiten. Langfristig will sie die Nutzung erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung weiter stärken und prüft dazu die Förderung von „Wasserstoff-readyness“-Anlagen.

Infrastruktur / Versorgung

Um eine effiziente und verlässliche Versorgung mit Wasserstoff sicherzustellen, sieht die Nationale Wasserstoffstrategie ebenfalls diverse Maßnahmen vor. Am Anfang steht ein Markter­kundungsverfahren, um den Handlungsbedarf bei der Wasserstoff-Infrastruktur zu ermitteln. Die Verzahnung der Infrastrukturen von Strom, Wärme und Gas will die Bundesregierung weiter vorantreiben, wobei besonderes Augenmerk auf dem Ausbau des Wasserstofftankstellennetzes liegen soll. Dabei hat sie individuelle Nutzer genauso im Blick wie Flottenbetreiber mit vielen Wasserstoff- oder Brennstoffzellfahrzeugen.

Forschung, Bildung und Innovation

In diesem Bereich will die Bundesregierung mit neuen Initiativen die Basis für den künftigen Markterfolg von Wasserstoff schaffen. Forschung und Innovation sollen ein strategisches Element der Ener­gie- und Industriepolitik der Bundesregierung werden.

Eine erste Maßnahme ist eine Wasserstoff-Roadmap, die festlegen soll, wie sich Deutschland als Leitanbieter für grüne Wasserstofftechnologien am Weltmarkt positionie­ren kann. Daraus leiten sich Forschungs- und Handlungsbedarfe ab. Kurzfristig sieht die Nationale Wasserstoffstrategie vor, Demonstrationsprojekte zu grünem Wasserstoff mit Hilfe der Forschung zu internationalen Lieferketten einzuleiten. Sie sollen grundlegende Fragen beantworten und mögliche Lösungen weltweit erproben. Dabei werden Produktions­standorte in Partnerländern der Entwicklungszu­sammenarbeit mit einbezogen.

Neue Forschungsoffensive „Wasserstofftechnologien 2030“

Die Regierung will ihre Forschungsmaßnahmen in der Offensive „Wasserstofftechnologien 2030“ bündeln. Das sind die zentralen Vorhaben:

  • „Reallabore der Energiewende“, die marktnahe Powert-to-X-Technologien im industriellen Maßstab umsetzen und den Innovationstransfer beschleunigen sollen.
  • Das Forschungsvorhaben „Wasser­stoff in der Stahl- und Chemieindustrie“.
  • Forschungsvorhaben im Verkehrssektor, um die Kosten der Technologien für Wasserstoffnutzung weiter zu senken.
  • Machbarkeitsstudien und Potenzialatlanten, um wirtschaftlich geeignete Standorte in der Welt für die grüne Wasserstoffwirtschaft zu finden.
  • Internationale Netzwerke und Kooperatio­nen, um neue Märkte für deutsche Technologie­exporte vorzubereiten.
  • Gründung des neuen Forschungsnetz­werks „Wasserstofftechnologien“ für die Ver­netzung und den offenen Austausch von Wirt­schaft und Wissenschaft.

Innovationen den Weg in den Markt ebnen

Ein wichtiger Punkt dabei sind günstige Rahmenbedingungen, um den Praxiseinsatz neuer Wasserstofftechnologien zu erleichtern. Um dafür Maßnahmen festzulegen, soll kurzfristig ein Leitprojekt zur wissenschaftli­chen Politikberatung entstehen. Es bildet die Grundlage, um den nationalen und den europäischen Rechtsrah­men weiterzuentwickeln.

Forschungsprogramme für Wasserstoff im Flug- und Schiffsverkehr

Für Wasserstofftechnologien in der Luftfahrt hat die Bundesregierung bis 2024 insgesamt 25 Mio. Euro eingeplant. Diese fließen in das Luftfahrtforschungsprogramm, das unter anderem hybrid-elektrische Flugzeuge mit Wasserstoff erforscht und erprobt. Für einen umweltfreundlichen Schiffsverkehr werden die Fördermaßnahmen im Maritimen Forschungsprogramm im Querschnittsthema „Maritime.Green“ (Green Shipping) fortgesetzt, wofür ebenfalls etwa 25 Mio. Euro eingeplant sind. Ein Teil davon soll in den Bereich Wasserstoffforschung fließen. Auf EU-Ebene laufen aktuell die Vorbereitungen für die Partnerschaftsinitiative „Zero-Emission-Waterborne Transport“ für das neue HORIZON Europe.

Bildung und Qualifizierung

Eine wichtige Maßnahme sieht die Bundesregierung in der Bildung und Ausbildung im Bereich der Wasserstofftechnologien. Der Fokus liegt auf Bereichen, in denen das Thema bisher nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat, etwa im Anlagenbau oder im Verkehrsbereich. Dort steht beispielsweise die Ausbildung von Werkstattpersonal für Brennstoffzellenfahrzeuge an. Neben gut ausgebildeten Fachkräften sieht die Bundesregierung zudem exzellente Wissenschaftle­rinnen und Wissenschaftler und talentierten Nachwuchs als entscheidend an.

Europäischer Handlungsbedarf – Maßnahmen auf EU-Ebene

Um einen Markt zu schaffen, der die Energiewende voranbringt, sieht die Bundesregierung den Bedarf für verlässliche Nachhal­tigkeitsstandards und eine anspruchsvolle Qualitätsinfrastruktur, (Herkunfts-)Nachweise für Strom aus erneuerbaren Energien sowie für grünen Wasserstoff und seine Folgeprodukte.

Auf europäischer Ebene will sie Nachhaltigkeits- und Qualitäts­standards für Wasserstoff und Power-to-X-Produkte setzen, um den Aufbau eines internationalen Wasserstoffmarktes aktiv zu begleiten. Auch der Einsatz für mehr EU-Investitionen in For­schung, Entwicklung und Demonstration für grünen Wasserstoff ist vorgesehen, wobei ein neues „Important Project of Common European Interest (IPCEI)“ für den Bereich Wasserstofftechnologien und -systeme eine Option ist.

Auf EU-Ebene will sich die Bundesregierung außerdem für eine schnellere Umsetzung der EU-Wasserstoff­initiativen einsetzen. Sie unterstützt die Ausarbeitung eines Grünbuchs der EU-Kommission, um eine EU-Wasserstoffstrategie zu skizzieren. Weiterhin will sie die Gründung einer europäischen Wasserstoffge­sellschaft ausloten, die gemein­same internationale Produktionskapazitäten und -infrastrukturen ausloten und vorantreiben soll.

Internationaler Wasserstoffmarkt und außen­wirtschaftliche Partnerschaften

Für die internationale Zusammenarbeit beim Thema Wasserstoff sind im Zukunftspaket des Koalitionsausschusses 2 Mrd. Euro vorgesehen. Das Geld soll in den Aufbau und die Intensivierung internationaler Zusammenarbeit fließen. Auf dem Plan stehen die Entwicklung von Wasserstofftechnologien und -märkten zusammen mit Partnerländern sowie Möglichkeiten und Chancen der Umstellung von fossilen Energieträgern auf Wasserstoff.

Im Einzelnen sieht die Nationale Wasserstoffstrategie vor, Wasserstoff in bestehende Energiepartnerschaften zu integrieren sowie neue Partnerschaften aufzubauen. Dabei könnten Partnerländer mithilfe deutscher Technologien Wasserstoffprodukte herstellen und exportieren. Solche Partnerschaften sollen auch helfen, die Wirtschaft der Partnerländer zu dekarbonisieren und zu fördern.

Die Zusammenarbeit soll im Rahmen einer Wasserstoffallianz in Abstimmung mit EU-Initiativen erfolgen. Der Plan sieht vor, für deutsche Unter­nehmen eine Plattform zur Positionierung in Auslandsmärkten zu schaffen und den Bezug von Wasserstoff zu erleichtern.

Bei der internationalen Zusammenarbeit soll der Fokus besonders auf Ländern mit einer aktiven deutschen Ent­wicklungszusammenarbeit liegen. Bei Pilotvorhaben in Partnerländern will die Bundesregierung darauf achten, dass ein Import von grünem Wasser­stoff oder darauf basierenden Energieträgern nach Deutschland nicht zu Lasten der erneuerbaren Energieversorgung in den Entwicklungsländern geht, die oft noch unzureichend ist.

Quellen / Weiterlesen

Wasserstoff: Schlüsselelement für die Energiewende | Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Bundesregierung beschließt nationale Wasserstoffstrategie | Zeit Online
Bildquelle: Pixabay


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Andreas Huke
Andreas Huke ist seit vielen Jahren im Bereich Erneuerbare Energie tätig, insbesondere als Projektentwickler von Solar- und Windparks, insbesondere bei der Projektierung und dem Betrieb von Windparks und Solaranlagen. Andreas hat Maschinenbau an den Universität Leipzig und der TU Chemnitz studiert und war mehr als 7 Jahre Geschäftsführer der Burgenland Energie GmbH und der Zeitzer Stadtwerke. Insbesondere beschäftigen ihn der Kohleausstieg in Mitteldeutschland und das Thema Grüner Wasserstoff. Für den heiß diskutierten Kohleausstieg in Mitteldeutschland gibt es erste konkrete Projekte. Im Burgenland Kreis soll eine Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff aus regionalen grünen Rohstoffen errichtet werden. Andreas Huke, plant mit den dort ansässigen Firmen eine Referenzanlage zu errichten. Diese soll dann in die Unternehmen, die jetzt noch die Braunkohleförderung durchführen, hineingetragen und dort breit weiterentwickelt werden. Hierdurch soll wenigstens für einen Teil der wegfallenden Arbeitsplätze eine zukunftssichere Alternative geschaffen werden.

2 KOMMENTARE

  1. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Wasserstoff-Fahrzeuge sind großer Mist. Das müsste doch jeder Mensch mit halbwegs technisch-wissenschaftlichem Hintergrund begriffen haben. Sie brauchen die dreifache Strommenge für einen km wie batterie-Fahrzeuge (BEVs). Und millionenteure Zapfstellen. Und die werden nicht durch Skaleneffekte billiger.

    Gleichzeitig prügelt der selbe Altmaier die wichtigste Regenerative Energie, den Wind, fast tot. Diese Bigotterie ist kaum auszuhalten.

    In der (Stahl-) Industrie ist H2 wesentlich besser aufgehoben.

    Aber dazu müsste es erst einem genug „Grüne Energie“ geben, um den verlustreichen „Grünen H2“ herstellen zu können. Diese Politik ist – wie in Österreich – getrieben von ewiggestrigen Ansichten und Seilschaften.

  2. Sie irren sich hier signifikant. Leider sprechen sie nur die unseriösen Argumente der BEV-Lobby nach. Das Prinzip ist bei H2 Autos ein ganz anderes als bei BEVs. Lassen sie mich kurz erklären:

    Der große Vorteil des Wasserstoffs: Als transportabler Speicher für große Energiemengen ist er unschlagbar – als stationärer Energiespeicher ist er Batterien erst recht überlegen: vielseitiger, flexibler, billiger.
    Geht man von nun von einer künftigen CO2-neutraler Stromerzeugung aus (also über Solaranlagen und Windräder erzeugter Strom), die ohnehin auf der Agenda steht, spielt der Wirkungsgrad nicht mehr die entscheidende Rolle. Dann tritt eher die Speicher- und Transportfähigkeit in den Vordergrund, denn gerade bei alternativer Energiegewinnung muss mit großen Spitzen und Flauten gerechnet werden, darum rechnen Experten damit, das bei Stromerzeugung aus alternativen Quellen 200 bis 300 Terrawattstunden gespeichert werden müssen. Oft entsteht die Energie auch dort, wo sie nicht gebraucht wird. Dazu passt die Wasserstofferzeugung als Zwischenspeicher an sich perfekt, während Strom speichern via Batterie viel zu teuer ist.
    Mit Wasserstoff ist damit nicht nur das Speicherproblem von Energie gelöst, sondern es ist auch noch möglich diese in H2 gebundene Energie denzentral zu speichern und zur Verfügung zu stellen (oder mit Tanklastern oder mit Hilfe von bestehenden Gas-Pipelines im Land zu verteilen wenn es doch eine Region gibt in der wenig Sonne scheint oder kein Wind weht).

    Im Fazit bedeutet das, dass es künftig überall H2 Speicher geben wird…und das ohne aufwendigen, teuren und ineffizienten Netzausbau der Strom-Infrastruktur. Das große Bild ist hier stimmig. Sehen sie den Punkt und die gewaltigen Vorteile überall den H2-PKW tanken zu können?

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