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Wohneigentum ist trotz immer höherer Immobilienpreise sehr gefragt. Allerdings sind in beliebten Städten und Ballungsräumen die Quadratmeterpreise inzwischen so hoch, dass die Renditen sinken. Dennoch, laut Wohnkostenreport 2017 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, ist das Wohnen im eigengenutzten Wohneigentum vielerorts deutlich günstiger ist als das Wohnen zur Miete. In der Analyse wurden die Wohnnutzerkosten und die derzeitigen Mietkosten einander gegenübergestellt.

Mit neuen Finanzierungslösungen und Maßnahmen zur Senkung der Betriebskosten werden die Investitionen attraktiver gemacht. Hierzu gehört auch das Mieterstrom-Angebot. Wohnungskäufer haben damit die Möglichkeit, hohe KfW-Förderungen wie KfW 40 Plus zu beantragen und so günstige Darlehen und hohe Tilgungszuschüsse für den Bau zu erhalten, gleichzeitig senken sie ihre künftigen Betriebskosten. Das betrifft Wärme- und Stromkosten gleichermaßen. Schließlich sind im Zuge der Förderung Maßnahmen erforderlich, die den Wärmebedarf des Gebäudes stark reduzieren. Und für den lokal erzeugten und genutzten Strom entfallen u. a. die Netzkosten.

Umfassende Versorgungskonzepte

Um die Energieversorgung sicherzustellen, sind bei Wohnungseigentümergemeinschaften Contractinglösungen ratsam. Hierbei übernimmt der Mieterstrom-Dienstleister alles. Die Eigentümer müssen sich weder um die Planung, noch die Finanzierung und Installation der Anlagen kümmern. Auch die spätere Versorgung mitsamt der Wartung und Instandhaltung ist Sache des Mieterstrompartners. Dazu ist die Nutzung der Dachfläche mit dem Ziel der Errichtung von Anlagen zur lokalen Energieerzeugung im Kaufvertrag festgehalten.

Im Münchner Prinz-Eugen-Park werden aktuell nach diesem Konzept Eigentumswohnungen verkauft, bei denen die Mieterstromversorgung ein wichtiges Verkaufsargument ist. Gebaut wird die Siedlung mit sieben Gebäuden und 61 Wohnungen nach Passivhausstandard. Es gibt Etagenwohnungen mit eigenem Garten, genauso wie Maisonette-Wohnungen mit Dachterrasse. Bauherr ist das Architekturbüro NEST Ecoarchitektur.

Zur Energieversorgung wird auf dem Dach eine Solaranlage mit maximal rund 120 Kilowatt Leistung errichtet. Mit einem Batteriespeicher mit einer Kapazität von 150 Kilowattstunden erreicht der Direktverbrauch des erzeugten Stroms 86 Prozent. Insgesamt decken die Bewohner bis zu über 50 Prozent ihres Strombedarfs aus eigener Erzeugung. Die Stromkosten liegen voraussichtlich 15 Prozent unter dem Grundversorger.

Hier finden Sie eitere Informationen von Polarstern zu Mieterstrom…

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Bildquelle: © NestEcoarchitektur

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Manuel Thielmann
Manuel Thielmann arbeitet in der Geschäftsentwicklung von Polarstern. Er ist Ansprechpartner für die konzeptionelle Entwicklung und die praktische Umsetzung von Eigenstrom- und Mieterstromprojekten in ganz Deutschland. Sein Schwerpunkt ist die Integration verschiedener Energie- und Speichertechniken in dezentrale Energiekonzepte. Zuletzt hat er u.a. am Lehrstuhl für Elektrische Energiespeichertechnik der TU München die Integration von Batteriespeichern in Mehrfamilienhäusern erforscht.

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