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Tesla hebt die Preise für die Nutzung seiner Supercharger überraschend an: In manchen US-Bundesstaaten hat sich der Preis pro Kilowattstunde mehr als verdoppelt, berichtet electrive.net nach Recherchen in sozialen Netzwerken und Foren. Tesla-Fahrer wurden den Berichten nach ohne Vorwarnung beim Laden mit der Preiserhöhung konfrontiert. Inzwischen gibt es eine Stellungnahme von Tesla.

In Washington zahlen Nutzer plötzlich 25 statt 11 Cent pro kWh

Zahlen müssen an den Superchargern alle Tesla-Besitzer, die ihr Tesla Model S oder Tesla Model X nach dem 31. Dezember 2017 gekauft und ihr Freikontingent von 400 kWh im Jahr ausgeschöpft haben. Und die müssen jetzt deutlich mehr zahlen: In Washington soll sich der Preis pro Kilowattstunde von 11 auf 25 Cent erhöht und damit mehr als verdoppelt haben. Im Bundesstaat Virginia stieg der Preis auf 21 Cent pro Kilowattstunde, in Illinois auf 25 Cent, in Kalifornien auf 26 Cent, berichtet electrive. Ebenfalls kräftig drauflegen müssen Tesla-Fahrer in Oregon, wo das Aufladen statt 12 nun 24 Cent pro Kilowattstunde kostet. Die genauen Preise hat Tesla inzwischen auf einer Website veröffentlicht. Noch ist unklar, ob auch in anderen Ländern wie Deutschland die Preise steigen werden.

Tesla Model 3-Käufer bekommen keinen kostenlosen Strom

Das Kontingent von 400 kWh reicht für etwa 1.600 Kilometer und soll Langstrecken abdecken. Besitzer von älteren Modellen S und X bekommen nach wie vor lebenslang und unbegrenzt Freistrom am Tesla-eigenen Ladenetzwerk. Für Tesla Model 3-Käufer wird es allerdings keinen Freistrom mehr geben, teilte Tesla mit.

Die Kosten für das Supercharger-Netz steigen für Tesla

Ursprünglich hatte Tesla gesagt, mit den Superchargern gar kein Geld verdienen zu wollen. Zu den Preiserhöhungen äußerte sich Tesla gegenüber elektrek so: „Wir passen Tarife gelegentlich an, um Elektrizität und Stromverbrauch vor Ort widerzuspiegeln. Das übergeordnete Prinzip dabei ist, dass die Nutzung der Supercharger immer deutlich günstiger bleibt als Benzin. Wir wollen lediglich einen Teil unserer Kosten decken und dabei ein faires System für alle schaffen.“ Die Investitionen in das Ladenetzwerk werden für Tesla weiter steigen, wenn die Auslieferung des Tesla Model 3 beginnt und damit die Zahl der berechtigten Fahrzeuge steigt. Im Moment ist die Nutzung des Netzwerkes nur Tesla-Fahrern erlaubt. Sie können dort ihr Fahrzeug in etwa 40 Minuten auf 80 Prozent aufladen.

Bei der Vorstellung des Semi Trucks hatte Elon Musk übrigens angekündigt, dass Speditionen beim Laden mit etwa 7 Cent pro Kilowattstunde rechnen sollen. Gerade in der Logistikbranche wird man plötzliche Preiserhöhungen wie diese mit Argwohn beobachten.

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Quellen / Weiterlesen:
Tesla verdoppelt Preise für die Supercharger-Nutzung | Mobile Geeks
Tesla erhöht Supercharger-Tarife ohne Vorwarnung | electrive.net
Tesla increases cost of using its Supercharger stations, still says it ‘will never be a profit center’ | electrek
Supercharging | Tesla
Bildquelle Text: flickrcchana

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. Ladestrompreise sind im Verhältnis zu Benzin und Diesel nur 1/3 der Kosten für 100km Reichweite.
    Keine Ölwechsel, Filterwechsel, Wasserpumpen ,Keilriemen usw. die verschleissen

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