ZeroAvia entwickelt ein Wasserstoff-Flugzeug und wird finanziell von British Airways unterstützt. Jetzt gab es einen Unfall mit einem Testflugzeug, das eine Notlandung hinlegen musste. Die Ursachen sind noch unklar.

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Die ungeplante Landung beschädigte das Flugzeug stark

Das Testflugzeug, eine umgerüstete Piper Malibu Mirage, schrieb erst letzten September Geschichte. Auf dem britischen Flughafen Cranfield in Bedfordshire hob das Flugzeug mit Wasserstoff-Brennstoffzelle ersten Mal ab. Bei einem Testflug diesen April ging jedoch leider nicht alles glatt: Die Maschine musste auf einem Feld in der Nähe von Cranfield notlanden. Fotos zeigen, dass sich die linke Tragfläche gelöst hatte. Auch das Höhenleitwerk und die Verkleidung haben offenbar Schaden genommen.

ZeroAvia untersucht den Vorfall noch. Die beiden Crewmitglieder an Bord der Maschine sind glücklicherweise unverletzt. Hier die Erklärung von Zero Avia nach dem Unfall: „Am 29. April 2021 machte das Forschungsflugzeug von ZeroAvia während eines routinemäßigen Testflugs eine sichere Außenlandung in einem Feld knapp außerhalb des Flughafengeländes in Bedfordshire. Das Flugzeug hat diverse Schäden davongetragen, doch alle Beteiligten sind wohlauf und unverletzt. Die Maschine landete auf den Rädern und kam fast zum Stehen, wurde jedoch beschädigt, als sie mit geringer Geschwindigkeit auf unebenes Gelände traf“ sagte ein Sprecher von ZeroAvia.

Testflüge zunächst ausgesetzt

„Der Vorfall wurde sofort der Untersuchungsbehörde für Flugunfälle gemeldet und die Feuerwehr kam, wie in solchen Fällen üblich. Wir untersuchen diesen Zwischenfall und analysieren die Daten, um den Auslöser zu ermitteln. Sobald wir mehr wissen, stellen wir weitere Informationen zur Verfügung.“ Weitere Testflüge sind zwar vorübergehend ausgesetzt, doch auf den Zeitplan von ZeroAvia soll der Zwischenfall keine Auswirkungen haben.

Das Wasserstoff-Flugzeug soll 2023 serienreif sein

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ZeroAvia wird von der Flugindustrie finanziell bei seinen Plänen unterstützt, ein emissionsfreies Flugzeug zu bauen. Vor allem British Airways ist sehr an den Wasserstoff-Antrieben des Start-ups interessiert, die schon 2023 serienreif sein sollen. Zero Avia will seine Antriebe zunächst in Flugzeugen mit bis zu 20 Sitzplätzen verbauen, bis 2026 sollen schon 50 Sitze möglich sein. Noch in diesem Jahrzehnt kann die Technologie so weit fortschreiten, dass ein emissionsfreies Flugzeug mit 100 Sitzen abheben kann, ist ZeroAvia überzeugt.

Daran glaubt nicht nur British Airways als großer Geldgeber, sondern auch andere Investoren wie Horizons Ventures, Breakthrough Energy Ventures, Ecosystem Integrity Fund, Summa Equity, She, ll Ventures und Systemiq. Sie haben insgesamt 24,3 Millionen Dollar in ZeroAvia investiert. Damit beläuft sich die Gesamtfinanzierung seit der Gründung des Unternehmens vor vier Jahren auf fast 74 Millionen Dollar.

Quellen / Weiterlesen

​ZeroAvia Off-Airport Landing Review | ZeroAvia
Wasserstoff-Testflugzeug legt Bruchlandung hin | aero Telegraph
British Airways Partner ZeroAvia’s Hydrogen Test Plane Crashes | Simple Flying
Auch British Airways investiert in Elektroflugzeug | aero Telegraph
Bildquelle: © British Airways

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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