Das nächste Elektro-Start-up will den Sprung an die Börse wagen: Bei Rivian könnte es schon im September soweit sein. Der US-Hersteller von Elektro-LKW und Elektroautos, der Amazon und Ford im Rücken hat, strebt dabei eine Bewertung von 50 Milliarden Dollar an, berichtet Reuters.

Die Details zum Rivian-Börsengang sind noch unklar

Reuters beruft sich in seinem Bericht über den Börsengang auf einen Insider. Demnach steht Rivian bereits mit Banken in Kontakt. Unklar ist, ob es sich um einen klassischen Börsengang oder um eine Fusion mit einem börsennotierten Unternehmen (SPAC) handelt. Den letzteren, schnellen Weg haben bereits Konkurrenten wie Nikola Motors, der E-Bus-Hersteller Proterra oder das Flugzeug-Start-up Archer gewählt.

Reuters berichtet, dass sich auch der Zeitplan und die angestrebte Bewertung noch ändern könnten. Mit einer Bewertung von 50 Milliarden würde Rivian einen der größten Börsengänge des Jahres hinlegen. Rivian selbst hat sich zu den Berichten noch nicht geäußert.

Rivian trat 2017 zum ersten Mal öffentlich als Autohersteller auf. Das Start-up ist extrem gut finanziert und hat bereits über acht Milliarden US-Dollar an Investorengeldern eingesammelt. Amazon ist nicht nur Investor von Rivian, sondern auch der größte Kunde und hat 100.000 Elektro-LKW bestellt, um seine Zustellflotte klimafreundlich machen. Dieser Deal soll mindestens vier Milliarden US-Dollar wert sein. Wenn alles nach Plan läuft. sind die ersten 10.000 Fahrzeuge ab 2022 auf der Straße. Hinzu kommen die ersten Auslieferungen des Elektro-Pickup R1T und des E-SUV R1S, die in diesem Jahr starten.

Konkurrenz für Tesla

Obwohl Rivian noch am Anfang steht, gilt das Start-up als einer der größten Konkurrenten für Tesla. Im Segment der elektrischen Pickup-Trucks stehen die beiden Autobauer im direkten Wettbewerb. Beim Thema Ladeinfrastruktur tritt Rivian ebenfalls in Teslas Fußstapfen: Bis Ende 2023 soll das „Rivian Adventure Network“ mit 13.500 Ladestationen in den USA und Kanada entstehen. 3.500 davon sind Schnellladestationen, die exklusiv für Besitzer der Rivian-Elektrofahrzeuge gedacht sind, ähnlich wie Teslas Supercharger. Darüber hinaus sollen 10.000 normale Ladepunkte entstehen, die öffentlich zugänglich sein werden.

Quellen / Weiterlesen

Tesla-Jäger Rivian strebt Rekord-Börsengang an | manager magazin
Amazon-Backed EV-Maker Rivian Aims for IPO This Year | Bloomberg
E-Autobauer Rivian will noch dieses Jahr an die Börse | t3n
Bildquelle: © RIVIAN AUTOMOTIVE

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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