Im Rennen um die erste Festkörperbatterie kommt ein neuer, noch unbekannter Hersteller ins Spiel: Das US-Start-up Factorial Energy hat eine 40-Ah-Zelle mit einem festen Elektrolyten angekündigt. Sie soll die Reichweite von Elektroautos um bis zu 50 Prozent erhöhen.

Hinter Factorial Energy stehen bekannte Namen

Die Macher bei Factorial Energy sind keine Unbekannten. Unter anderem ist Joe Taylor, ehemaliger CEO von Panasonic North America in einer Führungsposition an Bord. Er soll in seiner Funktion bei Panasonic maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, dass die Kooperation mit Tesla zustande kam. Unter den Investoren finden sich Namen wie Mark Fields, der früher CEO bei Ford war, sowie der langjährige Daimler-Chef Dieter Zetsche. Beide sitzen auch im Beirat von Factorial Energy.

Die Details zur Festkörperbatterie

Zur angekündigten Batteriezelle selbst wissen wir noch nicht allzu viel. Factorial Energy gibt an, ein eigenes festes Elektrolytmaterial entwickelt zu haben, das eine sichere und zuverlässige Leistung für Hochspannungselektroden mit hoher Energiedichte ermöglicht. Dabei soll es um Lithium-Metall-Elektroden gehen. Diese Festkörperakkus sollen die Reichweite von Elektroautos um 20 bis 50 Prozent verbessern.

Wie Bloomberg berichtet, handelt es sich um einen Polymer-Separator, der eine gravimetrische Energiedichte von 350 Wh/kg und eine volumetrische Energiedichte von 770 Wh/Liter ermöglicht. Factorial Energy will diese Werte noch auf 400 Wh/kg und 1.000 Wh/Liter steigern. Die Zellen schaffen 460 Ladezyklen, bevor ihre Kapazität unter 80 Prozent fällt.

Die Zellkapazität von 40 Ah ist deutlich höher als das, was andere Unternehmen bieten, die ebenfalls an Festkörperakkus arbeiten. Bei der Energiedichte haben allerdings andere die Nase vorn: Der britische Hersteller Oxis Energy liegt mit seinen Festkörperbatterien auf Lithium-Schwefel-Basis bei 450 Wh/kg. Diese haben allerdings nur 10 bis 20 Ah. Konkurrent Quantumscape macht zwar keine Angaben zur Energiedichte seiner Zellen, gibt aber an, dass sie 800 Ladezyklen überstehen.

Kostengünstige Herstellung

Laut Factorial Energy sind auch die Herstellungskosten der Batterie kein Hindernis für eine Massenproduktion. Die Methode sei mit der bestehenden Infrastruktur zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien kompatibel, sagte Joe Taylor, was bei vielen anderen Ansätzen zur Herstellung von Festkörperakkus nicht der Fall ist. Factorial Energy teilte mit, dass mehrere globale Automobilpartner gerade dabei seien, die Technologie zu validieren.

Quellen / Weiterlesen

Transformational Solid-State Battery Technology | Factorial
Factorial Energy stellt Festkörperbatterie vor | Battery-News
Solid-State Battery Race Has A New Entrant: Factorial Energy | Inside EVs
Factorial announces 40 Ah solid-state cells | electrive.com
Factorial Energy Emerges from Stealth Mode, Unveiling Groundbreaking 40 Amp-Hour Solid-State Battery Cell for EVs | PR Newswire
Battery Startup Comes Out of Stealth to Seize On Investor Frenzy | Bloomberg
Bildquelle: Wikipedia – Alexander Migl, CC BY-SA 4.0

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