BMW hat große Pläne mit Festkörperakkus und will ihre Entwicklung vorantreiben. Das erste Elektroauto mit der neuen Technologie soll 2025 vorgestellt werden, 2030 sollen die Akkus in Serie gehen. Bei der neuen BMW-Generation soll Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen.

Das hat BMW mit Festkörperakkus vor

BMW betreibt nach eigener Aussage intensive Recherchen zu Festkörperakkus. Dieser neue Akkutyp lässt sich besonders schnell laden und hat eine hohe Energiedichte. Festkörperbatterien haben keine flüssigen Elektrolyten mehr, sondern welche aus Polymer oder Keramik, was sie sicherer macht als heutige Lithium-Ionen-Akkus.

Für die Entwicklung der neuen Batteriezellen erhielt BMW-Vorstandschef Oliver Zipse vor kurzem von Bundeswirtschaftsminister Altmeier einen Zuwendungsbescheid über 68 Millionen Euro. Das Geld fließt im Rahmen eines Batterie-IPCEI, was für „Important Project of Common European Interest“ steht. Diese wichtigen Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse erhalten staatliche Förderungen, weil sie zu Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und Wirtschaft beitragen sollen.

Bis 2025 will BMW also das erste Demonstrationsfahrzeug mit Festkörperbatterie vorstellen und rechnet mit der Massenproduktion fünf Jahre später. BMW ist nicht der einzige deutsche Hersteller, der an Festkörperbatterien arbeitet: Auch VW beschäftigt sich mit seinem Partner Quantumscape intensiv mit der Technologie. VW plant allerdings, schon 2025 in Serie zu gehen. Ob das klappen kann, ist umstritten.

Auch herkömmliche Batterien werden verbessert

Neben der Entwicklung von neuen Akkutechnologien will BMW auch konventionelle Batterien weiter verbessern. Der Hersteller will die Energiedichte der Zellen deutlich erhöhen sowie Material- und Produktionskosten senken. Primärmaterialien sollen deutlich reduziert werden, so dass eine „grüne Batterie“ gewährleistet ist. BMW strebt an, die Energiedichte heutiger Batterien bis zum Ende des Jahrzehnts im „mittleren zweistelligen Prozentbereich“ zu steigern.

„Neue Klasse“: Neue nachhaltige Fahrzeuggeneration

Im Jahr 2030 will BMW zudem deutlich mehr Elektroautos verkaufen als heute. Bis dahin erwartet der Autobauer, mindestens die Hälfte seines weltweiten Umsatzes mit E-Autos zu machen und spricht von etwa 10 Millionen rein elektrischen Fahrzeugen. Ab Mitte des Jahrzehnts kommt BMWs „Neue Klasse“ auf den Markt, eine neue Fahrzeuggeneration, die „kompromisslos elektrisch, digital, zirkulär“ sein wird.

„Das grünste Elektroauto der Welt wird ein BMW sein – nachhaltig von der ersten Idee bis hin zum Recycling nach der Nutzungsphase“, sagte Entwicklungsvorstand Frank Weber. BMW entwickele die Batteriezelle der Zukunft. „Sie wird leistungsstark, sicher, kostengünstig und kreislauffähig sein – von der Materialauswahl über die Verwertbarkeit nach dem Einsatz im Fahrzeug bis hin zum Recycling“, so Weber.

Quellen / Weiterlesen

BMW will Festkörperakku in Autos verbauen | golem.de
BMW will bis 2030 Festkörperbatterien in E-Fahrzeuge einbauen | onvista
BMW treibt neue Batterie-Technologien voran, Festkörper-Demonstrator vor 2025 geplant | ecomento.de
Bildquelle: © BMW AG

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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