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Daimlers US-Marke Freightliner bringt zwei Elektrolaster auf den Markt. Diese werden vorab in einer Pilotphase bei Kunden getestet, bevor sie in Serie gehen. Dieser Alltagstest soll Daimler noch wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Fahrzeuge liefern.

Elektrolaster eM2 und eCascadia

mercedes-elektrolasterDer Freightliner eM2 mit 353 kW (480 PS) ist vor allem für den städtischen Lieferverkehr und den Zustellverkehr auf der letzten Meile gedacht. Dieses Modell hat eine Reichweite von 370 Kilometern und kann in einer Stunde wieder zu 80 Prozent geladen werden. Die Batteriekapazität des eM2 liegt bei 352 kWh. Das zweite neue Elektro-LKW eCascadia basiert auf dem Schwerlaster Cascadia und soll bis zu 400 Kilometer Reichweite bieten. Der eCascadia hat 537 kW (730 PS) und bekommt eine Batterie mit 550 kWh, die sich in 90 Minuten wieder zu 80 Prozent aufladen lässt. Der Cascadia ist Daimlers erfolgreichstes konventionelles Modell für schwere Langstrecken-Transporte in Nordamerika.

Serienfertigung ab 2021

daimler-elektrolasterDaimler will zunächst 30 Fahrzeuge an Kunden ausliefern, die als „Innovationsflotte“ Erkenntnisse über den möglichst effizienten Alltagsbetrieb von Elektro-LKW liefern sollen. Das teilte Daimler bei einer Investorenveranstaltung in Portland im US-Bundesstaat Oregon mit. „Mit der Penske Truck Leasing Corporation und NFI Industries starten wir eine wichtige Phase in der Weiterentwicklung elektrischer LKW. Wir nennen das Co-Creation: Gemeinsam mit unseren Kunden arbeiten wir an den besten Lösungen für den Einsatz von E-Trucks“, sagte Martin Daum, Daimler-Vorstand für Lkw und Busse. Die Serienfertigung der elektrischen LKW von Freightliner ist für 2021 geplant, zeitgleich mit dem Elektrolaster eActros von Mercedes. Auch diesen testet Daimler erst direkt beim Kunden, bevor er in Serie geht. Der Konzern hat mit dem Elektro-Lieferwagen Fuso eCanter ein kleineres elektrisches Modell im Angebot, das es schon in Kleinserie gibt.

Daimler bündelt Elektro-Aktivitäten künftig weltweit

Künftig will der Konzern seine einzelnen Marken im Hinblick auf elektrische Nutzfahrzeuge unter einem Dach zusammenführen. Das betrifft nicht nur Elektrolaster, sondern auch elektrisch angetriebene Busse wie den Stadtbus Citaro E-Cell von Mercedes. In der neuen, weltweit agierenden Organisation namens E-Mobility Group (EMG) will der Konzern sein Know-how in diesem Bereich zusammenführen und seine Aktivitäten zentral koordinieren. Nach eigenen Worten will Daimler die Transportbranche als Innovationsführer auf ihrem Weg in die emissionsfreie Zukunft anführen. Die EMG soll zukünftig die Strategie für Elektrokomponenten und komplette elektrische Fahrzeuge definieren und eine weltweit einheitliche Architektur erarbeiten.

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Quellen / Weiterlesen:
Kunden für Testflotte in den USA: Penske Truck Leasing und NFI Industries testen ab Ende 2018 erste elektrische Freightliner-Modelle | Daimler AG
Daimler bringt mit US-Marke Elektro-Laster auf den Markt | Westfälische Rundschau
Daimler bringt mit US-Marke Elektro-Laster auf den Markt | Stern
Daimler: Elektro-Trucks von Freightliner kommen Ende 2018 auf die Straße | ecomento.de
Daimler Trucks gründet eMobility-Einheit / Zwei neue E-Lkw | electrive.net
Bilderquelle: © Daimler AG
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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. Was noch spannend wäre:
    Wie schwer sind die Batterien? In dem Zusammenhang noch die Nutzlast. Und auch im Vergleich zum Diesel-Derivat.
    Mit welcher Leistung wird geladen (V/A/W…) und was für Stecker (und wieviele) wird/werden verwendet?

    Das wären so Eckdaten, welche über denn Fall oder Aufstieg entscheiden…
    Toll aber, dass die Reichweite ungefähr mit den Lenkzeiten zusammenfallen. Aber eben, was nutzt es, wenn dort beim Pausemachen kein Anschluss vorhanden ist…?
    Ebenso sollten die Verladerampen auch einen Anschluss haben. Vielleicht gleich am Anhänger so positioniert, dass der Stecker einrastet, wenn der Hänger an die Rampe rückwärts „andockt“.

    rog

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