Stromspeicher sollen in Kalifornien schneller verbreitet werden

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stromspeicher-kalifornienKalifornien hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Bis 2030 sollen die Treibhausemissionen im Vergleich zu 1990 um 50 Prozent sinken, ein wichtiges Element dabei sind erneuerbare Energien. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown hat nun vier neue Gesetze auf den Weg gebracht, die die Verbreitung von Stromspeichern beschleunigen sollen. Beispielsweise werden Energieversorger verpflichtet in Stromspeicher zu investieren. Weiterhin sollen die bürokratischen Hürden beim Netzanschluss abgebaut werden.

Förderprogramm für dezentrale Stromspeicher ausgeweitet

Unter anderem werden die Fördermittel für das Self Generation Incentive Programme (SGIP) in den nächsten drei Jahren um 249 Millionen Dollar erhöht. Dieses Programm gewährt finanzielle Anreize unter anderem für die Anschaffung eines Stromspeichers. Bisher stellte die Aufsichtsbehörde California Public Utilities Commission (CPUC) für öffentliche Stromversorger in Kalifornien bis 2019 jährlich 83 Millionen Dollar für die dezentrale Stromerzeugung bereit. Vom Gesamtbudget sind 75 Prozent für Speichertechnologien vorgesehen, was die Bedeutung von Speichern für die Energiewende unterstreicht.

Energieversorger müssen in Stromspeicher investieren

Ein weiteres Gesetz sieht vor, dass die drei größten Energieversorger in Kalifornien, die nicht in öffentlicher Hand sind, zusammen in bis zu 500 Megawatt Speicherkapazität investieren müssen. 2013 wurde dieses Ziel auf 1,325 Gigawatt festgesetzt und nun erhöht. Auch dieser Schritt soll die Verbreitung von Stromspeichern in dem Bundesstaat beschleunigen.

Bürokratische Hürden beim Netzanschluss werden abgebaut

Weiterhin sollen bestehende bürokratische Hürden beim Anschluss von dezentralen Stromerzeugern und Speichern an das Netz der Stromversorger abgebaut werden. Dazu soll die Aufsichtsbehörde CPUC ein beschleunigtes Schlichtungsverfahren schaffen, mit dem Streitigkeiten innerhalb von 60 Tagen beigelegt werden sollen. Der Gesetzgeber erhofft sich so einen schnelleren Abschluss der Antragsverfahren.

Das Potential von Langzeitstromspeicher soll untersucht werden

Ein weiteres Gesetz zielt auf Langzeitstromspeicher ab. Die CPUC und die kalifornische Energiebehörde sollen das Potential solcher Speicher analysieren, zum Beispiel von Pumpspeicherkraftwerken. Das geschieht im Hinblick auf den großen Nutzen dieser Systeme bei der Entlastung der Stromnetze durch Frequenzhaltung und andere Netzdienstleistungen.

Die Lobbyorganisation California Energy Storage Alliance (CESA) begrüßte die neue Gesetzgebung und beglückwünschte Gouverneur Brown dazu, die Errichtung von Stromspeichern zu fördern. Mithilfe dieser Gesetze werde der Markt für Stromspeicher weiter wachsen, der Netzanschluss erleichtert und dafür gesorgt, dass Großspeicher Teil von Kaliforniens Zukunft mit erneuerbaren Energien werden, teilte die Organisation mit.

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Quellen / Weiterlesen:
California accelerates energy storage deployment with new legislation | Energy Storage News
California Ramps Up Energy Storage Plans with Enactment of Four New Bills | Renewable Energy World
Facing stricter climate goals, California passes 4 bills to boost energy storage | Utility Dive
Bildquelle: © Can Oezec / pixelio – www.pixelio.de

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