Check24: Nur 4% der Kunden wechseln zu wirklich nachhaltigem Ökostrom

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wechsel-nachhaltiger-oekostromDie Deutschen setzen auf Ökostrom. Beim Vergleichsportal Check24 wählen mehr als die Hälfte aller wechselwilligen Stromkunden einen grünen Tarif. Auf dem Portal lässt aus einer Vielzahl von Stromtarifen der günstigste herausfiltern, auch viele Ökostromanbieter sind darunter. Wie Check24 jetzt mitteilte, entscheidet bei den meisten Verbrauchern allerdings der Geldbeutel – und nicht der Umweltaspekt. Gerade vier Prozent der Check24-Kunden wechselten in einen wirklich nachhaltigen Ökostromtarif. Doch bei den sogenannten Basis-Ökostromtarifen, bei denen sich das meiste Geld sparen lässt, ist der Umweltnutzen oft fragwürdig.

Nur nachhaltige Tarife fördern die lokale Ökostromproduktion

Nachhaltige Ökostromtarife sind solche, die mit von den Verbraucherzentralen empfohlenen strengen Labeln wie Grüner Strom oder OK Power ausgezeichnet sind oder die die lokale Produktion von grünem Strom nachweislich in signifikantem Umfang fördern. Nur solche Anbieter verringern den Anteil von Strom aus herkömmlichen Quellen auf dem Markt. Beim Wechsel in einen solchen Tarif kann eine vierköpfige Familie Check24 zufolge in den 50 größten Städten Deutschlands bei einem Strombezug von 5.000 Kilowattstunden pro Jahr ihre Stromrechnung um ein Viertel senken. Das sind durchschnittlich 359 Euro weniger als im Vergleich zur Grundversorgung der jeweiligen Stadt. Spitzenreiter ist Augsburg, dort liegt das Einsparpotenzial für Familien sogar bei 487 Euro pro Jahr. Einpersonenhaushalte mit einem Verbrauch von jährlich 2.000 Kilowattstunden können bis zu 174 Euro sparen, in Augsburg 263 Euro.

Teilweise wird konventioneller Strom nur umetikettiert

Mehr als die Hälfte der Check24-Nutzer entschied sich Angaben des Portals zufolge jedoch für einen sogenannten Basis-Ökostromtarif, da bei diesen die mögliche jährliche Ersparnis noch höher ist: 497 Euro pro Jahr für Familien, 286 Euro für Singlehaushalte. In Dortmund können Familien sogar bis zu 603 Euro im Jahr sparen. Bei diesen Tarifen ist der Umweltvorteil jedoch deutlich geringer, da die entsprechenden Anbieter den grünen Strom teilweise aus bestehenden Anlagen im Ausland einkaufen. Sie investieren so nicht maßgeblich in den Neubau solcher Anlagen. Zudem etikettieren manche Anbieter herkömmlichen Strom über sogenannte Herkunftsnachweise lediglich zu „grünem“ Strom um. Darüber hinaus sind viele vermeintlich grüne Anbieter mit großen Energiekonzernen verflochten, so dass Stromkunden fossile Energien und Atomkraft so indirekt fördern. Auf der sicheren Seite sind umweltbewusste Verbraucher deshalb nur bei „echten“ Ökostromanbietern, die unabhängig von den großen Konzernen sind, wie zum Beispiel Lichtblick oder Greenpeace Energy.

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Quellen / Weiterlesen:
Stromanbieterwechsler: Weniger als vier Prozent wählen nachhaltigen Ökostrom – check24
Stromanbieterwechsler: Weniger als vier Prozent wählen nachhaltigen Ökostrom – Sonnenseite
Hauptsache, es steht „Ökostrom“ drauf – Klimaretter.Info
Bildquelle: © Thorben Wengert / pixelio – www.pixelio.de

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8 KOMMENTARE

  1. Och je, so viel Text und so wenig Inhalt!

    Auf so viel geballten Unsinn mit „Argumenten“ von vorgestern kann man nur mit mildem Kopfschütteln reagieren.

    Streng Dich mal etwas mehr an, dann das noch was mit dem Klimatrolldiplom : lol:

  2. Oha Alex1, jetzt wird es langsam interessant.

    Eine Verdopplung der aktuell vorhandenen Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen würde die Kohlekraftwerke also zuverlässig ersetzen?

    Dann machen wir doch mal den Realitäts-Check:

    Gestern, also am 10. Oktober, hatten wir

    – 49 GWh aus Wasserkraft
    – 127 GWh aus Biomasse
    – 32 GWh aus Windenergie
    – 68 GWh aus Solarenergie

    Macht zusammen 276 GWh.

    Die Kohlekraftwerke haben gestern 835 GWh erzeugt, also gut drei mal so viel, wie alle regenerativen zusammen. Und diese 835 GWh wollen Sie in Zukunft also durch weitere 276 GWh ersetzen? Aha.

    Oder greifen wir uns doch mal den Zeitpunkt 7:00 Uhr des gestrigen Tages heraus:

    – 2,30 GW aus Wasserkraft
    – 5,29 GW aus Biomasse
    – 0,61 GW aus Windenergie
    – 0,08 GW aus Solarenergie

    Macht zusammen: 8,28 GW. Die Kohlekraftwerke erzeugten zur selben Zeit 37,09 GW. (Der Verbrauch lag um 7:00 Uhr übrigens bei 62,26 GW.) Und der fehlende Rest kommt dann zukünftig aus dem Akku von Ihrem Renault Zoe?

    Die Lüge, dass aus Ihrer Steckdose 100% Ökostrom kommt, der extra für Sie von den Stadtwerken Schönau geliefert wird, haben Sie selbst in die Welt gesetzt. Schon wieder vergessen? Das war doch auch die Begründung für Ihre Lüge, dass Ihre Elektroauto emissionsfrei fahren würde.

    Ach – und seit wann ist Wikipedia unabhängig? Selbst das Wort „frei“ von „freie Enzyklopädie“ wurde längst umdefiniert in „kostenlos“. Wen das Thema wirklich interessiert, der kann sich ja mal hier umsehen: http://de.wiki-watch.de/

    Aber weil ich offenkundig Ihrer Expertise so gnadenlos unterlegen bin, hatte ich Sie doch bereits darum gebeten, mir zu erklären, wie das mit dem Stromsee praktisch funktionieren soll, indem Sie Ihren Strom in Skandinavien produzieren lassen – und von einem winzigen Teil des so erwirtschafteten Gewinns zusätzlich Windparks irgendwo weit weg von den Verbrauchern in Schwachwindgebieten errichtet werden und die zufälligen Stromüberschüsse anschließend billig ins Ausland verramscht werden. Also wie wird dadurch der Strom insgesamt sauberer?

    Und selbst bei Wikipedia kann man doch nachlesen, dass das mit dem Stromsee ausgemachter Quatsch ist:

    „Anders als es der Begriff See suggeriert, hat der Stromsee keine Speicherwirkung. Für das Modell hieße dies, dass man sich einen extremen Steppensee mit einer Tiefe von 0 Millimetern vorstellen müsste. Es kann nur soviel Energie in das Netz (oder den Stromsee) eingespeist werden, wie auch gerade benötigt wird (Energieerhaltungssatz), da adäquate Energiespeicher zurzeit nicht zur Verfügung stehen.

    Das Modell berücksichtigt in den üblichen Darstellungen und Schilderungen nicht die zu überbrückende und verlustbehaftete Entfernungen zwischen Erzeugern und Verbrauchern.“

    Aber Sie toppen diesen Blödsinn sogar noch, indem Sie jetzt auch noch behaupten, bereits das Stromnetz allein würde sich wie ein See verhalten.

    Vermutlich vertreten Sie dann auch die Überzeugung, dass der Bau neuer Stromtrassen bei der Lösung des Problems helfen würde. Denn wenn man glaubt, das Stromnetz sei ein See, dann bedeuten mehr Trassen einen größeren See. Und je größer der See, desto mehr Abwasserstrom kann man natürlich auch da reinleiten. Stimmt’s?

    Jo, dass sich seit Einführung der Subventionen die Erzeugung der Energieerneuerungsanlagen vervielfacht hat (und wir dafür schon jetzt rund 200 Mrd. Euro verbrannt haben), ohne auch nur die geringste Wirkung auf die Stromerzeugung der Kohle- und Gaskraftwerke zu haben, ist tatsächlich interessant. Die Frage ist halt, welche Schlussfolgerungen man daraus zieht. Sie hoffen offenbar, dass eine Verdopplung der Energieerneuerungsanlagen auch die Wirkung auf die Kohlekraftwerke verdoppelt. Und ich befürchte, dass Sie damit recht haben – und wir dann zwei mal Null Wirkung erreichen.

    Von mir aus müssen Sie ihr Potemkinsches Dorf, dass die Jahresproduktion der Energieerneuerungsanlagen bereits höher ist, als die Jahresproduktion der Kohlekraftwerke, gar nicht wiederholen. Ich denke, es hat längst jeder mitbekommen, dass dieser Umstand völlig wirkungslos auf die Stromerzeugung der Kohlekraftwerke war.

    Interessanter wäre deshalb weiterhin die Antwort auf die Frage, wie viel Nennleistung aus Windenergie (und PV) wir benötigen, um damit die bestehenden Kohlekraftwerke endlich tatsächlich zuverlässig ersetzen zu können.

    Ihr erster halbwegs konkreter Antwortversuch in diese Richtung ist ja offensichtlich kläglich gescheitert.

  3. Ach Henti-Troll, Du hast meine Antwort schon so oft erhalten: Mit einer Verdoppelung der Regenerativen könnten sofort alle Kohledreckschleudern stillgelegt werden. Die Regelungs- und Speichertechnologie ist längst vorhanden. Man müsste sie nur anwenden.

    Lügen sind wohl Dein Hobby? Sonst würdest Du nicht so einen Unsinn verzapfen mit dem „ausschließlich sauberen Ökostrom aus Skandinavien“. Wo holst Du nur immer diese plumpen Lügengeschichten her?

    Dass Du als Klimatroll die unabhängigen Seiten von Wikipedia nicht kapierst, ist ja auch nur konsequent. Aber dass Du dermaßen daneben liegst, au weia! Nee, das ist zu peinlich, dass Du meinst, ins Netz würde mehr eingespeist als abgenommen 😆

    Wo befindet sich der Stromsee? Wo befindet sich das Netz? OMG 🙄

    Und es kann wohl nur ein Troll verstehen, was die Produktion der von Dir so geliebten Kohledrechschleudern mit dem Stromsee zu tun hat. Interessant ist doch, dass die Produktion der Regenerativen sich in der fraglichen Zeit vervielfacht hat.

    Wie oft muss ich wohl noch schreiben, dass die Regenerativen schon heute mehr Strom produzieren als alle Kohledreckschleudern zusammen?

  4. Nein, Alex1, ich glaube tatsächlich nicht, dass ich jemals die Antwort auf meine Kinderfragen von Ihnen erhalten werde. Aber versuchen kann man es ja trotzdem. Also:

    Wie liefern die Schönauer Stadtwerke ausschließlich den sauberen Ökostrom aus Skandinavien in Ihre unterfränkische Steckdose?

    Und wie viel Nennleistung aus Windenergie (und PV) wir benötigen, um damit die bestehenden konventionellen Kraftwerke zuverlässig ersetzen zu können?

    Da Sie offenkundig den Blödsinn bei Wikipedia verstehen, hätte ich noch ein paar Bonusfragen an das Genie:

    Wo befindet sich denn dieser Stromsee? Wie kommt der Strom aus Skandinavien in diesen Stromsee? Warum steigt die Spannung dieses Stromsees nicht, wenn man einfach mehr Strom hinein pumpt, als gleichzeitig aus ihm herausgeholt wird? Und wieso haben trotz Stromsee die deutschen Kohle- und Gaskraftwerke im Jahr 1999 330,9 TWh erzeugt und im Jahr 2015 sogar 332,6 TWh? Ist der Stromsee etwa kaputt gegangen?

  5. Na Alex1, dann verraten Sie uns allen doch mal, wie es die Schönauer Stadtwerke fertig bringen, Ihnen Ihren Ökostrom aus Skandinavien am bösen Strom vorbei bis in Ihre unterfränkische Steckdose zu leiten. Auf eine entsprechende Antwort von Ihnen bin ich bekanntlich schon lange gespannt.

    Und auch die Frage, wie viel Nennleistung aus Windenergie (und PV) wir benötigen, um damit die bestehenden konventionellen Kraftwerke zuverlässig ersetzen zu können, dürfen Sie mir gerne endlich beantworten.

  6. Oh je, Hentinger ist aufgeschlagen, der wieder nix versteht 🙄

    War aber zu erwarten.

    Die üblichen Lügen werden natürlich auch wieder aufgetischt.

    Aber was soll man den sonst von einem alten vertrockneten Klimaleugner und Umweltfeind erwarten?

    Das ganze Problem ist doch nur mit ganz vielen Kohlekraftwerken zu lösen, gelle, Hentinger?

    Aber die Zeit beweist, dass solche Ewiggestrige immer weniger werden. Der Fortschritt lässt sich zum Glück nicht dauerhaft aufhalten. Leider gehen dadurch wertvolle Jahre verloren.

  7. Du meine Güte. Langsam sollte sich doch herumgesprochen haben, dass aus der Steckdose immer der selbe Strom kommt – völlig egal, von welchem Strommakler man seine Rechnung erhält und ob der darauf irgendwas von „grünem Strom“ schreibt, oder nicht.

    Dass auch die ach so tollen Strommakler wie Greenpeace Energy, Stadtwerke Schönau oder Naturstrom ihren Strom vor allem aus uralten – und somit längst abgeschriebenen – Wasserkraftwerken beziehen, sollte ebenfalls allmählich bekannt sein. Selbst wenn diese Firmen zusätzlich auch Windparks in Schwachwindgebieten errichten, wird deren Strom durch das EEG vergütet. Er wird also nicht an die eigenen Kunden vermarktet, sondern an der Strombörse Leipzig verramscht. Die Windparks sind lediglich Imageprojekte – so dass die dadurch eingefahrenen Verluste von den Firmen auch eher als Werbekosten gesehen werden.

    Kann man alles in den Geschäftsberichten der jeweiligen Anbieter nachlesen – wenn es einen denn wirklich interessieren sollte und es nicht nur darum geht, sich per Ablasshandel von der Erbsünde CO2-Ausstoß freizukaufen.

    Nix für Ungut.

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