Blackstone Resources entwickelt 3D-gedruckte Festkörperbatterien und konnte bereits einige Erfolge vermelden. Jetzt arbeitet das Schweizer Rohstoffunternehmen an der Technologie für die Massenproduktion und erhält dafür eine Förderung der EU.

Die Vorserienproduktion startet im Sommer in Sachsen

Die Schweizer haben im November 2020 mit ihrer deutschen Tochtergesellschaft Blackstone Technology eine Batteriefabrik in Sachsen eröffnet. In Döbeln sollen Batteriezellen hergestellt werden, unter anderem auch Lithium-Ionen-Festkörperbatterien aus dem 3D-Drucker. Die Vorserienproduktion soll im Sommer 2021 starten.

Das können Feststoffbatterien aus dem 3D-Drucker

Das 3D-Druckverfahren für Feststoffakkus von Blackstone Technology bietet große Vorteile gegenüber herkömmlichen Zellen wie

  • deutlich geringere Kosten
  • höhere Produktionsflexibilität beim Format der Zelle
  • 20 Prozent mehr Energiedichte

Der 3D-Druck spart zudem Rohstoffe wie Kupfer und Aluminium ein, unabhängig davon, wie die chemische Zusammensetzung der Elektrode ist. Blackstone zufolge kann ein automatisierter 3D-Druck-Produktionsprozess bis zu 70 Prozent der traditionellen Investitionen bei der Herstellung von Festkörperakkus einsparen.

Die ersten 3D-gedruckten Prototypen wurden bereits getestet, jetzt entwickelt Blackstone Technology die Technologie für die Massenproduktion weiter. Das Unternehmen hat dazu einen Entwicklungsvertrag mit einem deutschen Fraunhofer-Institut geschlossen, das seine Kompetenz in den Bereichen Batterietechnologie und 3D-Druck eingebracht hat.

Vorteile für Autoindustrie, Schiffe und für 5G-Funknetzwerke

Festkörperbatterien sind die nächste Batteriegeneration: Sie bieten eine deutlich höhere Energiedichte als heutige Lithium-Ionen-Batterien, lassen sich zudem schneller laden und sind sicherer, weil sie nicht entflammbar sind.

Holger Gritzka, Geschäftsführer der Blackstone Technology GmbH, sagte dazu: „Zusammen mit unseren bisherigen Entwicklungen in der 3D-Druck-Batterietechnologie ebnet diese Entwicklung den Weg für die Massenproduktion von Lithium Festkörper-Batteriezellen. Neben den großen Märkten wie der Automobilindustrie würden auch Schiffsanwendungen und neue 5G-Funknetzwerke von den Vorteilen profitieren, die 3D-gedruckte Festkörperzellen bieten können.“

Fördergelder von der EU und aus der Schweiz

Im Januar 2021 erhielt Blackstone einen Zuschuss von der Europäischen Union für die Teilnahme am Forschungs- und Innovationsprojekt Current Direct. Im Projekt geht es darum, Seetransporte umweltfreundlicher zu machen, indem Schiffe auf saubere Energie umgestellt werden. Außerdem fördert auch die Schweizer Innovationsagentur Innosuisse Blackstones Arbeit an 3D-gedruckten Zellen.

Quellen / Weiterlesen

Batterietechnologie der Blackstone Resources | Blackstone Resources
Blackstone bekommt EU-Förderung für den 3D-Druck von Lithium Festkörperbatterien | 3druck
Blackstone Resources meldet Fortschritte beim 3D-Druck von Lithium-Ionen-Festkörperbatterien | 3d-grenzenlos
Bildquelle: © Blackstone Resources

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1 KOMMENTAR

  1. Die Soxn, die sin helle, des wees die ganze Welt!

    Schön zu sehen, wie mit genügend Geld ein Feuerwerk an Innovationen gezündet wird. Vor nicht allzu vielen Jahren wurde noch behauptet, Geld nütze da nichts. Sagten übrigens genau die, die in der jüngeren Vergangenheit Milliardenförderungen für ihre veraltete Industrie forderten…

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