Gute Nachrichten für den deutschen Batteriemarkt: Die Zahlen des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) zeigen ein ungebrochenes Wachstum. Besonders stark legten Lithium-Ionen-Batterien zu, während der Absatz von Bleibatterien deutlich nachließ. Treiber des Marktes sind die Elektromobilität und der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien.

Marktwachstum zeigt die Bedeutung von Batterien

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Quelle: ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

Der ZVEI gab seine Zahlen zur konjunkturellen Entwicklung des deutschen Batteriemarkts auf einer virtuellen Pressekonferenz bekannt. Das Marktvolumen bei Batterien hat sich im letzten Jahr wieder um 17 Prozent erhöht. „Die Volumina der Märkte zeigen, welch hohe Bedeutung die verschiedenen Batteriesysteme für viele Anwendungen haben“, kommentierte Christian Eckert, der Fachverbandsgeschäftsführer Batterien.

Auch neue Technologien wie Zink-Luft-Batterien legten zu

Zu den Gewinnern gehören die Lithium-Ionen-Batterien, die mit 1,6 Milliarden Euro den größten Marktanteil hatten. Ihr Absatz legte im Vergleich zu 2018 um 21 Prozent zu und hat sich seit 2013 verachtfacht. Aber auch sonstige Batteriesysteme, etwa Zink-Luft-Batterien, Lithium-Knopfzellen oder Nickel-Cadmium-Batterien konnten deutlich zulegen: Ihr Anteil wuchs um 40 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Schlecht sah es dagegen für Bleibatterien aus, ihr Marktanteil fiel um 14 Prozent auf 940 Millionen Euro.

Elektromobilität und Erneuerbare lassen den Markt wachsen

Der ZVEI sieht vor allem die Elektromobilität und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien als Treiber des wachsenden Bedarfs. Für beide Technologien sind Batterien der Schlüssel, doch sie werden auch in vielen anderen Bereichen wie etwa für elektronische Geräten oder Hörgeräte gebraucht. Dass sich das Marktvolumen zwischen 2013 und 2019 bei Lithium-Ionen-Batterien mehr als verachtfacht hat, liegt laut ZVEI auch an den stark wachsenden Importen nach Deutschland.

Bleibatterien litten unter dem schwachen Automobilmarkt

Bleibatterien dagegen hatten 2019 keinen leichten Stand, weil der Automobilmarkt schwächelte. Der ZVEI geht aber davon aus, dass dies nur vorübergehend ist. „Die Schwäche des Bleibatteriemarkts ist temporär“, ist Christian Eckert überzeugt. Bleibatterien hätten sich für bestimmte massenmarktfähige Anwendungen bewährt, zum Beispiel für die Notstromversorgung von lebenswichtigen medizinischen Geräten

Quellen / Weiterlesen

ZVEI stellt aktuelle Zahlen zum Batteriemarkt Deutschland vor | ZVEI
ZVEI: Deutscher Batteriemarkt wächst auch 2019 stark | ZVEI
Deutscher Markt für neue Batterien brummt | Erneuerbare Energien
ZVEI: Deutscher Batteriemarkt 2019 auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen | pv magazine
Bildquelle: flickrArgonne National Laboratory

2 KOMMENTARE

  1. Ähm, sry wenn ich das so sag, aber NiCd Akkus sind längst ver boten hierzulande, auch das schaubild sieht jetz nich so dolle aus, auch wenn’s wohl stimmen mag.
    ist insgesamt alles ein komischer Vergleich, Kaufpreise von knopfzellen in einen Topf zu werfen mit allem anderen, Blei Batterien sind wohl eher größer.
    Und zu guter letzt der Bezug zu den erneuerbaren erschließt sich mir da auch nich so ganz

  2. Das gezeigte Titelbild ist symptomatisch für den porträtierten deutschen Batterienmarkt. Da sieht man doch tatsächlich gesockelte ICs? Das ist ja mind 30 Jahre alte Technik! Solange ein Varta-Chef sich hinstellen kann und sinngemäß sagt, dass eAutos aktuell unbrauchbar wären, passt das dann aber wohl ausgezeichnet zu unserem Technologie-Zustand.

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