Batterie aus Pappe verlängert Laufzeit des Smartphones

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batterie-pappe-verlaengert-laufzeit-smartphoneSmartphone-Besitzer kennen das leidige Problem, dass häufig unterwegs der Akku schlapp macht und keine Möglichkeit besteht, diesen auf die Schnelle wieder aufzuladen. Dabei werben die Hersteller immer damit, dass in neuen Geräten der Akku eine noch längere Laufleistung aufweist. Doch häufige Internetnutzung und andere Multimedia-Anwendungen sorgen dafür, dass spätestens am Ende des Tages das Gerät vollständig wieder geladen werden muss. Der chinesische Designer Tsung Chih-Hsien hat nun für Smartphonebesitzer eine Lösung parat, die dem ständigen Energiemangel Abhilfe schaffen soll. Sein Konzept soll im Nachfolgenden vorgestellt werden.

Die biologisch abbaubare und wegwerfbare Batterie für Smartphones

Tsung Chih-Hsien hat eine Batterie entwickelt, die biologisch abbaubar ist und nach Gebrauch einfach entsorgt werden kann. Für das Design hat er diesbezüglich vor kurzem in Singapur in der Kategorie Design Concept den Red Dot Award verliehen bekommen. Chih-Hsien nennt seine Batterie Mini Power. Wegwerfbare Batterien sind an sich nichts Neues. Jedoch überzeugt die von Chih-Hsien entwickelte Batterie mit einem innovativen und umweltfreundlichen Design. Der Akku ist nicht in Plastik verpackt, sondern sitzt in einer Papphülle.

Die kompakten und mobilen Energieträger arbeiten nach dem Prinzip von Papierbatterien und liefern Strom für zwei, vier oder sechs Stunden. Nach den Vorstellungen des Entwicklers sollen diese Batterien in größeren Mengen auf einem perforierten Streifen verkauft werden, so dass sich der Nutzer immer die benötigte Menge abbrechen kann. Ganz wegwerfen sollte man diese Batterie nach Gebrauch aber dennoch nicht. Sie wird beim Kauf von neuen Batterien einfach wieder abgegeben. Dabei kann die Papphülle biologisch abgebaut und die innen liegende Batterie auf einfache Weise recycelt werden. Leider handelt es sich bei der Mini Power noch um ein nicht umgesetztes Konzept. Diese Papierbatterien sind daher momentan noch nicht käuflich zu erwerben.

Ausreichend Energie für zwei bis sechs Stunden

Die Mini Power ist ein innovativer Energieträger, der wahlweise in Modulen mit jeweils einer Leistung von zwei, vier oder sechs Stunden angeboten werden soll. Bisher mussten Smartphone-Besitzer ihr Ladekabel mitführen und versuchen, irgendwo eine Steckdose zu finden. Andere haben einen schweren Ersatzakku mitgeführt, wobei natürlich das Öffnen des Smartphones erforderlich wird.

Als Alternative nutzen viele auch die sogenannten Powerbanks. Hierbei handelt es sich um mobile Lithium-Ionen-Zellen, die in einem Kunststoffgehäuse sitzen und zuvor über ein USB-Kabel aufgeladen werden. Anschließend wird über einen am Gehäuse befindlichen Adapter das Smartphone hierüber wieder aufgeladen. Leider sind auch diese Energieträger nicht gerade Leichtgewichte. Dies könnte sich mit den federleichten Papierbatterien von Tsung Chih-Hsien ändern. Diese können bequem in der Geldbörse oder in der Hosentasche transportiert werden. Das Gehäuse besteht komplett aus Pappe. Außen ist die maximale Energieleistung in Stunden aufgedruckt. An einer Seite des flachen, abgerundeten Gehäuses befindet sich ein kleiner USB-Port, welcher in den meisten handelsüblichen Smartphones eingesteckt werden kann. Auf diese Weise erfolgt der Ladevorgang.

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Wie werden die Batterien recycelt?

In der Papierbatterie steckt ein Lithium-Ionen-Akku. Dieser muss nach dem Gebrauch fachmännisch recycelt werden. Nach der Rückgabe des leeren Papp-Akkus im Geschäft, werden diese gesammelt und an eine Recyclingfirma übergeben. Diese schält nun den Akku aus der Papphülle. Während die Hülle kompostiert werden kann, wird der Akku geschreddert und erhitzt. Man nennt dies eine pyrometallurgische Behandlung. Dabei schmelzen die Metalle, wobei die wertvolleren Bestandteile extrahiert werden. Leider geht bei diesem Verfahren das Lithium verloren, weil es momentan noch keine preiswerte Gewinnungstechnik gibt. Aber alle anderen Bestandteile können wieder für die Produktion genutzt werden.

Bildquelle: © Gisela Peter / pixelio – www.pixelio.de

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