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Die Speicherförderung für Brandenburg ist gestartet! Ab sofort können sich Privatpersonen beim Kauf eines Heimspeichers bis zu 7.000 Euro Zuschuss sichern. Das Programm „1000 Speicher“ will Anreize schaffen, mit einem Stromspeicher den Eigenverbrauch zu erhöhen und das brandenburgische Stromnetz zu entlasten.

Wer kann den Zuschuss beantragen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, die ein selbst bewohntes Eigenheim mit Solaranlage in Brandenburg besitzen. Der Solarstromspeicher darf erst nach Antragstellung gekauft werden. Alle Genehmigungen, die für den Betrieb eines Speichers nötig sind, müssen aber bereits vorliegen oder zumindest beantragt sein.

Welche Solarbatterien werden gefördert?

Das Programm fördert Stromspeicher ab einer Nutzkapazität von 2 Kilowattstunden. Der Heimspeicher muss außerdem dauerhaft mit einer Solaranlage gekoppelt und ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sein.

Zusätzliche Förderbedingungen für Solarstromspeicher

Laut Förderrichtlinie müssen der Eigenverbrauchsanteil und der Autarkiegrad durch den Speicher bei mindestens 50 Prozent liegen. Das heißt: Mindestens die Hälfte des selbst erzeugten Solarstroms muss im Haushalt verbraucht werden und darf nicht ins Stromnetz eingespeist werden. Zusätzlich muss der Haushalt im Schnitt mindestens die Hälfte seines gesamten Jahresstromverbrauchs durch Solarstrom decken, er darf also maximal die Hälfte aus dem Netz beziehen. Ausnahmen sind möglich, wenn es im Haushalt eine Wärmepumpe gibt: Dann darf einer der beiden Werte maximal 10 Prozent niedriger liegen, muss aber durch den anderen Wert ausgeglichen werden. Bestätigen muss dies der Installateur. Dieser muss außerdem bestätigen, dass die Leistung der Netzeinspeisung der Solaranlage nicht mehr als 60 Prozent ihrer Nennleistung unter Standard Testbedingungen (STC) beträgt.

Außerdem muss sich der Antragsteller dazu bereit erklären, im Bedarfsfall am Datenmonitoring teilzunehmen.

Wie hoch ist der Zuschuss zum Heimspeicher?

Der Zuschuss beträgt maximal 50 Prozent der Kaufsumme inklusive Lieferung und Installation, pro Speicher werden aber maximal 7.000 Euro gezahlt. Die Höhe ist gestaffelt abhängig von den Anschaffungskosten für den Heimspeicher:

Speicherkosten inkl. Installation Fördersumme Eigenanteil
8.000 Euro 4.000 Euro (50%) 4.000 Euro
14.000 Euro 7.000 Euro (50%) 7.000 Euro
20.000 Euro 7.000 Euro (35%) 13.000 Euro

 

Wie und wo wird der Zuschuss beantragt?

Die Beantragung läuft über das Onlineportal der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Eine Beantragung in Papierform ist auch möglich. Nach Erhalt des Bescheides können Antragsteller die Installation des Speichers beauftragen und bezahlen. Die ILB erstattet dann den Förderbetrag.

Wie lange läuft das Programm?

Zunächst fördert das Land Brandenburg 1.000 Solarstromspeicher mit insgesamt 7,5 Millionen Euro. Das Programm läuft bis zum 31.12.2022.

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Quellen / Weiterlesen:
1000-Speicher-Programm | ILB
Neue Speicherförderung für Brandenburg | Energyload
Förderung von Stromspeichern im Land Brandenburg | Energyload
Bildquelle: Pixabay

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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