Der Batteriehersteller SES geht über eine Fusion mit einem SPAC an die New Yorker Börse. Fusionspartner ist die bereits börsennotierte Gesellschaft Ivanhoe Capital Acquisition. SES sichert sich durch die Transaktion neben Kapital auch den Zugang zu Batterierohstoffen.

Große Autohersteller unterstützen SES

SES ist ein Cleantech-Startup mit Hauptsitz in Singapur, vorher bekannt als SolidEnergy Systems, das jetzt nur noch unter dem Kürzel SES auftreten will. Durch die Fusion kann SES bis zu 476 Millionen Dollar Kapital erhalten. 276 Millionen stammen aus dem SPAC, weitere 200 Millionen Dollar investieren Geely, General Motors und Hyundai im Rahmen eines PIPE-Investments. Mit GM und Hyundai besteht bereits eine Partnerschaft.

Das kombinierte Unternehmen wird SES zufolge 3,6 Milliarden Dollar wert sein. Qichao Hu, der CEO von SES, sagte dazu: „Der Hintergrund, der Megatrend, ist, dass diese ganzen großen Unternehmen auf der ganzen Welt – nicht nur in den USA, sondern auch in Asien und Europa – sich dazu verpflichten, vom Verbrennungsmotor auf Elektrofahrzeuge umzusteigen.“

SES arbeitet an einer hybriden Lithium-Metall-Batterie für Elektroautos mit hoher Energiedichte von 400 Wh/kg bzw. 1.000 Wh/L. Sie ist SES zufolge dank einer ultradünnen Lithium-Metall-Anode besonders leicht und zudem günstiger herzustellen. Prototypen für GM und Hyundai sollen fast fertig sein.

SES sichert die eigene Rohstoffversorgung

Für SES bringt die Partnerschaft mit dem Rohstoffunternehmen Ivanhoe auch einen strategischen Vorteil. „Die Batterien, die heute verwendet werden, ob bei Tesla, GM oder Hyundai, die Batterien mit hoher Energiedichte haben typischerweise einen hohen Nickelanteil“, sagte Qichao Hu in einem Interview mit Bloomberg. „Letztendlich wird es bei Batterien auf die Kosten und die Rohstoffe ankommen, so dass wir durch die Zusammenarbeit mit Ivanhoe diesen entscheidenden Punkt der Rohstoffversorgung wirklich angehen können.“

Abkürzung an die Börse

Ivanhoe Capital Acquisition ist ein SPAC, ein Mantelunternehmen, das ausschließlich zum Zweck einer Fusion an die Börse geht. Anschließend folgt der Zusammenschluss mit einem aussichtsreichen Unternehmen, in diesem Fall SES. Der Batteriehersteller spart dadurch die Zeit für einen regulären Börsengang – in den USA können das bis zu zwei Jahre sein.

Quellen / Weiterlesen

SES, a Lithium-Metal Battery Supplier for Electric Vehicles, to List on NYSE via Combination With Ivanhoe Capital Acquisition Corp. | businesswire
SES Hybrid Li-Metal Batteries | SES
Batterieentwickler SES plant Börsengang per Fusion | electrive.net
EV Battery Maker SES Agrees to Go Public Via Ivanhoe SPAC | yahoo! finance
Bildquelle: Piqseles

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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