linkedin

In Stuttgart sind die Feinstaubwerte immer wieder zu hoch. Die Stadt löst deshalb regelmäßig Feinstaubalarm aus und fordert dazu auf, das Auto stehen zu lassen. Eine neue App macht es den Stuttgartern nun noch einfacher, sich über Feinstaubwerte zu informieren. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umsteigt, kann in einigen Geschäften sogar Geld sparen.

In nur zwei Monaten von der Idee zur fertigen App

Die „Feinstaub-App“ wurde im Rahmen des Feinstaub-Hackathon entwickelt, den die Stuttgarter Zeitung im Januar organisiert hatte. Über 40 Programmierer, Datenexperten und Bürger hatten sich zum Austausch rund um das Thema Feinstaub getroffen und Ideen entwickelt, wie dieser gemessen und vermieden werden kann. Danach dauerte es keine zwei Monate, bis die Idee von der IT-Firma Helix umgesetzt war.

Wer umweltfreundlich unterwegs ist, bekommt Rabatt

Die neue App für Andoid und iOS zeigt ihren Nutzern, ob gerade Feinstaubalarm herrscht, und vermittelt weitere Informationen zum Thema. Wer dann statt mit dem Auto mit Bahn, Bus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad in Stuttgart unterwegs ist, bekommt in ausgewählten Geschäften einen Rabatt. Darunter sind der 711 Store in Stuttgart-West, die mocca Bar im Kaufhaus Das Gerber und die Hof-Apotheke am Schillerplatz. Insgesamt 11 Unternehmen sind dabei. Dass es noch nicht mehr sind, liegt nur daran, dass die App noch rechtzeitig vor dem Ende der Feinstaub-Saison herauskommen sollte. Für die nächste Saison im Herbst ist eine Überarbeitung geplant.

Bürgersensoren für Feinstaub arbeiten recht genau

Ein anderes interessantes Thema des Hackathons war die Frage, wie genau eigentlich die Feinstaubsensoren des Aktionsbündnisses Stuttgarter OK Labs arbeiten. Das OK Lab hat kostengünstige Messgeräte entwickelt, die hunderte Menschen im Raum Stuttgart und deutschlandweltweit nutzen, um die Feinstaubbelastung im eigenen Umfeld zu messen. Die gewonnenen Daten werden in einer Datenbank zusammengefasst und auf einer Karte visualisiert. Der Vorteil ist, dass so nicht nur an stark befahrenen Straßen gemessen wird, wo die offiziellen Messgeräte der Bundesländer aufgestellt sind. Viele Menschen dürfte schließlich genauso sehr interessieren, wie es um die Luftqualität vor der eigenen Haustüre steht. Zwei Datenexperten haben nun analysiert, wie genau die Sensoren des OK Lab arbeiten: Diese sind zwar weniger genau als die viel teureren offiziellen Geräte, doch wie die beiden Datenexperten beim Hackathon zusammenfassten, gibt es nur wenige wirkliche Ausreißer unter den Sensoren.

Die OK Lab-Datenbank ist unter luftdaten.info abrufbar. Ein ähnliches Projekt, das europaweit daran arbeitet, mit Bürgermessgeräten die Informationslage zur Feinstaubbelastung zu verbessern, ist die Plattform HackAir. Diese bindet auch die Luftdaten des OK Lab in die eigene Feinstaubkarte ein.

<<< Hier finden Sie alle Beiträge zu Feinstaub, Stickoxide und Luftqualität >>>

>>>> Energyload-Newsletter abonnieren <<<<

Quellen / Weiterlesen:
Stuttgart hat jetzt eine Feinstaub-App | Stuttgarter Nachrichten
Wie man mit Daten die Luft verbessert | Stuttgarter Nachrichten
Feinstaub App Stutgart | Helix Software + Support GmbH
Feinstaubalarm und Feinstaub in Stuttgart und Region | Stuttgarter Nachrichten
Bildquelle: Wikipedia – By Hans Haase (Own work) [CC BY-SA 4.0]

TEILEN
linkedin

Ihre Meinung zum Thema? Diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern in den Kommentaren.

Wir bleiben an dem Thema dran und werden Sie aktuell informieren. Tragen Sie sich hierzu in unseren Newsletter ein
Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here