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Über zwei Jahre ist es her, dass Elon Musk das Tesla Solardach vorgestellt hat, doch bisher wurden nur wenige Dächer tatsächlich installiert. Das soll sich dieses Jahr ändern: Musk hat 2019 zum „Jahr des Solardachs“ erklärt und will die Produktion beschleunigen.

Das Model 3 hatte Priorität

Schuld an der langen Verzögerung ist das Tesla Model 3, auf dem bei Tesla das gesamte letzte Jahr der Fokus lag. Nach großen Startschwierigkeiten läuft die Produktion jetzt, so dass Elon Musk seinen Solarprojekten wieder mehr Aufmerksamkeit schenken kann. Dass beim Solardach so lange nichts passiert ist, soll daneben auch technische Gründe gehabt haben.

Dieses Jahr wird definitiv das Jahr des Solardaches und der Powerwall, sagte Elon Musk bei der Vorstellung des neuen Tesla Model Y. Denn neben dem Solardach blieb auch der Heimspeicher Powerwall auf der Strecke. Man habe nicht genug Batteriezellen für das Model 3 und die Powerwall herstellen können, sagte Musk. Dabei hat sich Tesla für das Auto entschieden. Ansonsten wären wir tot gewesen, sagte der Tesla-Chef

Teslas Komplettpaket für nachhaltige Mobilität

Solardach und Powerwall gehören zu Teslas Komplettpaket aus Elektromobilität und Ökostrom. Die Dachziegel produzieren Solarstrom, der in die Powerwall fließt und später das Elektroauto CO2-neutral lädt. Das Besondere am Solardach ist laut Tesla, dass die Dachziegel quasi unverwüstlich sind und ein Leben lang halten. Von außen ist nicht zu erkennen, dass sie mit Solarmodulen ausgestattet sind. Zudem sollen sie alles in allem günstiger sein als herkömmliche Dächer.

Seit Mai 2017 können sich interessierte Kunden ein Solardach gegen eine Anzahlung von 1.000 Dollar bzw. 930 Euro reservieren lassen. Das Produkt war im Nu ausverkauft. Doch nur wenige ausgesuchte Kunden konnten sich bisher tatsächlich über ihr neues Dach freuen. Das wird sich hoffentlich in diesem Jahr ändern.

Neue Powerpack-Projekte geplant

Elon Musk kündigte außerdem an, dass Tesla weiter Energie in die industrielle Ausführung der Powerwall, die Powerpacks, stecken wird. Bisher wurden Powerpacks mit insgesamt 1,5 Gigawattstunden Kapazität in über 30 Länder ausgeliefert. Aus Powerpacks hat Tesla auch den größten Batteriespeicher der Welt errichtet, der mit 100 Megawatt seit 2017 in Südaustralien das Stromnetz stabilisiert. Als nächstes will Tesla in Südkalifornien ein neues Batteriesystem im Gigawattbereich errichten.

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Quellen / Weiterlesen

Tesla Solar Roof: Elon Musk Declares 2019 Will Be the Year of the Roof | Inverse
Bei Tesla geht die Sonne auf: 2019 wird laut Musk das „Jahr des Solardachs“ | futurezone
Bildquelle: Tesla

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. „Aus Powerpacks hat Tesla auch den größten Batteriespeicher der Welt errichtet“

    Mir ist zwar bewusst, dass für ein bestimmtes Klientel alles, was ein gewisser Elon Musk jemals in irgend einer Form mit seinem Segen versehen hat, das Schönste, Größte und Beste sein muss – aber dennoch: Der größte Batteriespeicher mit 300 MWh steht nicht in Australien, sondern bereits seit 2016 in Japan und wurde natürlich auch nicht von Tesla errichtet, sondern von Mitubishi.
    http://www.mitsubishielectric.com/news/2016/0303-b.html

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