Apple kauft Wasserkraftwerk zur Stromversorgung des Rechenzentrums

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apple-wasserkraft-serverApple setzt seine Bestrebungen zur nachhaltigen Stromversorgung seiner Serverzentren fort und kauft in Oregon ein Wasserkraftwerk.

In letzter Zeit wurde wieder häufig über den enormen Energieverbrauch von Rechenzentren diskutiert. Hierbei müssen nicht nur die Hochleistungsprozessoren der Server mit Strom versorgt werden, sondern in erster Linie auch die entsprechenden Kühlsysteme, ohne die ein Betrieb nicht möglich wäre. Insbesondere durch immer neue innovative Weblösungen, wie zum Beispiel das Cloud-Computing, entsteht ein erhöhter Bedarf an Servern. Zu den Dienstleistungsanbietern moderner Weblösungen gehört auch das amerikanische Unternehmen Apple. Im Vergleich anderer bekannter Computer- und Internetkonzerne setzt das Unternehmen ausschließlich auf grünen Strom. Weitere Bemühungen werden von Apple kontinuierlich angestrebt, den enormen Strombedarf durch erneuerbare Energien zu decken. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Apple zwei neue Rechenzentren in Europa, betrieben mit Windkraft, aufbaut.

Apple kauft ein Wasserkraftwerk für sein Rechenzentrum

Der bekannte Computer- und Softwarehersteller Apple hat in unmittelbarer Nähe seines Rechenzentrums im Bundesstaat Oregon ein Wasserkraftwerk gekauft. Dies wurde über den Onlineauftritt der örtlichen Zeitung The Oregonian berichtet. Durch den Kauf verstärkt der Konzern seine Anstrengungen, den Bedarf seiner Rechenzentren soweit wie möglich mit erneuerbaren Energien zu decken. Es handelt sich um ein vergleichsweise kleines Wasserkraftwerk, welches ungefähr 30 km vom Rechenzentrum Apples in Prineville entfernt liegt. Nach Aussage des Computerriesen bietet sich ein solches Wasserkraftwerk geradezu an, um einen Teil der benötigten Strommenge sichern zu können. Aus Apple-Insider-Kreisen liefert das Kraftwerk ungefähr drei bis fünf Megawatt. Diese Energiemenge würde gerade einmal für 2.000 bis 3.500 Haushalte ausreichen. Für die großangelegte Server-Farm in Prineville reicht diese Leistung jedoch bei Weitem nicht aus.

Apple bemüht sich um die eigene Energieversorgung mit erneuerbaren Energien

Schon seit längerer Zeit ist Apple darum bemüht, die eigenen Rechenzentren mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Viele Serverparks werden dabei vollständig aus Wasser-, Solar-, Hydro- und Geothermalkraft betrieben. Selbst von Greenpeace wurde dies zur Kenntnis genommen und der Konzern aus Cupertino wurde diesbezüglich für dieses Bestreben gelobt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Server in Oregon neben dem neu hinzugekauften Wasserkraftwerk ihre Energie auch aus den dortigen Windkraftanlagen beziehen. Erdwärme und Solarenergie nutzen dagegen die Server-Parks in Nevada. Mittlerweile hat Apple angekündigt, einen 70 MW Solarpark auf dem Gelände des insolventen Saphierglas-Zulieferer GT Advanced Technologies zu errichten.

iCloud steht gleichzeitig für einen erhöhten Stromverbrauch

Wenn immer mehr Nutzer die Möglichkeiten der iCloud nutzen, kommt Apple nicht umhin, seine Server-Parks konsequent zu erweitern. Hierdurch würde in Zukunft der Strombedarf enorm in die Höhe schnellen. So wird auch zukünftig der Stromverbrauch in Oregon deutlich ansteigen. Apple arbeitet nach Insider-Kreisen zufolge daran, die Server-Parks dort zu verdoppeln. Das kleine Wasserkraftwerk reicht hierfür alleine bei weiten nicht mehr aus. Im Übrigen passen diese Pläne in Verbindung mit der Entwicklung von iOS8, wonach diese Plattform verstärkt auf Onlinedienste und die iCloud setzen wird. Damit käme Apple seinem eigentlichen Ziel wieder näher, das klassische Dateisystem durch eine innovative Cloud-Lösung abzulösen.

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Cloud-Computing nicht nur bei Apple

Neben Apple bereiten sich auch viele andere weltbekannte Anbieter auf einen verstärkten Einsatz des Cloud-Computings vor. Die bisherigen Serveranlagen werden bei weitem nicht mehr ausreichen, sodass auch hier ein erhöhter Strombedarf bestehen wird. Noch sind nicht alle Konzerne auf grünen Strom ausgerichtet. Darunter gibt es zahlreiche Großunternehmen, die nach wie vor auf Kernenergie und Kohlekraftwerke setzen. Von daher wird sich dieser Markt noch weiterentwickeln. Ein wichtiges Ziel wird dabei sein, auch die übrigen Konzerne davon zu überzeugen, erneuerbare Energien für ihre Anlagen einzusetzen. Beispielsweise hat google vor kurzem das größte Solarkraftwerk der Welt in Kalifornien in Betrieb genommen.

Bildquelle: © poldy / pixelio – www.pixelio.de

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