Ladestation-Infrastruktur in Österreich: Verdoppelung bis 2017

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oesterreich-ladepunkteIn Österreich entsteht eine E-Roaming-Plattform für Elektromobilität: „Ö-HUB“ soll Fahrern von Elektroautos einfaches, anbieterübergreifendes Laden an öffentlichen Ladestationen ermöglichen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ).

Zahl der öffentlichen Ladepunkte soll bis 2017 auf 4.000 steigen

Bis zum Frühjahr 2017 soll das Laden von Elektromotorrädern, E-Bikes und Elektroautos so einfach werden wie das Laden eines Smartphones: Ein einziger Vertrag und ein einheitliches Zugangsmedium genügen dann. Bis dahin soll der Bestand an öffentlichen Ladestationen auf 4.000 steigen. Derzeit gibt es in Österreich rund 2.200 öffentliche Ladepunkte, von denen 80 Prozent den Mitgliedsunternehmen des BEÖ gehören. Projektpartner ist mit Hubject Europas größter Anbieter von Ladeinfrastruktur.

Unkompliziertes Laden bei verschiedenen Betreibern

Die Betreiber der Ladestationen sollen mit Anbietern von E-Mobility-Dienstleistungen vernetzt werden. Der dadurch ermöglichte Datenabgleich erlaubt Kunden das unkomplizierte Laden bei unterschiedlichen Netzbetreibern. Dazu kommt einfaches Bezahlen: Dies soll zukünftig auch per Smartphone möglich sein. Die verfügbaren Ladepunkte können per App eingesehen werden. Nach Abschluss des Projektes können alle Betreiber von Ladestationen und E-Mobility-Anbieter in Österreich an Ö-HUB teilnehmen. Gefördert wird Ö-HUB vom österreichischen Klima- und Energiefonds.

Der Bundesverband nachhaltige Mobilität in Österreich äußerte sich sehr positiv zur den Plänen. Man freue sich, dass eine langjährige Forderung des Verbandes nun umgesetzt würde, hieß es. Viele Fahrer hätten derzeit noch das Problem, dass sie mehrere Karten benötigten, um überall in Österreich laden zu können.

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Elektromobilität kommt auch in Österreich nicht in Fahrt

Elektromobilität soll in Österreich zukünftig eine größere Rolle spielen: Vor einiger Zeit erhoffte sich die Politik für das Jahr 2020 noch 250.000 Elektroautos auf den österreichischen Straßen. Im Jahr 2015 wurden dort jedoch nur 1.677 reine Elektrofahrzeuge neu zugelassen, eine Steigerung von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Umweltbundesamt rechnet nun bis 2017 mit einer Zunahme auf 23.000 elektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride eingerechnet.

Quelle / Weiterlesen:
Elektroauto quer durch Österreich aufladen – Unzählige Ladestationen mit nur einer Karte – oekonews.at
Bildquelle: © Karl-Heinz Liebisch / pixelio – www.pixelio.de

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. 2.200 Öffentliche Ladepunkte!?

    In Graz, der Zweitgrößten stadt Österreichs, „Musterregion Elektromobilität“ gibt es gezählte Sieben! öffentliche Ladstationen mit vielleicht je zwei Ladpunkten für Elektroautos.
    Wo, bitte sind die restlichen 2.186?
    Hier werden private und halböffentliche Ladepunkte wohl mitgezählt – einschließlich E-Bike Steckdosen.
    Eines ist doch klar: Sollte sich die Elektromobilität in den nächsten Jahren durchsetzen, entgehen dem Staat Milliarden an Einnahmen durch die Steuern auf Benzin und Diesel. Warum bitte, kann hier nicht die öffentlich Hand diese wichtige in Zukunft wichtigste Infrastruktur aufbauen?
    Hier wird den Privaten die zukünftige Möglichkeit geboten bei der Bevölkerung groß abzukassieren.
    Unsere Regierung investiert lieber in Förderungen dieser Konzerne und BANKENRETTUNG anstelle in nachhaltige Wirtschaftspolitik!

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