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Flixbus wird elektrisch! Der Fernbusanbieter will in den nächsten Monaten drei Elektrobusse in Deutschland und Frankreich testen. Die Busse stammen von chinesischen Herstellern – und Flixbus will damit ein Signal an die Bushersteller senden.

Ab Sommer elektrisch von Mannheim nach Frankfurt

Die Stromer bei Flixbus kommen von Yutong und BYD. Zwei Modelle von Yutong mit 53 Sitzplätzen sollen ab April auf der 130 Kilometer langen Strecke zwischen Amiens und Paris eingesetzt werden. Ab Sommer kommt dann ein E-Bus von BYD mit 40 Plätzen auf der etwas kürzeren Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim hinzu, teilte Flixbus mit. Die Busse schaffen 100 bzw. 90 Stundenkilometer und sollen eine Strecke mit einer Akkuladung bewältigen können.

Deutsche Hersteller können noch nicht liefern

Dass nur chinesische Marken eingesetzt werden, hat seinen Grund. Modelle von deutschen Herstellern kommen nicht in Frage, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Denn diese seien hinsichtlich der technologischen Entwicklung noch nicht für den Einsatz im Bus-Fernverkehr geeignet. Mercedes will Ende des Jahres mit dem Citaro E-Cell in Serie gehen, MAN startet 2020 mit der Serienproduktion eines Elektrobusses. Beide Modelle sind für den Nahverkehr gedacht.

Flixbus-Chef Schwämmlein appelliert an die Bushersteller

Marktführer bei Elektrobussen ist BYD. In Europa gibt es den finnischen Hersteller Linkker, Volvo aus Schweden und Solaris aus Polen, die Elektrobusse anbieten. Flixbus-Chef André Schwämmlein hat eine klare Botschaft für die Hersteller: „Der erste E-Fernbus ist ein Signal an die Bushersteller, Innovationen voranzutreiben und Alternativen zum reinen Diesel-Antrieb zu entwickeln. Zukunftsfähige Mobilität ist mittlerweile auch ein gesellschaftliches Anliegen.“ Das klingt ähnlich wie bei der BVG, die ebenfalls gerade Mühe hat, Anbieter für eine Lieferung von 45 Elektrobussen zu finden. Elektrobusse sind in der Anschaffung mit rund 700.000 Euro noch rund doppelt so teuer wie ein Dieselbus, doch deutsche Städte müssen die Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden verringern. Um Fahrverbote für PKW zu umgehen, setzt beispielsweise Berlin auf einen saubereren ÖPNV.

FlixTrain: Flixbus auf der Schiene

Flixbus baut zudem sein Angebot im Fernverkehr kräftig aus. Mit FlixTrain hat das Unternehmen gerade eigene Fernzüge in Betrieb genommen und greift die Bahn nun auch auf der Schiene an. Bedient werden die Strecken Hamburg-Essen-Düsseldorf-Köln und ab April Stuttgart-Frankfurt-Hannover-Berlin. Außerdem sind mit Sitzplatzreservierungen und On-Board-Entertainment weitere Features in den Bussen geplant.

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Quellen / Weiterlesen:
Mobilität der Zukunft ist grün | FlixBus testet als weltweit erster Anbieter E-Busse im Fernverkehr | Flixbus
Elektrobusse: FlixBus geht elektrisch auf Fernreise | heise online
Flixbus: Neue Elektrobusse auf Fernstrecken kommen aus China | Deutsche Wirtschaftsnachrichten
Bildquelle: © FlixBus DACH GmbH

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. Sehr schön!

    Es wird Zeit, dass die Innenstädte mit elektrischen Bussen versorgt werden. Was ist wohl ein Menschenleben wert? 700.000 Euro?

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