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Will Tesla in Zukunft eigene Batteriezellen und sogar Superkondensatoren herstellen? Bisher hat der Autobauer erfolgreich mit Panasonic zusammengearbeitet, doch zuletzt gab es Streit zwischen den beiden Partnern. Berichten zufolge soll Tesla bereits an einer eigenen Zellproduktion arbeiten. Auch der Zukauf von Superkondensator-Hersteller Maxwell lässt darauf schließen, dass man neue Wege gehen will.

Der Streit zwischen Tesla und Panasonic

Bisher stellt kein Autohersteller seine eigenen Batteriezellen her, im Normalfall kommen diese von asiatischen Herstellern. Tesla entwickelt seine Akkus selbst und arbeitet dabei mit dem Zellhersteller Panasonic direkt in der Gigafactory 1 zusammen. Das hat lange sehr gut funktioniert, die beiden Partner konnten sogar den Kobaltanteil in den Zellen senken und damit auch die Kosten. Im Frühjahr brach jedoch ein offener Streit aus, bei dem offenbar auch die Zusammenarbeit grundsätzlich in Frage gestellt wurde. Panasonic stoppte vorerst seine Investitionen in die Gigafactory, die beide gemeinsam betreiben.

Jetzt berichtet der US-Sender CNBC unter Berufung auf Tesla-Mitarbeiter, Tesla arbeite an einer eigenen Zellproduktion. Damit wolle sich der Elektroauto-Pionier unabhängiger von Panasonic machen. Es heißt, Tesla konzentriere sich auf Prototypen neuer Zellen auf Lithium-Ionen-Basis sowie auf neue Herstellungsverfahren. Mit diesen will Tesla angeblich eigene Zellen in großen Mengen produzieren. Entsprechende Stellenanzeigen sollen beweisen, dass Tesla in diesem Bereich nach neuen Spezialisten sucht. Weder Tesla noch Panasonic wollten die Meldung kommentieren.

Was hat Tesla im Bereich Superkondensatoren vor?

Einen weiteren Schritt in Richtung Unabhängigkeit geht Tesla vermutlich auch mit dem Kauf von Maxwell Technologies, einem Spezialisten für Superkondensatoren aus Kalifornien. Maxwell arbeitet an einer Technologie mit trockenen Elektroden, die hohe Energiedichten von 300 Wattstunden pro Kilogramm ermöglichen sollen. Künftig sollen es über 500 Wh/kg werden. Auch die Herstellungskosten sollen mit Trockenelektroden um bis zu 20 Prozent günstiger sein als bei den üblichen Nasselektroden. Maxwell verspricht zudem die doppelte Lebensdauer der Batterien.

Frühere Aussagen von Tesla befeuern die Gerüchte um eigene Zellproduktion

Die Idee einer eigenen Zellproduktion ist für Tesla nicht neu. Man brauche eine großtechnische Lösung für die Zellproduktion, sagte Technikchef JB Straubel auf der Tesla- Hauptversammlung. Man wolle „Herr seines eigenen Schicksals“ sein, bekräftigte auch Drew Baglino, Vice President of Technology bei Tesla.

Das kostet allerdings jede Menge Geld, weshalb Tesla diesen Plan wohl nicht ohne weiteres umsetzen kann. Um genug Batteriezellen für das Massenmodell Model 3 zu haben, wird der Autobauer die Zusammenarbeit mit Panasonic erst einmal so weiterführen müssen wie gehabt. Näheres zu Teslas Plänen wird es wohl auf dem „Battery and Powertrain Investor Day“ geben, der noch dieses Jahr bei Tesla stattfindet.

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Quellen / Weiterlesen

Tesla has a secret lab trying to build its own battery cells to reduce dependence on Panasonic | CNBC
Geheime Entwicklung von Zellenfertigung | auto motor und sport
Tesla: Neue Gerüchte um eigene Batteriezellenproduktion | electrive.net
Tesla plant offenbar eigene Zellproduktion | manager magazin
Bildquelle: flickrSteve Jurvetson
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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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