Beim US-Startup Rivian ging es in den letzten Monaten auf und ab. Und die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Wegen eines Akkubrandes musste die Produktion unterbrochen werden. Außerdem strukturiert Rivian das Management um und trennt sich von seinem aktuellen Produktionschef.

Der Brand trat in der Abteilung für Batteriemontage auf

Seit dem Start der Serienproduktion hat Rivian mit Lieferengpässen und Produktionspannen zu kämpfen. Jetzt kam es in der Fabrik in Illinois zu einem Feuer: Ein defektes Batteriepaket sei in Brand geraten und habe eine Evakuierung des Produktionsbereichs für die Batteriemontage nötig gemacht, meldete die Feuerwehr.

Die Ursache wird noch untersucht. Offenbar kam es bei Tests des Batteriepakets zu einem thermischen Durchgehen. Die Feuerwehr hat den Akku mit Wasser gelöscht und weiter gekühlt, um ihn dann ins Freie zu transportieren. Es wurde niemand verletzt, so dass die Produktion anschließend wieder aufgenommen werden konnte.

Rivian entlässt seinen Produktionschef

Auch ohne solche Zwischenfälle lief die Produktion bei Rivian schon länger nicht rund. Der Hersteller liefert bisher weit weniger Fahrzeuge aus als geplant und senkte sein Produktionsziel für dieses Jahr wegen Lieferengpässen von 40.000 auf 25.000 Elektroautos.

Doch die Probleme scheinen noch tiefer zu gehen, denn Rivian trennt sich zudem von seinem bisherigen Produktionschef Charly Mwangi. Das berichtet Bloomberg mit Verweis auf eine interne E-Mail bei Rivian. Künftig wird Frank Klein den Posten von Mwangi übernehmen. Klein hat zuvor für den Auftragsfertiger und Rivian-Zulieferer Magna gearbeitet.

Umstrukturierung der Geschäftseinheiten

Gleichzeitig hat das Start-up weitere Umstrukturierungen vorgenommen. Die Consumer-Sparte, unter der der Elektro-Pickup R1T und der SUV R1S laufen, soll von der kommerziellen Sparte getrennt werden, die den Elektro-Lieferwagen für Amazon baut.

In seiner E-Mail an die Belegschaft schrieb Rivian-CEO R.J. Scaringe: „Dies ist eine wichtige Zeit für unser wachsendes Geschäft, das sich in einem extrem schwierigen Umfeld abspielt“, schrieb Scaringe. „Wir sind gut aufgestellt, um langfristig erfolgreich zu sein, aber wir müssen ständig überprüfen, wie wir arbeiten.“

„Während wir die Produktion auf unser Ziel von 25.000 Fahrzeugen im Jahr 2022 hin hochfahren, sind wir zuversichtlich, dass diese Änderungen unsere Fähigkeiten stärken werden, neue und bestehende Kunden effizienter anzusprechen.“

Rivian hat weiterhin ehrgeizige Pläne. Im Bundesstaat Georgia baut das Unternehmen aktuell eine zweite Fabrik, die die 450.000 Fahrzeuge pro Jahr herstellen kann.

Quellen / Weiterlesen

Tesla-Konkurrenten mit Problemen: Akkubrand in Rivian-Fabrik, Komplett-Rückruf bei Lucid | TeslaMag
Rivian Manufacturing Executive Departs in Management Shuffle | Bloomberg
Bildquelle: © Rivian

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    Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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