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Kaum hat NIO seinen großen Elektro-SUV ES8 auf der Straße, stellt das chinesische Start-up schon sein nächstes Modell vor. Der NIO ES6 ist kompakter als sein großer Bruder, bekommt aber dank des größeren 85 kWh-Akkus deutlich mehr Reichweite. Über 500 Kilometer sollen drin sein. Und auch sonst hat der Crossover-SUV, der ab sofort bestellt werden kann, einiges zu bieten.

Größerer Akku und Wechselakku-Konzept

Optisch gehört der knapp fünf Meter lange und vollelektrische ES6 unverkennbar zur NIO-Familie, allerdings ist sein Design etwas gefälliger. Technisch hat NIO dagegen aufgerüstet: Beim Akku kann man zwischen 70 und 85 kWh wählen, mit der großen Variante erreicht der Stromer bis zu 510 Kilometer Reichweite. Die neuen größeren Akkus mit verbesserter Energiedichte passen übrigens auch in den großen Bruder ES8. Sie können dort problemlos eingesetzt werden, weil NIO bei seinen beiden Serienfahrzeugen nicht nur auf konventionelles Laden an der Ladesäule setzt: Zusätzlich soll ein superschnelles Wechselakku-Konzept vor allem an Hauptverkehrsadern den Kunden die Reichweitenangst nehmen. Ergänzt wird das Ganze durch mobile Ladefahrzeuge, die bei Bedarf einen vollen Akku vorbeibringen.

Zwei Leistungsklassen und umfangreiche Ausstattung im NIO ES6

NIO bietet den ES6 in zwei Leistungsklassen an: Eine Standard-Version mit 320 kW (435 PS) und eine Performance-Version mit 400 kW (544 PS). Beide Versionen haben je zwei Elektromotoren und damit einen permanenten Allradantrieb. Die Top-Version beschleunigt in 4,7 Sekunden auf Tempo 100 und wird 200 km/h schnell. Bei der Karosserie haben sich die Chinesen für eine extrem steife Aluminium-Carbon-Hybridkonstruktion entschieden, die für ein geringes Gewicht und Robustheit sorgt.

Innen setzt NIO auf viel Platz dank eines Radstandes von 2,90 Metern und auf dasselbe digitale Cockpit wie beim ES8. Fahrinfos kommen über ein Head-up-Display, ein digitales Kombiinstrument sowie über einen Multitouchscreen mit 11,3 Zoll. Wie auch sein großer Bruder bekommt der ES6 erweiterte Assistenzfunktionen, die zum Marktstart nächstes Jahr aber noch nicht alle zur Verfügung stehen werden. 23 Sensoren und Kameras, die die Straße und die Umgebung überwachen, ermöglichen 20 verschiedene Funktionen. Dazu gehören ein Parkassistent, autonome Fahrfunktionen und die Überwachung des kreuzenden Verkehrs. Bestimmte Funktionen lassen sich mit Over-the-Air-Updates aktualisieren.

Nomi, der virtuelle Assistenzroboter mit Sprachsteuerung, ist ebenfalls mit an Bord. Diese interaktive künstliche Intelligenz kann auf Anweisung die Massagefunktion der Sitze aktivieren, die Fenster öffnen oder die Lieblingsmusik einspielen. Ein optionales intelligentes Duftsystem mit vier verschiedenen Düften soll automatisch Fahrerprofile und Stimmungen erkennen und das Fahrerlebnis entsprechend angenehm gestalten.

Marktstart zunächst in China, später auch in Europa

Der NIO ES6 kostet mindestens 358.000 Renminbi, etwa 45.800 Euro. Zunächst ist er nur für China vorgesehen, doch NIO streckt bereits seine Fühler nach Europa auf und wird seine Fahrzeuge in den nächsten Jahren auch hier verkaufen. Die Auslieferung in China beginnt im Juni 2019. Bis dahin will NIO weitere Showrooms, sogenannte NIO Houses, errichten, und das Netz an Wechselakkustationen und Servicestationen weiter ausbauen.

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Quellen / Weiterlesen

Der Nächste bitte! | Stern
Kompakt-SUV Nio ES6 | Welt
NIO ES6: Chinesisches Elektro-SUV vorgestellt | Cleanthinking
Bilderquelle: © NIO GmbH

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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