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Mazda konkretisiert seine Elektroauto-Strategie. Der japanische Hersteller setzt hauptsächlich auf Hybridfahrzeuge, plant aber auch ein paar reine Stromer. Das erste Modell kommt 2020 auf den Markt und soll mit einem Wankelmotor als Reichweitenverlängerer angeboten werden. Der Wankelmotor hat bei Mazda eine lange Tradition.

Mazda will Kunden die Reichweitenangst nehmen

Mazda setzt schon seit den 1960er Jahren Wankelmotoren ein. Diese Kreiskolbenmotoren arbeiten sowohl mit Benzin als auch mit gasförmigem Kraftstoff, etwa Autogas. Außerdem sind sie kleiner und leichter als Hubkolbenmotoren und laufen auch deutlich ruhiger. Für seine elektrischen Modelle will Mazda den Wankelmotor nun wiederbeleben und damit das größte Problem von Elektroautos umgehen: Die begrenzte Reichweite. Als Range Extender lädt der Motor die Batterie bei Bedarf während der Fahrt auf. Mazda will seinen Kunden auf diese Art die sogenannte Reichweitenangst nehmen.

“Die kleine Bauform und hohe Leistungsabgabe des Kreiskolben-Motors ermöglichen eine Vielzahl von elektrifizierten Antriebslösungen in einem gemeinsamen Layout”, teile der Hersteller mit. Er sieht sich neben den strengeren Umweltanforderungen weiterhin dem Fahrvergnügen verpflichtet und will deshalb Elektroautos bauen, die die Vorteile elektrischer Antriebe mit bestehenden Technologien verbinden. „Mazda wird sich daher auch in Zukunft auf die Optimierung der Effizienz von Verbrennungsmotoren konzentrieren“, heißt es.

Ein eher ungewöhnliches Konzept

Hybridfahrzeuge wie diese, bei denen der Verbrennungsmotor das Fahrzeug nicht direkt antreibt, sondern nur die Batterie auflädt, sind eher selten. Beispiele sind der Chevrolet Volt oder der Opel Ampera, der jedoch mittlerweile eingestellt wurde. Audi stellte 2010 einen elektrischen A1 mit Wankelmotor vor, der aber nie in Serie produziert wurde.

Bis auf den Antrieb hat Mazda noch keine Infos über seinen ersten Stromer veröffentlicht. Der Autobauer will im Rahmen seines im Rahmen seines Strategieprogramms „Nachhaltiges Zoom-Zoom 2030“ bis 2030 95 Prozent aller Modelle als Hybride anbieten, 5 Prozent sollen rein elektrisch fahren.

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Quellen / Weiterlesen

Mazda-Elektroauto | Welt
Mazda wankelt sich in die Elektromobilität | golem.de
Mazda konkretisiert Elektroauto-Strategie – Wankelmotor-Stromer geplant | ecomento.de
Mazda kündigt Elektrofahrzeug mit optionalem Kreiskolbenmotor-Range-Extender an | Mazda
Bildquelle: Wikipedia – Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war Ralf Pfeifer in der Wikipedia auf Deutsch – Übertragen aus de.wikipedia nach Commons., CC BY-SA 3.0
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

3 KOMMENTARE

  1. Mazda kommt reichlich spät mit der E Mobilität , auch die werden sich noch die Hörner abstossen damit.
    Mit einem unwirtschaftlichen Wankelmotor die Batterie aufladen wollen, klingt nach heutigem Stand der Technik fast lächerlich. Richtig dies machen auch Mitsubishi beim Outlander, der Ampera von GM und der
    I 3 von BMW. Bei der GM Version wie auch Chevi Volt wird ein E Motor vom Generator angetieben und nur der Rest der Strommengen die nicht laufend gebraucht wird geht in die Batterie.

  2. Moin,
    ich staune über die Versessenheit zu meinen, daß die Batterietechnik DIE Zukunft sein solle.Einmal sollte es doch bekannt sein, daß alleine beim Laden, dann beim Stromabnehmen viel Strom auf der Strecke bleibt – allein die Energiebilanz ungünstig ist. Dann ist die Batterietechnik auf Seltene Erden angewiesen. Die Batterien sind schwer, und, und…., werden mit hohen Voltzahlen betrieben – Unfallgefahr.
    Inzwischen ist die Rossi – ecat.de – Technik auf dem Vormarsch! Aus wenigen Gramm Nickelpulver über einen Katalysator mit Wasserstoff in Verbindung gebracht liefert dieses LENR-System große Mengen KW. Es geht um Kalte Fusion. Rossi sagt, es funktioniert, ich weiß letztlich nicht wie, aber ich habe die Tür aufgemacht – sollen die Physiker doch erklären, was da vorgeht… Er hat es geschafft, mit den Großen der Welt Verträge zu schließen, so auch z. B. mit Airbus und es gibt ein Patent von Airbus, http://www.borderlands.de/net_pdf/NET0518S15-17.pdf dazu.
    Auch nanoflowcell, Zürich, hält mit seinem Redox-System seine spezielle Antwort vor. Dort braucht man keine Seltenen Erden – aber der Strom fließt mit nur 48 V z. B. im Auto – also absolut ungefährlich für Natur und Mensch, und recycelbar!
    Und ich kann dazu nur anmerken, daß auch im Kraftmaschinenbau (Verbrenner wie Gasdruck) sich deutlich effektivere Maschinen anzeigen – da bin ich mit dran!

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