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Das Elektroauto-Startup Future Mobility Corporation, kurz FMC, will 2020 mit einem selbstfahrenden Premium-Crossover direkt in den Massenmarkt einsteigen. Dabei steht besonders die Vernetzung im Vordergrund – das Fahrzeug wird zum Smart Device. Wie das genau aussehen soll, hat FMC jetzt mit der neuen Marke Byton gezeigt.

Das Auto als Erweiterung des Smartphones

FMC versteht sich nicht als klassischer Autohersteller, sondern als Consumer-Electronics-Unternehmen. Teaser-Bilder des ersten Byton-Modells zeigen ein mittelgroßes SUV für vier bis fünf Personen. Im Innenraum erstreckt sich ein langer, gebogener 49-Zoll-Bildschirm über die gesamte Breite des Cockpits. Der Fahrer wird mittels Face Scan identifiziert und anschließend wird sein persönliches Nutzerprofil aus der Cloud geladen. Alles, was mit dem Smartphone möglich ist, soll auch im Auto verfügbar sein, und noch mehr: Während der Fahrt wird die Software anhand der Gesichtszüge und Mimik auf den Gemütszustand des Fahrers schließen und die Musik entsprechend auswählen bzw. zielgerichtet Aktivitäten in der Nähe empfehlen. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über einen Touchscreen am Lenkrad sowie mit Sprache oder Gesten. Die Reichweite soll bei 500 Kilometern liegen.

Bis 2022 will FMC drei Modelle etablieren

Ein seriennahes Konzept will FMC im Januar 2018 auf der CES in Las Vegas präsentieren. Im Jahr darauf kommt das Elektroauto in China auf den Markt, 2020 dann in den USA, gefolgt von Europa. Obwohl sich die Marke Byton im Premium-Segment positioniert, wird das erste Modell zwischen 40.000 und 50.000 Dollar kosten und soll ein breiteres Publikum ansprechen. Bis 2022 will FMC mit drei Modellen im Markt vertreten sein. Eine gemeinsame Plattform für alle Modelle soll die Entwicklungskosten halbieren. Produzieren wird das Startup in China, wo auch die FMC-Geldgeber sitzen, der Internetriese Tencent und Apple-Auftragsfertiger Foxconn.

FMC will im Gegensatz zu vielen anderen Startups direkt mit einem Serienmodell in die Massenproduktion einsteigen, statt mit einem Showcar überhöhte Erwartungen zu schüren. Die Kapazität der Fabrik in Nanjing soll bei Vollauslastung bei 300.000 Fahrzeugen liegen. Diese soll 2023 erreicht sein: FMC will das Werk schnell auslasten, um Skaleneffekte nutzen zu können. Die Zusammenstellung des Managementteams lässt hoffen, dass das gelingt: An Bord sind Carsten Breitfeld, früher Entwicklungsleiter des BMW i8 und Wolfram Luchner, der früher an Googles Roboterauto-Projekt beteiligt war. Auch mehrere ehemalige hochrangige Tesla-Mitarbeiter gehören zum Team.

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Quellen / Weiterlesen:
Future Mobility Corporation: Byton will das Auto neu erfinden | Automobilwoche
Mitgründer von Chinas E-Auto-Startup FMC – „Unter 500 Kilometer Reichweite starten wir nicht“ | manager magazin
Byton baut Elektroautos, die Emotionen lesen | auto motor und sport
Diese Firmen wollen die Autowelt umstürzen: Byton – Hochkaräter-Startup mit Massenhersteller-Ambitionen | manager magazin
Bilderquelle: Byton

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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