Henrik Fisker macht seit einigen Jahren wieder von sich reden. Der einst insolvente Autodesigner will neu durchstarten und 2021 ein Elektroauto in Großserie bauen. Der Preis für den Mittelklasse-Stromer mit Festkörperakku soll bei etwa 40.000 Euro liegen. Die Vorstellung der Luxus-Limousine Fisker EMotion verzögert sich dagegen weiter.

Fisker setzt bei allen Modellen auf Festkörperakkus

Das Start-up Fisker Inc. ist Henrik Fiskers zweiter Versuch, mit Elektroautos Fuß zu fassen, seine erste Firma Fisker Automotive ging 2013 insolvent. Ende 2016 kündigte der Unternehmer ein neues Modell an, die Sportlimousine EMotion mit 640 Kilometern Reichweite. Die Vorstellung des Prototyps wurde jedoch schon mehrfach verschoben: Fisker möchte das Fahrzeug von Anfang an mit Festkörper-Batteriezellen anbieten. Diese innovative Technologie ist noch nicht marktreif.

Nun kündigte Henrik Fisker ein Elektroauto der Mittelklasse an, das 2021 in Großserie gebaut und als Konkurrenz zum Tesla Model 3 ins Rennen gehen soll. Der Startpreis soll um die 40.000 Euro liegen, sagte er der Zeitschrift Automotive News. Auch bei diesem Modell setzt Fisker auf Festkörperakkus, die eine hohe Reichweite ermöglichen und als sehr sicher gelten.

Produktion in den USA

Weitere Details zum geplanten Elektrofahrzeug verriet er noch nicht, außer, dass es in den USA gebaut und weltweit verkauft werden soll. Man sei aktuell auf der Suche nach einer Fabrik für die Produktion, wofür unter anderem stillgelegte Werke des US-Konzerns General Motors in Betracht kämen. Fisker geht in dem Interview auch auf die Schwierigkeiten ein, Elektroautos in Serie zu produzieren: Anfangs stünden den hohen Investitionen noch nicht genug Verkäufe gegenüber, um ausreichend Umsatz zu erzeugen. Im Luxussegment seien die Leute bereit, mehr zu zahlen, im Massenmarkt hingegen sei es besonders schwierig.

Entwicklung der Festkörperbatterie „ziemlich weit“ fortgeschritten

Die Festkörperakkus für seine Modelle entwickelt Fiskers Unternehmen selbst. Diese Batterien versprechen eine weit höhere Energiedichte als Lithium-Ionen-Akkus und damit entsprechend mehr Reichweite. Außerdem sind sie sicherer, weil kein flüssiger Elektrolyt eingesetzt wird. Festkörperbatterien überhitzen nicht und lassen sich somit auch schneller laden. Sein Team sei bei der Entwicklung der Festkörperzellen ziemlich weit, sagte Fisker. Seinen Plänen nach könnten die Zellen Ende 2019 erstmals direkt im Fahrzeug getestet werden. Sobald die Entwicklung abgeschlossen und die Zellen serienreif sind, will er die Zellproduktion über Lizenzen an Industriepartner abgeben.

Quellen / Weiterlesen


Fisker aims to offer $40,000 EV by 2021 | Automotive News Europe
Fisker: 40.000-Euro-Elektroauto kommt 2021 | ecomento.de
Fisker plant 40.000-Euro-Elektroauto bis 2021 | Elektroauto-News
Bildquelle: © Fisker, Inc.

Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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