Neue Details zum mysteriösen Tesla-Konkurrenten Faraday Future

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faraday-future-detailsNachdem das kalifornische Start-Up Faraday Future Anfang November mit der Ankündigung Schlagzeilen gemacht hatte, schon 2017 ein Elektroauto auf den Markt zu bringen, das Tesla Konkurrenz machen soll, gab es bisher kaum weitere Informationen über das 500 Mitarbeiter starke Unternehmen oder das geplante Fahrzeug. Mitgründer und Chefingenieur Nick Sampson hat nun im Interview mit dem Handelsblatt ein bisschen mehr verraten.

Faraday Future: Mails lesen und Filme schauen während der Fahrt

Scheinbar plant man bei Faraday Future, als Alternative zum Kauf auch eine Art monatlich zu bezahlendes Mobilitätsguthaben anzubieten. Das Fahrzeug soll eher Teil einer mobilen Mietwagenflotte sein, beim Einsteigen jedoch ganz auf die Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers abgestimmt sein: Sitz und Lufttemperatur sind passend eingestellt und die Lieblingsmusik ist zu hören. Das Auto soll auch – zumindest teilweise – autonom fahren können. Sampson, der auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Faraday Future leitet, träumt davon, dass das Auto während einer fünfstündigen Fahrt von Los Angeles nach San Francisco vier Stunden lang selbständig fährt – der Fahrer könne in dieser Zeit Bücher lesen, Mails bearbeiten oder Filme schauen. Mit den Filmen könnten auch zusätzliche Einnahmemöglichkeiten generiert werden.

Unternehmen wie Starbucks sollen von Faraday Future Nutzerdaten profitieren

Aber auch die während der Fahrt gewonnenen Daten ließen sich zu Geld machen. Sampson zufolge könnte das Fahrzeug automatisch bestimmte Lieblingsrestaurants oder Coffeeshops in der Nähe anzeigen und bei Bedarf auch gleich ein Hotel reservieren. Ketten wie Starbucks könnten von solchen Informationen profitieren: Wenn das Unternehmen wüsste, wer wann wo unterwegs ist, ließe sich besser bestimmen, an welchen Orten und Straßen neue Filialen sinnvoll wären.

Ein Testfahrzeug soll bereits auf der Straße unterwegs sein. Faraday Future will in diesem Jahr in der Nähe von Las Vegas mit der Produktion beginnen. Das Start-Up hat viele ehemalige Mitarbeiter von Tesla und BMW in den eigenen Reihen. Woher die Milliarden kommen, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen, ist nach wie vor unklar. Unter anderem gibt es Gerüchte, dass Apple dahinter steckt.

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In Kürze werden weitere Details zum geplanten Fahrzeug veröffentlicht: Wie auf der Webseite von Faraday Future zu lesen ist, will das Unternehmen am 4. Januar 2016 auf der Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas sein Konzept vorstellen.

Quellen / Weiterlesen:
Faraday Future: Rätselhafter Tesla-Rivale verrät erste Details | Handelsblatt
Geheimnisvoller Tesla-Rivale Faraday Future verrät Details: Elektroauto reserviert dir sogar dein Hotel | t3n
Glimpse into the Future | Faraday Future
Bildquelle: © Faraday Future

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

  1. Na dann mal ran an den Speck!

    Den deutschen Autobauern dürfte es langsam schwindelig werden… 😆

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