Eine neue Studie zur Klimabilanz von Elektroautos zeigt: Elektroautos sind umweltfreundlicher als Verbrenner. Und das offenbar auch dann, wenn sie mit Kohlestrom fahren und ihr Akku aus China stammt. Die Studie stammt vom europäischen NGO-Verband Transport & Environment (T&E), der die Emissionen nach EU-Ländern und nach der Herkunft der Akkus untersucht hat.

Elektroautos selbst mit Kohlestrom sauberer

Für die Studie hat T&E die Menge an CO2 betrachtet, die bei der Verbrennung von Kraftstoff oder bei der Stromerzeugung entsteht. Hinzu kommen die Emissionen, die bei der Herstellung von Auto und Batterie anfallen. Das Ergebnis: Es gibt regionale Unterschiede in Europa. Doch selbst unter den schlechtesten Bedingungen schneiden Elektroautos besser ab als vergleichbare Verbrenner.

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Quelle: TE Transport & Environment

Die Grundlagen der Berechnungen

Die Autoren der Studie legten für 15 Jahre eine durchschnittliche Fahrleistung von 170.000 Kilometern für Kleinwagen, 225.000 Kilometer für Mittelklassewagen sowie 280.000 Kilometer für große Fahrzeuge zugrunde. Für Fahrzeuge, die beruflich genutzt werden, veranschlagten sie bis zu 500.000 Kilometer.

Unter diesen Annahmen verursacht ein Mittelklasse-Elektroauto in der EU 99 Gramm CO2 pro Kilometer, wie gesagt inklusive Herstellung von Fahrzeug und Batterie. Ein vergleichbarer Diesel erzeugt 234 Gramm pro Kilometer, ein Benziner 253 Gramm. Somit sind Elektroautos im Schnitt sauberer als Verbrenner. Allerdings müssen sie mindestens 30.000 Kilometer Fahrleistung erreichen – so lange dauert es, bis die höheren Emissionen ausgeglichen sind, die bei der Herstellung der Batterie anfallen.

Welche Rolle Strommix und Batterieherstellung spielen

Wie stark die CO2-Bilanz der Stromer vom Strommix abhängt, zeigt ein Blick in einzelne europäische Länder. Wird das Elektroauto mit dem heutigen deutschen Strommix geladen, und fährt mit einem Akku aus China, wo der Anteil an Kohlestrom sehr hoch ist, verursacht es über die gesamte Lebensdauer im Schnitt 117g CO2 pro Kilometer. Also immer noch nur halb so viel wie das, was ein Diesel im Laufe seines Fahrzeuglebens verursacht. Am besten schneiden Elektroautos in Schweden mit 60 Gramm CO2 pro Kilometer ab. Schlusslicht in Europa ist Polen mit 183 Gramm. Schuld ist der hohe Anteil an Kohlestrom dort.

Laut der Studie erzeugen Verbrenner insgesamt fast dreimal so viel CO2 wie durchschnittliche Elektrofahrzeuge. Der Unterschied wird noch größer, wenn die Herstellung der Stromer in den nächsten Jahren klimafreundlicher wird. Für 2030 erwartet Transport & Environment für E-Autos eine viermal bessere Klimabilanz als für Diesel- und Benzinfahrzeuge.

T&E-Präsidentin Ulla Rasmussen erläutert das Ergebnis: „Früher wurde die Umweltbilanz von PKW fast ausschließlich am Spritverbrauch gemessen. Dank des Elektroautos ist es mittlerweile selbstverständlich, auch die durch die Herstellung der Fahrzeuge verursachten Emissionen mit einzubeziehen. Und die sind auch bei PKW mit Verbrennungsmotor beträchtlich.“

Batterieherstellung heute umweltfreundlicher als früher

Außerdem wird auch die Herstellung von Elektroauto-Batterien immer umweltfreundlicher. Der Studie zufolge entstehen 6,6 Tonnen Treibhausgase, wenn die Batterie eines Mittelklasse-Stromers in China hergestellt wird. In Europa sieht es mit durchschnittlich 4,5 Tonnen schon besser aus. Batteriefabriken sind heute viel sauberer als früher, schreibt T&E. Der Verband geht davon aus, dass alte Studien dazu mittlerweile überholt sind und sich die Zusammensetzung des Stroms bei der Herstellung stark verbessert hat.

Auch graue Energie mit einbezogen

Um die Unterschiede zwischen Elektroauto und Verbrenner besonders genau zu berechnen, hat T&E außerdem die sogenannte graue Energie mit einbezogen. Damit sind die Emissionen gemeint, die fossile Kraftstoffe auf ihrem Weg von der Förderung bis zur Tankstelle verursachen. Auch die Energie, die bei der Stromübertragung und beim Aufladen des Elektroautos verloren geht, sind in die Zahlen mit eingeflossen. Außerdem geht T&E davon aus, dass heutige Batterien länger halten als früher und somit Elektroautos mit nur einer Batterie dieselben Kilometerleistungen erreichen wie Verbrenner.

Quellen / Weiterlesen

T&E-Studie: E-Autos haben in Europa immer geringeren CO2-Ausstoß als Verbrenner | electrive.net
How clean are electric cars? | TE Transport & Environment
T&E-Studie: E-Autos gute CO2-Bilanz | freenet.de
Umweltbilanz: Selbst mit Kohlestrom liegen E-Autos weit vorn | vision mobility
Bildquelle: flickrMarc
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

38 KOMMENTARE

  1. Interessanter Artikel. Man sieht es geht in die richtige Richtung. Leider fehlt in der Betrachtung wieder einmal die durchschnittliche Lebensdauer der Akkus sowie der Aufwand an Energie und Material fürs Recycling der Elektrofahrzeuge nach ihrem Ableben.
    Ein einfaches kleines Auto wie zB ein VW Polo kann heutzutage durchaus 20 Jahre und 400000km oder mehr halten und kann einfach und praktisch vollständig recycelt werden. Sachbilanzen hierzu liegen vor.
    Wenn alternativ dazu zwei eAutos verbraucht ist die CO2 Bilanz möglicherweise nicht mehr günstiger, aber hier fehlt der Nachweis noch.

  2. Die Antwort steht da ja implizit drin: die Produktion des Autos macht etwa 50g/km über die Lebensdauer aus. ein zweites Auto hätte dann noch einmal 50g/km, was immer noch weniger ist.

  3. ‚https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlekraftwerk#Wirkungsgrad‘ 35 – 38%
    ‚https://de.wikipedia.org/wiki/Dieselmotor#Wirkungsgrad‘ beim Kfz bis zu 43%
    Bei Benzin und Diesel wird der Kraftstoff z.T. zu H2O verbrannt, im Kohlekraftwerk ausschließlich zu CO2.
    Wegen des Wirkungsgrads und der Verbrennungsrückstände vermute ich schwer wiegende Missverständnisse beim Verfasser des Artikels.
    Bei E-Autos werden häufig auch der Wirkungsgrad der Energiefortleitung vom Kraftwerk bis zum Verbraucher, der Wirkungsgrad des Ladegeräts, der Wirkungsgrad bei Laden und Entladen der Akkus und der Wirkungsgrad des Antriebsmotors vergessen.

  4. Es wäre sehr interessant zu sehen, wir gasbetriebene Fahrzeuge abschneiden: keine Batterie und in Zukunft mit „Green Gas“ (heute noch mit nicht gerade perfektem Wirkungsgrad aus sauberem Strom erzeugt) betrieben. Schade, dass diese Alternative keine Lobby hat und deshalb völlig unbeachtet bleibt

  5. Hallo Michael Wolf,
    die Windkraftanlagen werden zeitweise abgestellt, wenn ein Strom-Überangebot besteht. „Green Gas“ wäre z.B. Wasserstoff, der mit Überschuss-Strom aus Windkraftanlagen hergestellt wird. Die Speicherung kann in den Kavernen erfolgen, die z.B. für Erdgas genutzt wurden. Erfolg: CO2-Belastung nur noch für die Produktion der stationären und mobilen Hardware.

  6. Naja, das gute alte Wiki halt 😀
    Vergisst beim Verbrenner-Wirkungsgrad die gesamte Kette von Öl-aus-dem-Boden-lutschen (und das Gas dabei mal nebenbei abfackeln) über die gesamte Kette mit Raffinerie und Transporten per Lastwagen bis hin zur Tankstelle. Das eingerechnet bekommen wir mit Glück vielleicht noch 15% der Primärenergie auf die Straße.
    Und: Verbrennung zu Wasser wäre schon genial. Klappt aber nur bei Wasserstoff-Antrieb. Was die ganze Sache noch verübelt, sind die dauernden Lastwechsel, insbesondere beim üblichen Anteil an Kurzstrecken-Fahrten, die den Bereich der optimalen Bereich nur selten nutzen können. Und das möglichst noch mit dem zeitgeistig bulligen, plumpen Hausrauen-Panzer.
    Die eigentlich dreckigen Kohlekraftwerke, die ja im Grundlastbetrieb laufen, können dagegen dauerhaft im besten Wirkungsgradbereich gefahren werden. Und die Steckdose erreicht der Strom völlig ohne dicke Laster auf der Straße.
    „Noch Fragen, Kienzle?“ 😉

  7. „Laut der Studie erzeugen Verbrenner insgesamt fast dreimal so viel CO2 wie durchschnittliche Elektrofahrzeuge. Der Unterschied wird noch größer, wenn die Herstellung der Stromer in den nächsten Jahren klimafreundlicher wird. Für 2030 erwartet Transport & Environment für E-Autos eine viermal bessere Klimabilanz als für Diesel- und Benzinfahrzeuge.“

    Ich finde es ja auch super, dass die Entwicklung von Elektrofahrzeugen voran geht, aber die Berichterstattung sollte trotzdem fair bleiben. Warum wird hier nicht erwähnt, dass es auch „Klimaneutarlere“ Brennstoffe geben könnte?

  8. „Und: Verbrennung zu Wasser wäre schon genial. Klappt aber nur bei Wasserstoff-Antrieb.“

    Auch bei Verbrennung von Kohlenwasserstoffen entsteht Wasser, zusammen mit CO2.
    Beispiel Methan 1xCH4+2xO2= 2xH2O + 1xCO2 wenn ich im Chemieunterricht richtig aufgepasst habe.

  9. Bitte nicht vergessen, dass H2 für Autos aus Regenerativstrom 2/3 der Primärenergie verschleudert. Man bräuchte also 3-mal so viel Regenerativstrom, bei einem aktuellen Anteil von 40 % also 7,5-mal so viel Solarzellen oder Windräder.

    Und bitte auch nicht vergessen, dass „Bio“sprit ein Landfresser ist. Ein Hektar „Bio“sprit kann 1-2 Verbrennerautos betreiben, 1 Hektar Solar aber 50-100 eAutos. Außerdem sind das Monokulturen mit dem entsprechenden Dünge- und Spritzmittelbedarf, während unter und zwischen Solaranlagen sich artenreiche Magerrasen bilden.

  10. „während unter und zwischen Solaranlagen sich artenreiche Magerrasen bilden.“

    Hab mir mal überlegt, ob man da nicht auch glückliche Hühner oder Kaninchen halten könnte.
    Aber da gibts wohl Probleme an die ein Techniker nicht sofort denkt, vermute ich.

  11. wir laden unsere E-Autos ausschließlich mit PV Strom vom eigenen Hausdach, ein bis zwei Mal pro Jahr nur außerhalb, deshalb ist diese CO2 Bilanz für uns nicht relevant, genau dorthin sollte die E-Mobilität kommen, ausschließlich mit sauberen PV Strom direkt am Arbeitsplatz, beim Einkafen,in Park& Ride Anlagen geladen zu werden, wie auch mit Überschusstrom von PV und Windkraftwerken zur Netzstabilisierung. vieles wird heute in der Emobilität noch immer nicht verstanden und in alten fossilen Denkmuster weiter gedacht ,… e-Mobilitätswende = Systemwende

  12. an alex1: 1. Sonnenenergie haben wir im Überfluss, 15.000 Mal mehr als wir weltweit verbrauchen, darüber brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Wasserstofbrauchen wir nicht, aber nicht aus Strommangel,..der Wirkungsgrad ist auch völlig egal, da die Natur nicht einmal ein Prozent der Sonnenenergie nutzt und trotzdem haben wir diese im Überfluss, …
    2.) woher weist du das Biosprit ein Landfresser ist? betreibst du selber einen Bauernhof?? kennst du überhaupt den Unterschied Biosprit zu kaltgepressten Pflanzenöl?? dann sollte dir bewusst sein, dass die Zugtiere damals bis zu einen DRITTEL der Ackerflächen benötigten um mit Heu, Hafer,… versorgt zu werden. Bauernhöfe, welche ihre Erntemaschinen, Traktoren,.. mit kaltgepressten Pflanzenöl betreiben benötigen nicht einmal 10% der Fläche für die Pflanzenöl Gewinnung, denn dabei fallen 2/3 Presskuchen an, der als hochwertiges Tierfutter verwendet wird um teure, klimaschädliche Soja-Importe zu ersetzen. rechnet man diese 2/3 von den 10% der Ölpflanzen-Flächen weg, benötigt man für die reine Pflanzenöl Nutzung gerade einmal 3 – 4% der Ackerfläche. die Betrachtung sollte man auf Grund der anfallenden Produkt, Pflanzenöl (1/3) zu Presskuchen 2/3 umkehren, : wir erzeugen heimisches hochwertiges Eiweißfutter, also Presskuchen als „Abfall“ bekommen wir Pflanzenöl für unsere „Zugtiere“ Traktoren und Maschinen gratis dazu.

    wenn du ganzheitlich denken würdest, müsstest du erkennen das der Verbrennungsmotor die verheerende „Krücke“ im System ist, der nur max 10% – 20% der zugeführten Energie zur Fortbewegung nutz, weit mehr als 2/3 als Wärme an die Umwelt nutzlos abgegeben wird. folglich nutzen wir den Verbrennungsmotor als Wärme-Kraft-Kopplung in unseren Bauernhof, die Wärme und Strom erzeugt. Anstatt das Pflanzenöl in das Verbrenner-Auto zu tanken, füllen wir es in das BHKW, mit dem wir so viel Strom erzeugen, um mit dem e-Auto genausoweit zu fahren, als mit dem Verbrenner, die anfallende Wärme nutzen wir völlig GRATIS für Raumwärme und Warmwasser.

    um das Thema weiter ganzheitlich zu betrachten gehen wir in die kaskadische Nutzung des Pflanzenöles, das zuerst als Nahrungsmittel zum Kochen und Backen genutzt wird, gesammelt und als zweite Nutzung im BHKW zur Wärme UND Stromerzeugung verwendet wird. dies hat darüber hinaus den Vorteil einer energieautarken, BLACK-Out resistenten Versorgung, die darüber hinaus auch wesentlich zur dezentralen Netzstabilisierung als Regelenergiekraftwerk Verwendung findet. Die Biomasse aus biogenen Abfall -und Reststoffen in fester, flüssiger und gasförmiger Form ist der beste, dichteste natürliche Energiespeicher der als Saison,-Ausgleichs,-und Regelenergie genutz werden kann, mit der Wärme-Kraft Kopplung die eine der wesentlichen Schlüsseltechnologie im Solarzeitalter ist,…ja so einfach ist die Welt wenn man sich einmal genauer ansieht was so passiert, anstatt Pauschalurteile einfach unwissend weiter verteilen,..
    zur Aufklärung: wir erzeugen seit über 35 Jahren unsere Ölfrüchte ohne chem. fossilen Dünger und chem Pfalnzenschutz, lassen die Natur weitgehend über Zwischenfruchtanbau die Nährstoffe und gesunden Humus Boden = CO2 Speicher, aufbauen, das einer Ökologisierung der Landwirtschaft gleich kommt. Klimaschutz ist damit immer gratis dabei.

    Potentiale zu Pflanzenöl: weltweit reichen ca. 2% der Bodenfläche um das gesamte Erdöl mit Pflanzenöl für immer zu ersetzen,.. dabei sind Ölerträge mit bis zu 10.00 Liter /Hektar möglich , das alles natürlich dezentral vor Ort und nicht in Palmöl Monokulturen, jedes Land, Region hat ihre eigenen Möglichkeiten dazu selbst in den kargesten Klimazonen der Erde wachsen noch immer hochwertige Ölsaaten wie die Purgiernuss, die eine Pionierpflanze ist um Ödland wieder zu kultivieren,..Die Purgiernuss ist sehr robust, genügsam und wenig krankheitsanfällig. Da sie durch ihre Sukkulenz auch länger anhaltende Trockenheit gut übersteht und wegen ihres giftigen Saftes kaum von Tieren gefressen wird, ist sie in tropischen Ländern eine ideale Pflanze zur Aufforstung kahler Landstriche oder zur Wiederaufforstung wegen Dürre oder Bodenerosion aufgegebener Agrarflächen. Häufig wird sie auch als Schutzhecke um andere Nutzpflanzungen gesetzt.
    also sind Ölsaaten keine Landfresser, sondern Landgewinn,…. immer wieder sieht man an solchen Kommentaren die völlige Uninformiertheit, die noch immer vorhanden ist

  13. @Rainer Pröbstel: „Hab mir mal überlegt, ob man da nicht auch glückliche Hühner oder Kaninchen halten könnte.“

    Schafe hab ich dort schon öfters gesehen.

  14. Danke, energierebell, für die Antwort. Du scheinst ein richtig Engagierter zu sein. Trotzdem ein paar Korrekturen:

    „Potentiale zu Pflanzenöl: weltweit reichen ca. 2% der Bodenfläche um das gesamte Erdöl mit Pflanzenöl für immer zu ersetzen…“

    2 % weltweit ist verdammt viel, das stellt man sich nur so wenig vor. Bayern hatte ja auf die Biogas-Schiene gesetzt, kommt aber wegen der offenkundigen Probleme (viel zu wenig Ertrag) immer mehr davon weg.

    Außerdem passt das mit dem Potenzial nicht zu Deiner Aussage:

    „Sonnenenergie haben wir im Überfluss, 15.000 Mal mehr als wir weltweit verbrauchen…“

    Das bedeutet, wir bräuchten nicht 2 %, der Fläche, sondern 0,007 % der Landfläche. Also bräuchten nach Deiner Rechnung Bioenergiepflanzen etwa 300-mal so viel Fläche wie Siliziumplantagen.

    Und da wüsste ich, was ich mit der Fläche anfange. Wir brauchen viel mehr Fläche für die Natur, die könnten wir so mit Solar (und erst recht Wind) klimaneutral gewinnen.

  15. „weltweit reichen ca. 2% der Bodenfläche um das gesamte Erdöl mit Pflanzenöl für immer zu ersetzen“

    Das stimmt so nicht, außer ich hab mich verrechnet, bitte nachrechnen.

    Der weltweite Erdölbedarf liegt bei ziemlich genau 100 Millionen Barrel pro Tag, also etwa 16 Milliarden Liter. Quelle:statista
    Im Jahr sind das 5,8 Billionen Liter. Bei 1000 Liter/Hektar ergibt sich 5,8 Milliarden Hektar Flächenbedarf,
    oder 58 Millonen Quadratkilometer.
    Die gesamte weltweite landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt aber nur ca. 50 Millionen km² was knapp 40% der weltweiten Landfläche darstellt. Quelle:wikipedia
    Man müsste also noch 8 Millionen Quadratkilometer Ackerland erschaffen/roden und weltweit nur Ölpflanzen anbauen, um das Erdöl zu ersetzen.
    Als Nahrungsquelle für die Menschen bleibt dann nur noch Fisch und der Presskuchen aus der Ölpresse…

  16. „wir laden unsere E-Autos ausschließlich mit PV Strom vom eigenen Hausdach, ein bis zwei Mal pro Jahr nur außerhalb, deshalb ist diese CO2 Bilanz für uns nicht relevant“

    Doch, das ist sie sehr wohl: Die eAutos, deren Akkus, die PV-Anlage, alles muss produziert und später mal recycelt werden. Auch das kostet Material und Energie und produziert CO2.

    Wie man es auch dreht und wendet, um die Gesamtbetrachtung (well to wheel, cradle to cradle, DIN EN ISO 14044) kommt man nicht herum. Betrachtet man nur einen Teilaspekt, liegt man immer falsch, Zufallstreffer ausgenommen. Aber Wissenschaft ist kein Ratespiel.

    Höchstwahrscheinlich ist die eMobilität zukünftig die umweltfreundlichere Mobilität, für mich steht das außer Zweifel. Aber ich will es wissen und nicht vermuten/hoffen/glauben. Deshalb klare Forderung:
    Zuerst muss das Recycling der eAutos und Akkus und PV-Anlagen großtechnisch so gut funktionieren
    wie das Recyceln von Verbrenner-Autos (85-95%).
    Dann muss ermittelt werden, wie viel Energie und Material dieses Recycling kostet.
    Erst dann kann die Gesamtbetrachtung erstellt werden und wir wissenendlich genau bescheid. Vorher ist alles nur Vermutung, vielleicht zutreffend, vielleicht aber auch nicht. Es bleibt also spannend!

  17. Wir Verbrennen unwiederbringlich 15 Mrd Liter Erdöl am T a g, davon 2/3 für den Verkehr.
    Ein Liter Diesel wird aus 3 Litern Erdöl, ein Liter Benzin aus 4 Liter Erdöl gewonnen.
    Ein Durchschnittsdieselauto mit 8 Litern verbrennt 24 Liter Erdöl auf 100 km, Benziner 32 Liter. Unwiederbringlich.
    Wie kann man nur auf die Idee kommen allein den CO2 Ausstoß zu vergleichen?
    Verbrenner auf Erdölbasis sind a u f D a u e r niemals eine Lösung.

  18. „Ein Liter Diesel wird aus 3 Litern Erdöl, ein Liter Benzin aus 4 Liter Erdöl gewonnen.“

    Das ist eine halbwahre Aussage, korrekterweise müssten Sie sagen: Aus 4 Liter Rohöl wird
    ca. 1Liter Diesel UND ca. 1Liter Benzin gewonnen, sowie ca. 2L weitere Produkte.
    Großes circa überall, weil sich die Rohölsorten je nach Fundort stark unterscheiden.

    Hier aber eine grobe prozentuale Zusammensetzung:

    Flüssiggase, z. B. Propan, Butan ~3 %
    Rohbenzin (Naphtha, Cycloalkane) ~9 %
    Benzin (Otto-Kraftstoff) ~24 %
    Flugturbinenkraftstoff (Kerosin) ~4 %
    Dieselkraftstoff, leichtes Heizöl (EL, L) <21 %
    schweres Heizöl (M, S) ~11 %
    Bitumen, Heizöl schwer (ES) ~3,5 %
    Schmierstoffe (z. B. Spindelöl) ~1,5 %
    Sonstige Produkte, Verluste usw. ~2 %

  19. „Wie kann man nur auf die Idee kommen allein den CO2 Ausstoß zu vergleichen?“

    Das predige ich auch die ganze Zeit. CO2 ist nicht alles, man muss den gesamten Materialverbrauch und die gesamte Abfallstofferzeugung auch mitbetrachten.

  20. CO2 ist aber bei Weitem das größte Problem unserer Zeit.

    Alles Andere ist – überspitzt – eine reine Frage des Preises. Was – wirklich – selten ist, wird teuer.

  21. CO2 ist ein Problem unter vielen, alle verursacht
    durch die stark wachsende Weltbevölkerung von fast 8 Mrd. Menschen.
    Der weltweit schwindende Bestand an Ackerland, Wald, Biomasse in den Ozeanen und an allen Rohstoffen ist genauso kritisch.

    Es ist genau zu prüfen, ob die massenhafte Produktion und Installation von PV-Anlagen, 2 Mrd. eAutos und deren Akkus, Ladeinfrastruktur, sowie das Recyceln all dessen wirklich so viel CO2 spart, dass man riesige verwüstete Landschaften in Bolivien, Kongo und China dafür in Kauf nimmt.

    Es wäre interessant zu sehen, wie die Betrachtungslage wäre, wenn Lithium, Kobalt, Neodym, Gallium, Arsen, Blei, Zinn und Tantal in Niedersachsen oder Bayern lagern würden und man dort das Zeug abbauen müsste.

  22. „Es ist genau zu prüfen, ob die massenhafte Produktion und Installation von PV-Anlagen, 2 Mrd. eAutos und deren Akkus, Ladeinfrastruktur, sowie das Recyceln all dessen wirklich so viel CO2 spart, dass man riesige verwüstete Landschaften in Bolivien, Kongo und China dafür in Kauf nimmt.“

    Das ist längst geprüft. Das mit den „riesigen verwüsteten Landschaften“ ist die Desinformation, die uns laufend von der Öl- und Kohlemafia vorgesetzt wird.

    Alles ist besser als die Verwüstung der Erde durch die Globale Erwärmung. Und die Verwüstungen durch die Ölförderung. Die man halt nicht so sieht, weil Exxon Valdez weit weg war, Deepwater Horizon alles auf den Meeresboden abgelagert hat und die Verwüstungen in Nigeria niemanden interessieren.

  23. „Das ist längst geprüft.“
    Ach ja?
    Sagen Sie mir bitte, wo sich eine Recyclinganlage für Lithium-Cobalt-Akkus befindet (keine Versuchsanlage einer Uni sondern eine, die kommerziell arbeitet), wie effektiv diese arbeitet (Recyclingquote), wieviel CO2 dabei entsteht, und wie viel Abfallstoffe. Was geschieht mit den Abfallstoffen?

    „Das mit den „riesigen verwüsteten Landschaften“ ist die Desinformation, die uns laufend von der Öl- und Kohlemafia vorgesetzt wird.“
    Ich habe eine Lithiummine in Westaustralien selber gesehen.

    Wenn ich sie richtig verstehe, wollen Sie Umweltschäden und CO2-Ausstoß verhindern durch andere Umweltschäden. Das will gut überlegt sein. Man ist mit diesen Überlegungen auch schon recht weit, aber bevor man erneut einen Irrweg startet wie einst die Atomkraft, muss man den Gedanken schon zu Ende denken. Da helfen haltlose Behauptungen genausowenig wie Verschwörungen, da hilft nur kaltes Wissen. Leider tendieren viele Menschen dazu, sich von vielen Ideen eine einzige auszusuchen und diese dann kompromisslos zu verfolgen ohne weiterhin zu schauen ob es nicht bessere gibt.

    Also nochmal in aller Kürze: Solange man nicht weiß, wie die vollständige Bilanz einer globalen E-Mobilität aussieht, ist von Schnellschüssen abzusehen. Man weiß nicht wohin mit den Dingen, die man da aus der Erde gräbt und wir graben sowieso schon zuviel. Sonnenenergienutzung ist langfristig die einzige Zukunft, das ist sonnenklar. Es geht einzig um das „wie“. Dieses muss so umweltschonend wie möglich geschehen, und da sehe ich die Technik noch nicht ganz angekommen. Aber zum Glück gallopiert hier der Fortschritt und steht nicht still.

  24. Metallrecycling ist eine uralte Technik. Da gibt es keine prinzipiellen Probleme. Degussa z.B. macht das seit Jahrzehnten. Muss man nur ein bisschen anpassen. Und auch der CO2-Ausstoß ist extrem gering im Vergleich zu dem gesparten CO2 durch die Vermeidung von Fossilsprit.

    Lithiummine, na und? Regst Du Dich auch so über Kupferminen auf? Oder Eisenminen? Oder Bleiminen? Ohne einen Vergleich sagt das überhaupt nichts aus. Von Braunkohle wollen wir gar nicht reden.

    Ja, „kaltes Wissen“ ist gut. Und dieses „kalte Wissen“ hat eben gezeigt, dass eMobilität selbst mit reinem Kohlestrom besser ist als fossile Mobilität.
    Und dieses „kalte Wissen“ hat auch längst belegt, dass die weitaus schlimmste Bedrohung für die Menschheit in der menschengemachten Globalen Erwärmung liegt.

    Und Du liegst falsch: Man weiß sehr wohl genau Bescheid über die komplette Ökobilanz von eAutos (kannst Du hier auch mehrfach nachlesen). Und seit Jahrzehnten weiß man aufgrund dieser Ökobilanzen, dass eAutos eben um Längen besser sind als Fossilverbrenner.

    Du hast auch bisher kein einziges Argument geliefert, sondern nur willkürliche Zweifel. Und nebulöse Forderungen á la „Man müsste mal…“, die längst erfüllt sind.

    Was willst Du eigentlich? Warten, bis eAutos NOCH umweltfreundlicher sind? Falscher Weg, jedes neue Auto müsste ab sofort elektrisch sein, nur das brächte uns weiter. Es wäre sogar umwelt- und erst recht klimamäßig günstiger, wenn alle Verbrenner sofort (auch die ganz Neuen) verschrottet und durch eAutos ersetzt würden.

    Und nochmal: Fahrrad, ÖPNV und Bahn sind noch besser als individuelle eMobilität.

  25. @Rainer Pröbstl: Hier mal Fakten, die Du mit sehr wenig Aufwand hättest selbst herausfinden können:

    „Die übliche Definition der energetischen Amortisationsdauer berücksichtigt nicht die Zeitdauer zwischen dem Energieeinsatz für die Herstellung einer Anlage und dem Beginn der Energieproduktion bzw. Energieumwandlung. Strenggenommen könnte man diese der Amortisationszeit hinzurechnen. Während bei Windkraftanlagen und Solarparks wenige Wochen bis Monate zwischen der energieintensiven Herstellung wesentlicher Grundstoffe und der Inbetriebnahme liegen, kann dieser Zeitverzug bei großen thermischen oder Wasserkraftwerken mehrere Jahre betragen. Bei ähnlichem Zeitraum des Energieeinsatzes hat sich ein Solarpark oder Windpark oft schon energetisch amortisiert, während ein konventionelles Kraftwerk noch in Bau ist.“
    und
    „Bei einem Einsatz in Deutschland wurde die Energie, die 2011 zur Herstellung einer Photovoltaikanlage benötigt wird, in Solarzellen in etwa zwei Jahren wieder gewonnen. Der Erntefaktor liegt unter für Deutschland typischen Einstrahlungsbedingungen bei mindestens 10, eine weitere Verbesserung ist wahrscheinlich.[99] Die Lebensdauer wird auf 20 bis 30 Jahre geschätzt. Seitens der Hersteller werden für die Module im Regelfall Leistungsgarantien für 25 Jahre gegeben. Der energieintensiv hergestellte Teil von Solarzellen kann 4- bis 5-mal wiederverwertet werden.“

    Und jetzt darfst Du Wiki „hinterfragen“…

  26. Das dreht sich hier leider im Kreis, deshalb verlasse ich die Runde hier.

    Whatsapp-Gruppen-Niveau, schade.

    „Man weiß sehr wohl genau Bescheid über die komplette Ökobilanz von eAutos (kannst Du hier auch mehrfach nachlesen).“
    Nein, wo denn? Es fehlt immer das Recycling.

    „Metallrecycling ist eine uralte Technik. Da gibt es keine prinzipiellen Probleme. Degussa z.B. macht das seit Jahrzehnten. Muss man nur ein bisschen anpassen.“
    Komisch, dass es dann bei Li Co Akkus keiner macht aber alle dran rumforschen. Bevor es da keine belastbaren Zahlen gibt ist alles Vermutung, kein Wissen.

    „Und auch der CO2-Ausstoß ist extrem gering im Vergleich zu dem gesparten CO2 durch die Vermeidung von Fossilsprit.“
    Das sind genau die Zahlen, die noch fehlen, genau darum gehts mir. Wenn Sie von der Existenz einer solchen Fabrik wissen, bitte um Mitteilung, denn dort und nur dort könnte man sie erfahren. Und endlich
    die Sachbilanz des eAutos vervollständigen.

    Und ja, ich will dass Autos umweltfreundlicher werden. Wie ist mir egal. Um zu Beurteilen, was am umweltfreundlichsten ist, braucht man die vollständigen Sachbilanzen.

    „Fahrrad, ÖPNV und Bahn sind noch besser als individuelle eMobilität.“
    Wenn wir schon bei Polemik sind, zuhausebleiben ist noch besser.

  27. Wenn Dir meine Art nicht gefällt, probier´s doch da mal: http://www.goingelectric.de, wo Leute aller Couleur Dir alle Vor- und Nachteile der eMobilität gerne auseinandersetzen. Auch die Negativseiten werden bestens beleuchtet.

    Aber ich antworte Dir gerne noch einmal:

    „Das dreht sich hier leider im Kreis, deshalb verlasse ich die Runde hier.

    Whatsapp-Gruppen-Niveau, schade.“

    Du ahnst nicht, wie Recht Du hast.

    „„Man weiß sehr wohl genau Bescheid über die komplette Ökobilanz von eAutos (kannst Du hier auch mehrfach nachlesen).“
    Nein, wo denn? Es fehlt immer das Recycling.“

    Na, HIER auf energyload. Bist Du zu faul, „Recycling“ in die Suchfunktion einzugeben?

    „„Metallrecycling ist eine uralte Technik. Da gibt es keine prinzipiellen Probleme. Degussa z.B. macht das seit Jahrzehnten. Muss man nur ein bisschen anpassen.“
    Komisch, dass es dann bei Li Co Akkus keiner macht aber alle dran rumforschen. Bevor es da keine belastbaren Zahlen gibt ist alles Vermutung, kein Wissen.“

    Wenn man null Ahnung von Metallurgie hat, muss man halt (z.B. auf energyload) suchen.

    Außerdem „argumentierst“ Du wie die Klimaleugner, die erst dann die menschengemachte Globale Erwärmung akzeptieren wollen, wenn ihr Wohnort unter Wasser steht.

    „„Und auch der CO2-Ausstoß ist extrem gering im Vergleich zu dem gesparten CO2 durch die Vermeidung von Fossilsprit.“
    Das sind genau die Zahlen, die noch fehlen, genau darum gehts mir. Wenn Sie von der Existenz einer solchen Fabrik wissen, bitte um Mitteilung, denn dort und nur dort könnte man sie erfahren. Und endlich
    die Sachbilanz des eAutos vervollständigen.“

    In vielen Bilanzen – die auch hier auf energyload publiziert wurden, musst sie nur suchen – sind sowohl Erzeugung als auch Entsorgung/Recyclin mit drin. Die Ökobilanz von metallurgischen Prozessen ist bekannt. Such Dir doch bitte mal z.B. beim Umweltbundesamt die CO2-Emissionen der gesamten metallurgischen Industrie. Ich würde mich wundern, wenn sie auf über 1 % der GESAMTEN deutschen CO2-Emissionen käme.

    „Und ja, ich will dass Autos umweltfreundlicher werden. Wie ist mir egal. Um zu Beurteilen, was am umweltfreundlichsten ist, braucht man die vollständigen Sachbilanzen.“

    Nein, ist Dir nicht egal. Du reitest auf Nebensächlichkeiten rum. Das bei Weitem Entscheidende ist der CO2-Ausstoß. Das ist wissenschaftlich längst belegt.

    Komisch, dass Du bei den von Dir geforderten „Sach“-Bilanzen das Erdöl außen vor lässt. Allein die Masse des beim Fahren verbrauchten Öls übersteigt die Massen aller anderen Rohstoffe bei Weitem. Vom CO2-Ausstoß ganz zu schweigen.

    „„Fahrrad, ÖPNV und Bahn sind noch besser als individuelle eMobilität.“
    Wenn wir schon bei Polemik sind, zuhausebleiben ist noch besser.“

    Es sagt viel über Dich aus, wenn Du den Blick über den Tellerrand als Polemik bezeichnest. Es geht doch nicht nur darum, eine eingefahrene Gewohnheit (MIV) weniger umweltschädlich zu machen, sondern nach Alternativen zu schauen, es noch umweltfreundlicher zu machen. Und Du wirst lachen, es ist wirklich besser, freie Zeit vor Ort zu verbringen als zwanghaft weit reisen zu wollen.

    Und wenn Du schon auf dem verengten Weg rumreitest, dann bleib bitte beim Thema des Artikels, nämlich dem CO2. Es ist unredlich, zuerst selbst eine Nebengleisdiskussion anzuzetteln und dann bei einer Erweiterung des Gesichtskreises „Polemik!“ zu rufen.

  28. „Wenn man null Ahnung von Metallurgie hat, muss man halt (z.B. auf energyload) suchen.“

    Ich finde, wenn man null Ahnung von Metallurgie hat, sollte man zum Thema Metallurgie schweigen. So wie zu allem, von dem man keine Ahnung hat. Außerdem gehts hier nicht um Metallurgie allgemein sondern konkret um die CO2-Bilanz des Akkurecycling.

    Wer glaubt, Ahnung zu haben, weil er Suchbegriffe in Google eingeben kann, dann die von Google gefundenen Treffer mit Copy und Paste als sein Wissen oder „DAS“ Wissen darstellt, liegt falsch.
    Wer nur CO2 betrachtet blickt nicht über den Tellerrand. Wer Dinge als ‚wissenschaftlich belegt‘ bezeichnet, die es nicht sind, liegt falsch. Wer behauptet, dass bei den Sachbilanzen nach DIN das Erdöl außen vor bleibt, liegt falsch. Wer Recycling und damit Nachhaltigkeit als nebensächlich bezeichnet, liegt falsch.

  29. Wem sagst Du das? Ich fühle mich nicht angesprochen.

    Fazit bleibt doch, dass eAutos sogar bei reinem Kohlestrom unter dem Strich umweltfreundlicher (bzw. weniger umweltschädlich) WÄREN als Fossilverbrenner.
    Und Fazit bleibt auch, dass dieser Vorsprung beim heutigen deutschen Strommix noch weiter ausgebaut wird und sich das täglich verbessert.
    Und Fazit bleibt auch, dass die meisten eAutofahrer eh echten Ökostrom nutzen.
    Und Fazit bleibt auch, dass jeglicher Strommehrverbrauch in der EU regenerativ erfolgen muss.
    Aber Fazit bleibt auch, dass Bahn, ÖPNV oder Muskelkraft NOCH besser sind als eAutos.

    Leuten zu beschimpfen, wenn man selbst keine Fakten bringt, ist kontraproduktiv. Ökobilanzen von Organisationen wie der EMPA anzuzweifeln ohne irgendeine Grundlage ist auch kontraproduktiv.

  30. Ökobilanzen, die unvollständig sind, sind falsch, und wenn sie vom lieben Gott persönlich sind.
    Grundlage dieser „Anzweifelung“: DIN EN ISO 14044

    Die EMPA Studie betrachtet nicht das Recycling, sie schätzt nur und ist somit unvollständig, das sind die Fakten. Hat mit Bahn, Bus, Strommix etc nichts zu tun.

  31. Dir wird man es nie recht machen können.

    Nochmal, auch wenn Du es nicht verstehen wirst:

    – Das weitaus drängendste Problem der Menschheit ist das CO2
    – Und da sind eAutos mit Abstand besser als Fossilverbrenner.
    – Keine Ökobilanz ist je vollständig. IMMER wirst Du Lücken finden.
    – 99 % aber reichen.

    Und Du bist offenbar nicht willens, Links wirklich zu lesen, die Dir gepostet werden, hier von Marcel Balcu:

    @Rainer Pröbstl Wie bitte??? Lithiumakkus können heute schon zu 96% recycelt werden. Die restlichen 4% sind die Plastik-Separatorfolie. Diese wird verbrannt. https://www.youtube.com/watch?v=pwoRxee97Rs&t=13s
    oder https://www.elektroauto-news.net/2020/li-cycles-erste-lieferung-recyceltes-batteriematerial?fbclid=IwAR0zlrNg8fpei1GZi_vh9pAbOeaJ7mp7wsdqAUjRlEmz8k_ML98wg1LEEY0

    Langsam nervt Deine sture Faktenresistenz.

  32. Endlich mal ein hilfreicher Link, vielen Dank dafür.
    Das kanadische Unternehmen sagt „Das Werk soll noch in diesem Jahr voll funktionsfähig sein.“
    Das ist doch mal was. Dann kann man, sobald das geschehen ist, mit den dort gewonnenen Zahlen die Sachbilanz vervollständigen. Das ist es was ich fordere, ich will wissen, was man fürs Recyceln braucht und wie viel davon. Das sind die Fakten, auf die wir warten müssen. Faktenresistent nennen Sie mich, der Fakten fordert? Interessant. Das kann ich tatsächlich nicht verstehen. Aber ich sehe meine Aufgabe hier als Kommentator, die Verfasser der Artikel darauf aufmerksam zu machen, wo noch Klärungsbedarf herrscht. Anonyme andere Kommentatoren und deren Meinungen, was wichtig ist und was nicht, beeinflussen mich dabei nicht. Wenn Sie mir sagen können, wo eine funktionierende Recyclingfabrik für eAuto-Akkus zu besichtigen ist (die kleine Versuchsanlage in Holland kenne ich bereits) werde ich das dankend vermerken und zur vervollständigung der Daten raten. Ob Sie das nervt oder nicht, ist mir herzlich egal.

  33. Verbrenner vs eAntriebe

    Verbrenner hinterlassen Abgase
    eAutos hinterlassen saubere, abgasfreie Luft

    Viren verbreiten sich in verdreckter Luft besser

    Würden unsere Lungen wählen können, wäre die Entscheidung eindeutig!

  34. @Rainer Pröbstl: Mit ein ganz klein wenig Sachkenntnis über Metallurgie (auch angelesen) und etwas Grips wärst Du auf genau die selben Ergebnisse gekommen.

    Ich wiederhole mich gerne: Die metallurgische Sachbilanz ist völlig untergeordnet unter der CO2-Bilanz. Das mag man verstehen oder nicht, es ist aber so.

    Würden alle so penetrant auf Kleinigkeiten rumhacken, gäbe es heute noch überhaupt kein eAuto.

    Ich schlage vor, Du erkundigst Dich mal über die wirklichen Probleme, also die Ölförderung z.B. in Nigeria. Dagegen ist alles, was Du hier vorbringst, wirklich nur Peanuts.

  35. Wir werden sehen wie das Recycling geht, sobald die erste vernünftige Anlage läuft.
    Vorher können wir uns totgoogeln und im unendlich geduldigen Internet ebensoviele „Beweise“ dafür finden, dass es super gehen wird, wie dafür, dass es nicht gehen wird oder dafür dass es halbwegs gehen wird, aber sich „nicht lohnt“.
    Dass Kobalt- und Lithiumförderung, -verarbeitung und -entsorgung Peanuts sind oder Kleinigkeiten ist Ihre Meinung, ich teile sie nicht. Ich will wissen, welche Folgen das hat und was mit dem Zeug passiert, bevor ich mir eine Meinung bilde. Man hat versucht, mit Kernkraft das Energie/CO2-Problem zu lösen, totales Fiasko. Quecksilber, Kadmium, Nickel, vieles wurde schon für Akkus in Betracht gezogen und meist verworfen weil zu problematisch. Deshalb ist mein Standpunkt: Nicht erst machen und dann schauen, was passiert, sondern erst genau schauen, was passieren wird, dann machen.
    Aber es steht natürlich jedem frei, das anders zu sehen.

  36. Genau!

    Lieber erst einmal 20 Jahre weiter warten, bis sich die Erde um ein weiteres Grad erwärmt hat…

  37. ein ewiger Streit.
    Bio Diesel etc könnte wie zum Beispiel in Österreich praktiziert wird aus den Unmengen von FRITTEN-ÖL etc. sowie Fetten die in der Schlachtung , in Fettabscheidern der Gastronomie anfallen produziert werden.
    Das erfolgt aber bei uns in Deutschland und Eu nicht. Früher wurden die Tiere mit Lebensmittelabfällen die eingesammelt wurden statt wie heute verbrannt werden gefüttert. Das hat EU verboten um Massentierhaltung von Schweinen, Kühen Geflügel mit teurem importierten Soja, Mais zu füttern. Statt im selbst erzeugtem Art gerechten Futter.
    Dafür werden Unmengen von Lebensmitteln weggeschmissen besonders auch der Fleischproduktion die Unmengen zur Erzeugung durch importierte Futtermittel und Wasser verbraucht haben.
    Für die Erzeugung von Treibstoffen und Schmiermittel werden weltweit Kriege ums Öl geführt.
    Siehe Nahen Osten ,Saudi Arabien. Iran IRAK Lybien wo Erdogan mit Truppen in Bürgerkrieg eingreift um Zugriff auf Ölquellen zu erlangen.
    Die Umweltzerstörung und der Ausstoß von CO² Durch Kriege müsste auch in CO² Bilanz der Verbrenner eingerechnet werden. Da traut sich keiner!
    Um Sonnenenergie wurden noch keine Kriege geführt. Die gibt es auch ausreichend in Deutschland um auf vorhandenen Gebäuden Solardächer für Stromerzeugung zu errichten .
    Um Wind wurden auch noch keine Kriege geführt. Erneuerbare Energien kosten auch keine Devisien ,die wir
    an Rohstoffländer zahlen müssen.
    Für Bau von Verbrennern werden auch viele Rohstoffe wie Aluminium, die wir teuer importieren müssen gebraucht.
    Gleichzeitig gibt es Unmengen von Gebraucht und Schrottwagen die unverkäuflich herumstehen und Flächen für Wohnungsbau in Städten verbrauchen.
    Es ist ein größeres Thema für die Zukunft .

  38. Biosprit hat keine Zukunft. Wollte man die weltweite Autoflotte mit Biosprit betreiben, müsste man 110 % der gesamten festen Erdoberfläche mit Energiepflanzen bebauen. Wenn man nur die Abfälle der echten Nahrungsmittelproduktion nimmt, ist das ein winziger Anteil.

    Außerdem wäre es, wenn schon, viel effizienter, alles Organische zu verbrennen und mit dem erzeugten Strom BEVs zu betreiben. Noch besser für den Klimaschutz wäre es, alle organischen Abfälle zu thermopyrolisieren. Der anfallende Kohlenstoff sollte dann verbuddelt werden, am besten als Terra Preta, die noch die Fruchtbarkeit verbessert.

    Der Weg, den Bayern bestritten hat mit Biogas aus Feldfrüchten, ist weder wirtschaftlich noch ethisch vertretbar.

    Ansonsten geb ich Dir völlig Recht mit dem importierten Futter und den Kriegen ums Öl.

    Die Antwort können aber nur Sonne und Wind sein. Alles Andere hat kein Potenzial (Ausbau Wasserkraft, Erdwärme bei uns) oder kommt vielleicht in 50 Jahren (Fusion).

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